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Charter: Sprint plant feindliche Übernahme für 164 Milliarden Dollar

Sprint braucht verzweifelt einen Partner, aber es kommt keine Vereinbarung zustande. Nun soll ein Kauf von Charter Communications erzwungen werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Sprint Logo in San Marcos, Kalifornien
Sprint Logo in San Marcos, Kalifornien (Bild: Mike Blake/Reuters)

Nachdem Charter Communications eine Fusion mit Sprint abgelehnt hat, plant Sprint jetzt ein direktes Angebot für den Kabelnetzbetreiber. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine informierte Person. Der Kabelnetzbetreiber ist 101 Milliarden US-Dollar wert und hat zusätzlich langfristige Kredite über 63 Milliarden US-Dollar aufgenommen.

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Sprint-Eigner Softbank hat nur einen Wert von 89 Milliarden US-Dollar. Ein feindliches Übernahmeangebot für Charter soll noch in dieser Woche vorgelegt werden. Der Plan von Sprints Aufsichtsratschef Masayoshi Son könnte aber auch noch abgesagt werden. Softbank hat den Bericht nicht kommentiert.

Charter ist der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber der USA und gehört mit 21 Prozent mehrheitlich dem größten Aktionär Liberty Broadband. Liberty Global besitzt mit Unitymedia den zweitgrößten Kabelnetzbetreiber in Deutschland. Charter Communications erhielt erst im April 2016 die Freigabe für den Kauf von Time Warner Cable für 55 Milliarden US-Dollar.

Kein Vertrag zwischen Charter und Sprint

Sprint ist der viertgrößte Mobilfunkbetreiber in den USA und ist im Besitz der japanischen Softbank Group. Der Hauptsitz ist in Overland Park, im US-Bundesstaat Kansas. Sprint ist schwer angeschlagen und hatte seit 2006 kein profitables Geschäftsjahr mehr.

Zuvor wurde berichtet, dass Charter und Comcast Mobilfunkdienste im Netz von Sprint anbieten wollen und dafür in den Netzbetreiber investieren oder einen Anteil an Sprint übernehmen würden. Doch die exklusiven Gespräche über Reselling unter den eigenen Marken wurden in der vergangenen Woche beendet. Charter habe sich dagegen entschieden, eine solche Vereinbarung zu unterschreiben, berichtet Bloomberg unter Berufung auf einen weiteren Insider.

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