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Ladeanhänger von Chargery: kein Atomstrom
Ladeanhänger von Chargery: kein Atomstrom (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Chargery: 150 Kilo Watt auf drei Rädern

Ladeanhänger von Chargery: kein Atomstrom
Ladeanhänger von Chargery: kein Atomstrom (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wenn der Tank des Verbrennerautos leer ist, haben Fahrer noch die Möglichkeit, mit dem Reservekanister an der nächsten Tankstelle Nachschub zu holen. Beim E-Fahrzeug ist das schwierig. Drei Berliner Unternehmer haben eine Idee entwickelt, wie der Strom zum Elektroauto kommt.
Ein Bericht von Werner Pluta

Was tun, wenn der Akku leer, die Ladestation aber weit weg ist - so wie es uns im Herbst beinahe in Neuruppin passiert wäre? Hilfe kommt: Das Berliner Startup Chargery hat mobile Akkus im Einsatz, mit denen liegengebliebene Elektroautos wieder flottgemacht werden.

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Bleibt jemand mit seinem Elektroauto liegen - was gar nicht so selten vorkommt, wie Philipp Anders, einer der Gründer des Unternehmens, im Gespräch mit Golem.de schildert - rückt ein Radfahrer von Chargery aus, um das Auto zu reaktivieren. Hinter seinem Fahrrad zieht er einen Anhänger, der sozusagen der Reservekanister für das Elektroauto ist: In dem Aufbau steckt ein Dutzend Akkus, mit denen das Elektroauto wieder auf Trab gebracht wird.

Unterwegs mit der Riesenpowerbank

Der Fahrer fährt mit der überdimensionierten Powerbank zum Auto, wobei ihm ein Antrieb im Hänger einen Teil der Tretarbeit abnimmt. Er stellt den Hänger auf dem Bürgersteig ab, sichert ihn und schließt das Auto an. In vier Stunden haben die Akkus, die zusammen eine Kapazität von 24 Kilowattstunden haben, ein E-Auto wie einen BMW i3 oder einen Nissan Leaf geladen. Dann kommt der Chargery-Mitarbeiter wieder angeradelt und bringt den Hänger zurück ins Hauptquartier.

  • Der Akkuanhänger von Chargery im Einsatz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Er wird ganz ökologisch mit dem Fahrrad zum Einsatz gezogen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Im Innern stecken zwölf Akkumodule. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Sie erinnern an den Koffer eines Akkuschraubers und werden zum Laden herausgenommen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Akkus haben genug Strom gespeichert, um die Akku eines BMW i3 zu laden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Gegründet wurde das Unternehmen von Christian Lang, ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... Philipp Anders ...  (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und Paul Stuke. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Der Akkuanhänger von Chargery im Einsatz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Dort werden die leeren Akkus - hellgrüne Koffer, die an die Verpackung eines Akkuschraubers oder einer Bohrmaschine erinnern - gegen volle ausgetauscht. Das dauert nicht einmal fünf Minuten. Anschließend ist die mobile Ladestation wieder einsatzbereit. Die anderen Akkus werden für den nächsten Einsatz geladen - und zwar mit Ökostrom, wie Anders' Kollege Christian Lang betont: "Uns war es wichtig, dass wir keinen Atomstrom in den Batterien haben, die Elektroautos laden. Damit würde man das Konzept schon etwas ad absurdum führen."

Bentleys brauchen nicht an die Tankstelle

Er war es auch, der die Idee zu dieser Dienstleistung hatte. Vorbild ist der britische Autohersteller Bentley, der in Kooperation mit einer Mineralölgesellschaft anbietet, die Edelkarossen in der Stadt zu betanken und dem Fahrer so die Fahrt zur Tankstelle zu ersparen. "Den Grundgedanken fand ich nicht so schlecht. Aber für Benzin fand ich das ziemlich sinnlos", sagt Lang. Schließlich gebe es genug Tankstellen, anders als Ladesäulen für Elektroautos. Für die sei eine Treibstofflieferung deshalb sinnvoller.

So sei das Konzept für die Chargery entstanden. Bis zum Start dauerte es auch nicht lange: Der erste Prototyp des Anhängers war nach drei Monaten fertig - das war die Aufgabe von Paul Stuke, der für die Technik bei Chargery zuständig ist. Von der Idee bis zum ersten Auftrag sei etwas mehr als ein Dreivierteljahr vergangen, sagt Anders.

Der Fahrradanhänger darf auf dem Bürgersteig stehen

Ein Fahrrad mit Anhänger ist nach Ansicht der Berliner für die Stadt aus mehreren Gründen das geeignete Verkehrsmittel für diesen Service: "Man ist in der Stadt mit dem Fahrrad mit Abstand am schnellsten, es ist nachhaltig, es hat einen coolen Touch und - was auch ein wichtiger Punkt ist: Es ist legal, überall in der Stadt einen Fahrradanhänger abzustellen."

Und diese Lösung ist eleganter als die, die der Auftraggeber sonst bevorzugt.

Strom aus dem Anhänger 

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mucpower 20. Feb 2018

wie wäre es mit Abschleppen bis zur nächsten Ladestation ? Also quasi Prophet zum Berg...

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mucpower 20. Feb 2018

DEINEN Akku ? Die sind doch nur gemietet.

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FrankM 15. Feb 2018

Hast du den Artikel gelesen? "Aus Gründen der Praktikabilität arbeitet das Unternehmen...

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robinx999 13. Feb 2018

Sind zwar Zahlen von 2013 http://www.handelsblatt.com/auto/test-technik/pannenstatistik...

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ahoihoi 13. Feb 2018

Egal wie lächerlich eine Idee ist, Hauptsache man ist ein Startup mit einer App, dann...

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