Abo
  • Services:

Strom aus dem Anhänger

Aus Gründen der Praktikabilität arbeitet das Unternehmen derzeit fast ausschließlich für den Carsharing-Dienst Drive Now. Über seine Fahrzeug-Management-Software sieht der Anbieter, welche seiner Elektroautos vom Typ BMW i3s geladen werden müssen. Das Fahrzeug wird dann für die Nutzung gesperrt, damit ein Chargery-Mitarbeiter es laden kann.

  • Der Akkuanhänger von Chargery im Einsatz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Er wird ganz ökologisch mit dem Fahrrad zum Einsatz gezogen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Im Innern stecken zwölf Akkumodule. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Sie erinnern an den Koffer eines Akkuschraubers und werden zum Laden herausgenommen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Akkus haben genug Strom gespeichert, um die Akku eines BMW i3 zu laden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Gegründet wurde das Unternehmen von Christian Lang, ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... Philipp Anders ...  (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und Paul Stuke. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Im Innern stecken zwölf Akkumodule. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Lufthansa Industry Solutions TS GmbH, Oldenburg
  2. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart

Bislang schickt Drive Now einen Dienstleister, der das Elektroauto zur Ladesäule fährt. Oder die Kunden übernehmen das und erhalten dafür Bonusminuten.

Das Auto wird geladen und sauber gemacht

Da ist die Chargery-Lösung eher mit dem Gedanken der Elektromobildiät vereinbar. Zumal das Unternehmen neben dem Laden weitere Dienstleistungen übernimmt, wie im Innenraum zu staubsaugen, das Waschwasser nachzufüllen oder auch mal ein Auto, das im Halteverbot abgestellt wurde, umzusetzen.

Allzu weit darf das Fahrzeug aber nicht vom Unternehmenssitz im Berliner Bezirk Mitte entfernt stehen. Das Operationsgebiet hat einen Durchmesser von etwa 3,5 bis 4 km. In dem Bereich seien auch viele Leihelektroautos unterwegs, sagt Lang. "Gerade Prenzlauer Berg, der Kollwitz-Kiez, ist so ein bisschen der Elektrohotspot."

Der Anhänger hat einen Antrieb

So sind die Fahrer schnell am Einsatzort und müssen sich nicht allzu sehr abstrampeln. Ganz leicht ist der Anhänger nämlich nicht: Er bringt gut 150 kg auf die Waage. Um dem Fahrer die Arbeit etwas zu erleichtern, hat der Anhänger einen eigenen Antrieb, der ähnlich wie der eines Pedelec funktioniert: Er unterstützt in dem Maße, wie der Fahrer in die Pedale tritt. Seit kurzem ist auch ein Pedelec im Einsatz, das, wenn es sich bewährt, den Antrieb im Anhänger ersetzen könnte.

Das Geschäft läuft offensichtlich gut: Die aktuell drei Anhänger seien gut ausgelastet. "Die stehen eigentlich nie hier im Büro, außer wenn wie jetzt mal daran herumgeschraubt wird", erzählt Anders. Da bewähre sich das Konzept mit den Wechselakkus: Der Hänger müsse nicht selbst an die Steckdose. "Wir können einfach schnell die Akkus austauschen und dann das nächste Fahrzeug laden. Das heißt, die Hänger sind eigentlich immer draußen."

Chargery weiß, wo der Anhänger ist

Eine Sorge ist, dass sie wohlbehalten wieder zurückkommen, wenn sie unbeaufsichtigt auf den Berliner Straßen stehen. "Klar, die Angst ist da, dass einer geklaut oder zerstört wird", sagt Anders, "aber davon lassen wir uns nicht abhalten". Zumal die Anhänger sich gegen Diebstahl schützen ließen: Während des Ladens ist das Kabel sowohl am Hänger als auch am Fahrzeug verriegelt, kann also nicht abgekoppelt werden. Der Hänger ist mit einem GPS-Chip ausgestattet, so dass sich seine Position einfach ermitteln lässt. Und auch das obligatorische Fahrradschloss fehlt nicht.

In Neuruppin hätte uns allerdings das Angebot von Chargery nicht viel geholfen. Und das lag nicht nur daran, dass wir zu weit außerhalb des Geschäftsgebiets waren.

 Chargery: 150 Kilo Watt auf drei RädernZukunftspläne 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. (nur für Prime-Mitglieder)

mucpower 20. Feb 2018

wie wäre es mit Abschleppen bis zur nächsten Ladestation ? Also quasi Prophet zum Berg...

mucpower 20. Feb 2018

DEINEN Akku ? Die sind doch nur gemietet.

FrankM 15. Feb 2018

Hast du den Artikel gelesen? "Aus Gründen der Praktikabilität arbeitet das Unternehmen...

robinx999 13. Feb 2018

Sind zwar Zahlen von 2013 http://www.handelsblatt.com/auto/test-technik/pannenstatistik...

ahoihoi 13. Feb 2018

Egal wie lächerlich eine Idee ist, Hauptsache man ist ein Startup mit einer App, dann...


Folgen Sie uns
       


Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut

Im Supercut zur WWDC 2018 zeigen wir in zehn Minuten, was Apple Entwicklern und Nutzern von iOS 12, MacOS Mojave und WatchOS 5 und TvOS präsentiert hat.

Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut Video aufrufen
Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten
  2. Dota 2 128.000 CPU-Kerne schlagen fünf menschliche Helden
  3. KI-Bundesverband Deutschland soll mehr für KI-Forschung tun

    •  /