Charge Automotive: Der Ford Mustang wird elektrisch

Der Film Bullitt aus dem Jahr 1968 zeigt eine der längsten und spektakulärsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte: Steve McQueen hetzt in einem metallicgrün lackierten Ford Mustang zwei auf ihn angesetzte Killer durch San Francisco. Sein Auto kommt jetzt zurück - in einer limitierten Auflage und ohne den charakteristischen Sound.
Muscle-Car(öffnet im neuen Fenster) wurden US-Sportwagen wie der Mustang genannt, die meist mit einem V8-Motor ausgestattet waren, der ein typisches, blubberndes Geräusch erzeugte. Der neue Mustang jedoch, der aus Großbritannien kommt, wird einen anderen Sound haben: den der Stille. Das britische Unternehmen Charge Automotive(öffnet im neuen Fenster) baut ihn als Elektroauto mit Schrägheck oder als Cabriolet.
Der E-Mustang hat einen 300 Kilowatt (kW) starken Vierradantrieb, der das Fahrzeug in knapp 3,1 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h) beschleunigt. Über die Höchstgeschwindigkeit macht Charge keine Angaben.

Der Akku des Fahrzeugs hat eine Kapazität von 64 Kilowattstunden (kWh), der mit 50 kW Gleichstrom geladen werden kann. Die Reichweite gibt der Hersteller mit 200 km an. Das ist recht wenig - der von uns getestete BMW i3s etwa schafft ebenfalls um die 200 km. Der Akku hat aber eine Kapazität von 33,2 kWh. Allerdings hat der i3s auch nur einen 135 kW starken Antrieb.
Bedienelemente gibt es im Auto nur wenige. Charge setzt auf eine Steuerung über einen großen Touchscreen in der Mittelkonsole. Darüber werden offensichtlich die meisten Funktionen gesteuert, inklusive der Gangwahl.
Charge hat angekündigt, den Elektro-Mustang in einer limitierten Auflage von 499 Stück zu bauen. Entsprechend ist auch der Preis: Das Auto kostet in der Standardausführung 200.000 britische Pfund, umgerechnet über 224.000 Euro. Gegen eine Anzahlung von 5.000 Pfund, 5.600 Euro, kann es vorreserviert werden. Charge will die ersten Fahrzeuge im September 2019 ausliefern.



