Charachorder: Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
Bis zu 300 Wörter in der Minute sollen mit dem Eingabegerät Charachorder(öffnet im neuen Fenster) möglich sein – im Gegensatz zum 216-Wörter-Rekord bei herkömmlichen Tastaturen. Das versprechen die Entwickler des eigenwilligen Peripheriegerätes. Es handelt sich um einen zweiteiligen Controller mit jeweils neun Schaltsticks, die von daraufliegenden Fingern in vier Richtungen gedrückt werden können. Jede Richtung ist für die Eingabe eines Symbols zuständig. Theoretisch lassen sich damit also zehn Buchstaben auf einmal betätigen, solange dies das Tastenlayout ermöglicht.
Das ist möglich, da ein integrierter Prozessor und auf dem Eingabegerät installierte Firmware die eingegebenen Buchstaben zu existierenden Wörtern umordnen. Ein Beispiel gibt der Hersteller ebenfalls an: Aus der Eingabe OWDR wird beispielsweise der englische Begriff Word interpretiert. Hier stellt sich bereits heraus, dass diese Methode wohl vorerst nur für die englische Sprache funktioniert und sich im Deutschen am ehesten für das Schreiben von Quelltext eignet.
Andererseits kann das Gerät auch auf herkömmliche Weise genutzt werden, indem Buchstaben nacheinander getippt werden. Auch in Spielen und für die einhändige Nutzung soll sich Charachorder eignen. Mit einer optionalen Software kann dabei die Tastenbelegung einzelner Sticks angepasst werden.
Lange Eingewöhnung, hoher Preis
Ein weiteres Problem einer solch unkonventionellen Tastatur: Menschen müssen sich darauf umgewöhnen. Der Hersteller bestätigt dem IT-Blog Techpowerup(öffnet im neuen Fenster) , dass es etwa einen Monat dauert, bis sich Nutzer daran gewöhnt haben. Während dieser Zeit sei ein tägliches Training von 30 bis 60 Minuten empfohlen.
Charachorder ist derzeit noch in der Entwicklung. Interessenten können das Gerät allerdings für 200 US-Dollar bereits vorbestellen. Zum Release soll es dann sogar 400 US-Dollar kosten. Eine Auslieferung ist aber erst zum Dezember 2020 geplant.
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