Chaos Computer Club: "Whistle.im ist 'Fuckup as a Service'"

Vom Chaos Computer Club Hannover wird der Messenger Whistle.im grundlegend kritisiert. Das ganze System sei "broken beyond Repair".

Artikel veröffentlicht am ,
Michael Bank und Daniel Wirtz von Whistle.im
Michael Bank und Daniel Wirtz von Whistle.im (Bild: Whistle.im)

Nexus vom Chaos Computer Club Hannover kritisiert das Projekt Whistle.im, das einen verschlüsselten Messenger anbieten will. Nach dem NSA-Skandal spielten "solche Projekte mit dem gesteigerten Problembewusstsein der Bevölkerung, ohne dass sie einen wirklichen Schutz liefern".

Stellenmarkt
  1. Product Configuration Manager (w/m/d)
    WILO SE, Dortmund
  2. Referent PMO mit Fokus Terminplanung und Projektsteuerung (m/w/d)
    TenneT TSO GmbH, Bayreuth
Detailsuche

Der Dienstanbieter betreibe einen Keyserver, auf dem die RSA-Keys aller Kommunikationsteilnehmer abgelegt seien. Wenn der Anbieter die Schlüssel an die Nutzer austeilt, könnten gefälschte Schlüssel ausgeliefert und somit die Kommunikation mitgelesen werden.

Ein weiterer Schwachpunkt: Die privaten Schlüssel der Kommunikationsteilnehmer lägen - wenn auch verschlüsselt - auf dem Server des Dienstanbieters. Wenn der Betreiber das Passwort erfährt, könne nachträglich die gesamte Kommunikation entschlüsselt werden.

Bei einem zentralen Dienst könne der Dienstanbieter auch herauszufinden, wer wann mit wem für wie lange kommuniziert. "Die kryptographischen Verfahren mögen als Javascript vorliegen. Nicht aber die Applikation. Das Wort 'Open Source' stiftet mehr Verwirrung als Klarheit. Was die Applikation an sich tut, bleibt verborgen", so der Chaos Computer Club.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Grundlegende Konzepte aktueller Verschlüsselungsverfahren seien nicht verstanden worden. Die Serverkommunikation sei nicht ausreichend gegen Man-in-the-Middle-Angriffe geschützt. "Ein Angreifer kann problemlos eine Session 'hijacken' und damit selbst Kommunikationspartner werden", so Nexus.

Zwei Studenten aus Köln und Bonn arbeiten an dem Messenger Whistle.im. In der aktuellen Betaversion bietet Whistle.im verschlüsselte Textnachrichten und ist im Browser und unter Android und bald auch unter Apples iOS lauffähig.

Das Team von Whistle.im erklärte Golem.de: "Wir bei Whistle.im fragen uns, warum dem CCC offenbar daran gelegen ist, den noch jungen deutschen Messenger, der sich erst seit wenigen Wochen in der Entwicklung beziehungsweise Beta-Phase befindet und darauf ausdrücklich hinweist, mit einem derart plakativen Artikel im Keim zu ersticken, anstatt durch konstruktive Kritik, die wir stets dankend annehmen, zur Verbesserung beizutragen."

Dennoch würden alle Hinweise aus dem Artikel ernstgenommen, um Whistle.im "noch sicherer zu machen". So werde die Möglichkeit zum Generieren eines frischen Schlüsselpaars sowie die Option zur manuellen Verwaltung des privaten Schlüssels bald angeboten werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Baron Münchhausen. 04. Jan 2014

Aha. Also die Antwort gibt sich selbst den Kopfschuss. Weder dankbar, noch fähig Kritik...

KimDotMega 06. Sep 2013

Das geflame über den CCC der uns lediglich auf die Schwachstellen hinweist finde ich...

AntiSatan 23. Aug 2013

wo das petera recht hat - hat es recht :)

Nilos 22. Aug 2013

Der Source der Anwendung ja. Den Source des Servers offenzulegen bringt faktisch nichts...

Nilos 21. Aug 2013

Hier musste ich schon ein wenig lachen, da das bei den meisten Haustürschlössern der...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Age of Empires 4 im Test
Im Galopp durch die Geschichte

Acht Völker aus aller Welt: Das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 4 schickt uns auf Windows-PC in spannende Kämpfe in aller Welt.
Von Peter Steinlechner

Age of Empires 4 im Test: Im Galopp durch die Geschichte
Artikel
  1. Bundesverkehrsministerium: Wallboxen für über 800.000 Haushalte gefördert
    Bundesverkehrsministerium
    Wallboxen für über 800.000 Haushalte gefördert

    Das Bundesverkehrsministerium hat nach eigenen Angaben mit rund 800 Millionen Euro über 800.000 Haushalten eine Wallbox für Elektroautos verschafft.

  2. Mit ZF das Auto der Zukunft sehen, denken und handeln lassen
     
    Mit ZF das Auto der Zukunft sehen, denken und handeln lassen

    Für die saubere, sichere und komfortable Mobilität von morgen entwickelt ZF schon heute die notwendigen Technologien - und sucht dafür kreative und motivierte Fachkräfte aus den Bereichen Elektromobilität und autonomes Fahren.
    Sponsored Post von ZF

  3. HT Aero: Xpeng kündigt fliegendes Auto an
    HT Aero
    Xpeng kündigt fliegendes Auto an

    HT Aero heißt das Flugauto, das der chinesische Autohersteller Xpeng 2024 auf den Markt bringen will.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional & Lexware Steuersoftware bei Amazon günstiger • Alternate (u. a. Apacer 1TB SATA-SSD 86,90 & Team Group 1TB PCIe-4.0-SSD 159,90) • Asus ROG Strix Z590-A Gaming WIFI 258€ • Saturn Gutscheinheft mit Direktabzügen und Zugaben • Seagate SSDs & HDDs günstiger [Werbung]
    •  /