Chaos Computer Club: Hersteller sollen für Fehler in proprietärer Software haften

Der CCC kritisiert, dass kommerzielle Softwarelieferanten und Diensteanbieter weitgehend ohne jegliche Haftung operieren dürfen. Eine Haftung würde aber Anreize zur Qualitätssicherung schaffen. Doch auch Open-Source-Software sei nicht automatisch sicher, wie Heartbleed gezeigt habe.

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Chaos Computer Club: Hersteller sollen für Fehler in proprietärer Software haften
(Bild: Tobias Schwarz/Reuters)

Im Bundestagsausschuss Digitale Agenda findet am 7. Mai 2014 ein Fachgespräch zu Fragen der IT-Sicherheit statt. Der Chaos Computer Club (CCC) fordert in seiner Stellungnahme den breiten Einsatz von Open-Source-Software und deren regelmäßige, unabhängige Prüfung. Finanzielle Anreize und die Auslobung von Bug Bountys seien notwendig. Zugleich sollte bei Anbietern proprietärer Software eine Haftung für Fehler sichergestellt werden.

Zu Recht werde die Frage gestellt, weshalb kommerzielle Softwarelieferanten und Diensteanbieter weitgehend ohne jegliche Haftung operieren dürften, so der CCC. Eine Haftung würde aber Anreize zur Qualitätssicherung schaffen.

Namhafte Anbieter hätten weltweit das OpenSSL-Projekt zur Grundlage der Übertragungssicherheit ihrer Kommunikation gemacht, aber nur geringe oder gar keine Investitionen in seine Qualitätssicherung geleistet. Nicht nur Heartbleed habe gezeigt, dass sicherheitskritische Softwarekomponenten - egal ob quelloffen oder proprietär - einer regelmäßigen Auditierung bedürften. "Eine kleine internationale Community entwickelte dieses Tool größtenteils ehrenamtlich", so der Hacker-Club.

Eine regelmäßige und eingehende Prüfung von sicherheitsrelevanter Open-Source-Software sei unerlässlich und im öffentlichen Interesse. Die Veröffentlichung aller Befunde und allgemein zugängliche Bugfixes seien dabei selbstverständliche Grundvoraussetzungen. Hier übernehme das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) durch verschiedene Zertifizierungen bereits Versuche, die jedoch bürokratisch und nicht zielführend seien: "Lange Kataloge definieren Designanforderungen, die Angriffsmöglichkeiten - auf dem Papier - ausschließen sollen. Tatsächlich erfolgreiche Angriffe - auch das zeigt Heartbleed - setzen jedoch genau an den Stellen an, die übersehen oder nicht bedacht wurden oder nicht bedacht werden konnten, wie zum Beispiel simple Programmierfehler mit weitreichenden Folgen."

Zudem forderte der CCC einen Wechsel von zentralen Sicherheitssystemen hin zu mehrschichtigen mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Standard, um angreifbare zentrale Strukturen aufzubrechen.

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peterkleibert 08. Mai 2014

Willst du jetzt hier nur so n bisschen rumtrollen, oder kommt da auch noch n Argument?

peterkleibert 08. Mai 2014

Bereits im Titel eine Beleidung, ist schon n harter Tobak. Da stellt man sich die Frage...

Yes!Yes!Yes! 08. Mai 2014

Offensichtlich hat ja das standardmäßige Herunterfahren bei Überhitzung nicht funktioniert.

Yes!Yes!Yes! 08. Mai 2014

Wahnsinn.



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