Chanje: Elektro-Lkw von ehemaligen Tesla-Mitarbeitern vorgestellt

Chanje ist ein neuer Elektro-Lkw-Hersteller aus den USA, der mit dem V8070 einen Lieferwagen mit 160 km Reichweite und einer Transportkapazität von 2,8 Tonnen anbietet. Zu den Unternehmensgründern gehören mehrere Ex-Tesla-Mitarbeiter.

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Chanje V8070
Chanje V8070 (Bild: Chanje)

Das erste Fahrzeug des neuen US-Herstellers Chanje ist ein elektrischer Lieferwagen namens V8070 (PDF). Derzeit werde noch ein Auftragsfertiger für die Serienproduktion gesucht, es gebe jedoch bereits Vorbestellungen, teilte das Unternehmen mit.

  • Chanje V8070 (Bild: Chanje)
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Chanje V8070 (Bild: Chanje)
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Zu den Mitarbeitern gehören unter anderen James Chen, der früher bei Tesla und Faraday Future arbeitete, Jörg Sommer, der Volkswagen für Faraday Future verließ, und Jeff Robinson, der bei Tesla, Ford, Mazda und GM als Fertigungsspezialist arbeitete.

Der Chanje V8070 soll im Laderaum etwa 2,8 Tonnen Ladung transportieren können und mit seinem 70-kWh-Akku (Lithium-Eisenphosphat) etwa 160 km weit kommen. Das sollte für städtische Lieferfahrten reichen. Nach Angaben des Unternehmens können die Fahrzeuge Echtzeitdaten für Strecken- und Energieoptimierung sowie Fahrerprofilstudien zur Verfügung stellen. Später sollen auch größere Lkw und Shuttle-Busse in verschiedenen Größen folgen. Was der Chanje V8070 kostet, ist nicht bekannt.

Elektrische Lkw sind in der gesamten Branche ein Thema

Daimler will bis 2020 dem Paketdienst Hermes 1.500 Elektrotransporter der Reihen Vito und Sprinter liefern. Die Deutsche Post und ihre Tochtergesellschaft Streetscooter wollen zusammen mit Ford batteriebetriebene Lieferfahrzeuge bauen. DHL will mindestens 2.500 Stück des Fahrzeugs bis Ende 2018 im Lieferverkehr einsetzen - allerdings nur in Innenstädten. Neben den neuen Fahrzeugen will Streetscooter die bisherigen Modelle weiterbauen. Jährlich sollen bis zu 20.000 Einheiten des kleineren Zustellfahrzeugs mit Elektromotor in verschiedenen Varianten gebaut werden. Bisher sind rund 2.500 im Einsatz.

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Auch wenn solche Fahrzeuge noch selten sind, könnten sie künftig Vorreiter der Elektromobilität sein. Eine Studie des Öko-Instituts und des Verbandes der Elektrotechnik (VDE) sieht die Zukunft für Elektroautos eher in der gewerblichen Nutzung. Kurier- und Paketdienste könnten die mit Elektromotoren angetriebenen Fahrzeuge sinnvoller nutzen als Privatpersonen.

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