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Changxin Memory Technologies: Börsengang von CXMT verändert den globalen DRAM- und HBM-Markt

Speicherchiphersteller CXMT steht vor einem Rekordbörsengang. Der Apple-Partner steht in den USA auf der schwarzen Liste.
/ Achim Sawall
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Changxin Memory Technologies zeigt seine Produkte. (Bild: Changxin Memory Technologies)
Changxin Memory Technologies zeigt seine Produkte. Bild: Changxin Memory Technologies

CXMT (Changxin Memory Technologies) startet in China am 27. Juli 2026 einen Rekordbörsengang (IPO) an der Börse in Shanghai, um neues Kapital für die Erweiterung seiner DRAM- und HBM-Fertigungskapazitäten zu erhalten und die Unabhängigkeit von westlichen Chipherstellern zu stärken.

Die für den kommenden Montag geplante Notierung am Shanghaier STAR Market rückt in den Fokus der Anleger, nachdem chinesische Technologieaktien in den vergangenen Handelstagen nachgaben. CXMT ist der weltweit viertgrößte Hersteller von DRAM-Speicherchips (Dynamic Random Access Memory), nach SK Hynix, Samsung Electronics und Micron.

Apple hat damit begonnen, DRAM-Chips von CXMT für Geräte zu testen(öffnet im neuen Fenster), die in China verkauft werden. Zudem setzt sich der Konzern bei der US-Regierung dafür ein, einen breiteren Einsatz der CXMT-Produkte zu gestatten, berichtete die Financial Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

CXMT ist in der Section-1260H-Liste des Pentagons für chinesische Militärunternehmen aufgeführt. Das US-Handelsministerium hat das Unternehmen jedoch noch nicht in die strengere Entity List (Handelsbeschränkungsliste) aufgenommen.

Schwergewicht am STAR Market

Investoren rechnen damit, dass die Bewertung von CXMT nach der Notierung rasch 1 Billion Yuan (139 Milliarden US-Dollar) überschreiten wird. "Sobald die Marke von 1 Billion Yuan überschritten ist, wird CXMT zu einem Schwergewicht am STAR Market und in Halbleiterindizes aufsteigen, was Indexfonds, aktiv verwaltete Fonds und branchenspezifische Fonds dazu zwingen wird, ihre Portfolios entsprechend umzuschichten", sagte Tim Sun, Senior Researcher bei dem Finanzanalysten Hashkey Group, dem US-Sender CNBC(öffnet im neuen Fenster).

CXMT spielt eine zentrale Rolle in Chinas Bestrebungen, im Bereich der KI-Technologie unabhängiger zu werden, da leistungsstarke KI-Prozessoren enorme Mengen an Hochgeschwindigkeitsspeicher benötigen und ein heimischer Anbieter die Abhängigkeit von ausländischen Unternehmen verringert, die von US-Exportbeschränkungen betroffen sind.

CXMT wurde im Jahr 2016 von einer Investitionsgruppe im Rahmen der Wirtschafts- und Technologieentwicklungszone von Hefei, der Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Anhui, mit einer Anfangsfinanzierung von nur 10 Millionen Yuan (1,5 Millionen US-Dollar) gegründet.

Gründer Zhu Yiming gibt den Beschäftigten einen IPO-Bonus

Fast ein Jahrzehnt später halten Investoren mit Verbindungen zur Regierung von Hefei 36,8 Prozent an CXMT und bilden damit die größte Aktionärsgruppe. Laut Reuters(öffnet im neuen Fenster) ist dieser Anteil zum IPO-Preis rund 213 Milliarden Yuan (31,5 Milliarden US-Dollar) wert und übersteigt die gesamten Einnahmen der Stadt Hefei für das Jahr 2025 um mehr als das Doppelte.

Gründer Zhu Yiming, Absolvent der Tsinghua-Universität, der in den USA studiert und gearbeitet hat, bevor er nach China zurückkehrte, hält Anteile im Wert von fast 14 Milliarden Yuan. Er wird einen Teil seiner Beteiligung für Anreize an die Beschäftigten zur Verfügung stellen.

Das Unternehmen verkauft Aktienpakete direkt an Investoren, darunter staatliche Pensionsfonds, große chinesische Ausrüster der Chipindustrie wie AMEC sowie die Investmentsparten von Tech-Konzernen wie Alibaba, Tencent und Xiaomi.

Nettogewinnmarge von CXMT

Die jüngsten Geschäftszahlen von CXMT widerlegen die verbreitete westliche Ansicht, bei vielen chinesischen Chipunternehmen handle es sich nur um staatlich subventionierte Projekte, die hohe Verluste generieren. CXMT prognostiziert für die erste Jahreshälfte einen Umsatz zwischen 16,2 und 17,7 Milliarden US-Dollar, nach 9,1 Milliarden US-Dollar im Gesamtjahr 2025. Der Nettogewinn im ersten Halbjahr dürfte die Marke von 7,4 Milliarden US-Dollar überschreiten, nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr den Schritt in die Gewinnzone machte.

Die Nettogewinnmarge von CXMT dürfte in diesem Zeitraum bei über 45 Prozent liegen; damit erreicht das Unternehmen eine finanzielle Effizienz, die der von Branchengrößen wie Samsung, Hynix und Micron auf dem Höhepunkt des weltweiten Chipbooms ebenbürtig ist.


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