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Freezing: Die einfachste Frage wird oft nicht gestellt

Das Missverständnis liegt hier bereits in der ersten Phase des Change-Prozesses. In der Management-Literatur und einschlägigen Online-Lexika findet man die drei klassischen Phasen des Veränderungsmanagements (Change-Managements) nach Kurt Lewin: Unfreezing, Moving, Re-freezing. Die Phasen bedeuten Aufbrechen, Verändern und das Neue zum Standard machen.

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In der ersten Phase müssen die alten Strukturen aufgebrochen und schonungslos analysiert werden. Wichtiger als das ist allerdings zunächst die Frage nach dem "Warum überhaupt?". Warum wollen wir diese und jene alte Struktur ändern, was ist der Hintergrund der Veränderung? Gibt es keine deutlich erkennbaren Gründe, ist der Change nicht unbedingt nötig.

So banal diese Frage klingt, so selten wird sie gestellt. Nach meiner Erfahrung lassen die wenigsten Unternehmen sie überhaupt zu. Denn nichts zu bewegen, wird zu oft mit Stillstand gleichgesetzt. Dabei zeigt beispielsweise die beeindruckende Sportgeschichte der spanischen Nationalmannschaft, dass man auch mit einem kaum veränderten Team und einer nicht veränderten Spielweise (Kurzpass-Spiel, auch Tiki-Taka genannt) einen Titel-Hattrick (Europameister, Weltmeister, Europameister) feiern kann. Diese Titel wurden über einen Zeitraum von einer Dekade in einem extrem wettbewerbsgetriebenen Milliardengeschäft erarbeitet.

Die Probleme mit Nichtveränderung

Für Mitarbeiter oder Berater sieht es aber nicht gut aus, wenn man die Frage nach dem Warum stellt, schließlich stellt man so auch den eigenen Auftrag in Frage. Nichts zu tun, kostet im Zweifel Geld und wird in unserer Gesellschaft als inkompetent eingestuft. Dabei ist als Projektmanager genau das mein Ziel: Wenn ich die Prozesse so organisieren kann, dass ich nichts mehr tun muss, dann habe ich den perfekten Prozess geschaffen. In der Realität ist das nicht möglich, aber selbst als Idealbild behagt Nichtstun vielen nicht. Dabei ist es wissenschaftlich sogar belegt, dass Phasen des Nichtstuns wichtig im Arbeitsleben sind.

Das Problem bei dem Vorschlag zur Nichtveränderung ist auch: Man kann nicht messen oder beziffern, wie der Erfolg dadurch aussehen wird. Wie viel Geld spart ein Unternehmen, wenn es den Prozess nicht ändert? Diese Frage kann ohne eine Veränderung gar nicht beantwortet werden und ist auch in Rechenmodellen schwer zu erfassen. "Hinterher ist man schlauer" ist eine Weisheit, die auf Change-Projekte perfekt passt.

Doch nicht nur in der ersten Phase des Prozesses gibt es typische Probleme. Nach meiner Erfahrung aus diversen Change-Projekten werden nicht nur konzeptionell, sondern auch inhaltlich in allen Phasen eklatante Fehler gemacht.

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 Change-Management: Die Zeiten, sie, äh, ändern sichWenn alle vergeblich nach dem Schlüssel suchen 
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mark.wolf 21. Okt 2019

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mark.wolf 21. Okt 2019

gibt es noch mehr Bullshit? Veränderung kann man nicht managen (steuern). Man kan Dinge...

mou1337 17. Okt 2019

Heißt es nicht "never change a running system"? Das hat sich zumindest in der IT so...

VigarLunaris 12. Okt 2019

Meist ist ein Change garnicht so schlecht, wenn denn die Vorarbeit richtig gemacht wird...

PerilOS 08. Okt 2019

Was mich immer etwas ratlos lässt, ist wan man seine Stakeholder involvieren sollte. Und...


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