Ein Ökosystem für den Mond

Dann gibt es noch das Ökosystem-Experiment. Dieses wird als ein zweigliedriges terrestrisches System mit Pflanzen und Mikroben beschrieben. In der kontrollierten, versiegelten Umgebung soll die biologische Nutzung der Ressourcen des Mondbodens erforscht werden.

Zudem soll erforscht werden, wie das System lebenserhaltende Technologien für eine Mondbasis mit Besatzung unterstützen kann. Dazu gehört beispielsweise die Produktion von Nahrung und die Erzeugung von Sauerstoff.

Bereits im Jahr 2019 konnte mit der Mission Chang'e 4 gezeigt werden, dass Baumwollsamen in einem Behälter auf der uns abgewandten Seite des Mondes keimen konnte.

Klimaforschung vom Mond aus

Vom Mond aus können auch Daten über das Klima und die Magnetosphäre der Erde und deren Wechselwirkung mit dem Sonnenwind gesammelt werden. Dafür kommen ein mondgestütztes Radiometer und ein Multispektralbildgeber für die Erdbeobachtung zum Einsatz.

Weitere Nutzlasten sind ein Detektor für niederfrequente elektromagnetische Felder auf dem Mond, ein Teleskop für weiche Röntgenstrahlung, eine Geländekamera und ein Profiler für die thermische Strömung im Mondboden.

Der ambitionierte Zeitplan für die chinesische Monderforschung

Doch zuvor werden noch die Missionen Chang'e 6 und 7 zum Mond aufbrechen. Chang'e 6 soll dieses Jahr starten, um erstmals Proben von der uns abgewandten Seite des Mondes zu sammeln.

Mit Chang'e 7 sollen ein Landefahrzeug, einen Rover und ein hüpfendes Raumfahrzeug auf die Oberfläche gebracht werden. Ein Relais-Satellit soll in der Mondumlaufbahn platziert werden. Die Mission ist für das Jahr 2026 geplant.

Frühestens 2028 wird dann die achte Chang'e-Mission zum Erdtrabanten aufbrechen. Kurz darauf soll auch der erste chinesische Astronaut auf der Oberfläche unseres stellaren Nachbars landen. Das soll noch vor 2030 und damit vor der Errichtung der chinesischen Mondbasis geschehen.

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 Chang'e 8: China will Pflanzen und Mikroben zum Mond schicken
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