Chang'e 5: Raumfahrzeug hat Wasser auf dem Mond nachgewiesen

Chinesische Wissenschaftler haben die Mondproben der Chang'e 5 Mission untersucht. Im Mondstaub befindet sich tatsächlich Wasser.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Der Blick auf die Erde vom Mond aus.
Der Blick auf die Erde vom Mond aus. (Bild: NASA/JSC)

Dass es auf dem Mond Wasser geben soll, zeigten bereits verschiedene Analysen aus Fernerkundungsmissionen. Die chinesische Mondmission Chang'e 5 konnte nun tatsächlich Wasseranteile im Mondregolith nachweisen. Im Dezember 2020 hatte die chinesische Raumfahrtbehörde CNSA mithilfe eines Mondfahrzeuges bis zu zwei Kilogramm an Proben von der Mondoberfläche eingesammelt.

Stellenmarkt
  1. Expertinnen bzw. Experten Qualitätssicherung in der Softwareentwicklung (w/m/d)
    Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. Senior Case Manager / Senior Case Managerin (m/w/d)
    STRABAG PROPERTY & FACILITY SERVICES GMBH, Hamburg, Leipzig
Detailsuche

Anschließend wurden die Proben zurück zur Erde gebracht, wo sie am 17. Dezember 2020 sicher in der Inneren Mongolei landeten. Am 7. Januar 2022 haben die chinesischen Wissenschaftler nun ihre Studienergebnisse im amerikanischen Fachmagazin Science Advance veröffentlicht. Der Titel der Studie lautet In situ detection of water on the Moon by the Chang'e-5 lander (engl. In-situ-Nachweis von Wasser auf dem Mond durch den Lander Chang'e-5).

Wasser in Mondstaub und -gestein

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass sich bis zu 120 Teile pro Million (ppm) Wasser - als Hydroxyl und/oder H2O - im Regolith des Mondes befinden. Oder anders ausgedrückt: Im Mondboden befinden sich bis zu 120 Gramm Wasser pro Tonne. In dem blasigen Gestein sollen es sogar bis zu 180 Gramm Wasser pro Tonne sein.

Das Wasser auf dem Mond soll "größtenteils auf die Einwirkung des Sonnenwindes zurückzuführen" sein. Dieser enthalte nämlich Wasserstoff, heißt es in der Studie. Und die zusätzlichen 60 ppm Wasser im Gestein könnten aus dem Inneren des Mondes stammen, vermuten die Forscher.

Golem Akademie
  1. Apache Kafka Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    21.–22. März 2022, Virtuell
  2. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

"Die zurückgegebenen Proben sind eine Mischung aus Granulat an der Oberfläche und im Untergrund. Aber eine In-situ-Sonde kann die äußerste Schicht der Mondoberfläche messen", erklärt Lin Honglei gegenüber der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Er ist Forscher am Institut für Geologie und Geophysik der CAS. Dass der Mond irgendwann trocken wurde, ist vermutlich auf die Entgasung des Mantelreservoirs zurückzuführen, vermuten die Forscher.

Erste Anzeichen auf Wasser bereits vor über zehn Jahren

Bereits im Oktober 2009 ließ die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa eine ihrer Sonden, die Lcross (Lunar Crater Observation and Sensing Satellite) auf die Mondoberfläche stürzen und wirbelte damit Staub auf. Mit Infrarotkameras und Spektrometer hatte man die chemische Zusammensetzung des Kraterbodens beobachtet und analysiert. Das Ergebnis: Am Südpol soll eine Wassermenge lagern, die der Größe des Bodensees entspricht.

Mit der chinesischen Mission konnte nun ein direkter Beweis geliefert werden. Die Wassergewinnung auf dem Mond ist nicht nur für die Versorgung der zukünftigen Astronautinnen und Astronauten wichtig. Aus dem Wasser lässt sich auch Treibstoff herstellen und somit kann der Mond zur Startplattform für bemannte Missionen zu anderen Planeten werden. Zunächst möchte die Volksrepublik China gemeinsam mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos eine Station auf dem Mond errichten. Die Pläne dafür haben sie vor Kurzem veröffentlicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Reddit
IT-Arbeiter automatisiert seinen Job angeblich vollständig

Ein anonymer Entwickler will unbemerkt seinen Job vollständig automatisiert haben. Dem Arbeitgeber sei dies seit einem Jahr nicht aufgefallen.

Reddit: IT-Arbeiter automatisiert seinen Job angeblich vollständig
Artikel
  1. Deutsche Telekom: iPads für mehr als 400.000 Schüler in Rheinland-Pfalz
    Deutsche Telekom
    iPads für mehr als 400.000 Schüler in Rheinland-Pfalz

    Rheinland-Pfalz beschafft iPads für 1.660 Schulen. Die Ausschreibung hat die Deutsche Telekom gewonnen. Auch Notebooks gibt es.

  2. Bundesservice Telekommunikation: Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?
    Bundesservice Telekommunikation  
    Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?

    Die IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann hat eine dubiose Bundesbehörde ohne Budget entdeckt. Reicht das für einen Wikipedia-Artikel?

  3. Elektroauto: VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar
    Elektroauto
    VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar

    Der e-Up gehörte 2021 zu den meistgekauften Elektroautos. Nun will VW den Kleinwagen wieder verfügbar machen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 12GB bei Mindfactory • MindStar (u.a. GTX 1660 6GB 499€) • Sony Kopfhörer&Lautsprecher zu Bestpreisen • RTX 2060 12GB 569€ • Bosch Professional zu Bestpreisen • Luftreiniger ab 159,99€ • WSV bei MediaMarkt • RX 6900 16GB 1.499€ [Werbung]
    •  /