Chandrayaan-3: Indiens Flug zum Mond
Russland entfernte sich durch den Angriffskrieg auf die Ukraine vom Westen auch in der Raumfahrt. Nur noch auf der Internationalen Raumstation ISS wird zusammengearbeitet. China konnte dagegen nie Fuß auf der ISS fassen – die USA wollen nicht mit China kooperieren.
Das Weltraumrennen zwischen den USA und China ist somit in vollem Gange. Indien könnte ein stabilisierender Faktor in der Mitte zwischen einerseits China und Russland und andererseits den USA, Kanada, Europa und Japan sein – und das nicht nur in der Raumfahrt.
In diesem Sommer fliegt Indien also wieder zum Mond und erneut wird das Land eine Mondlandung anstreben. "Wir wissen, wie man zum Mond fliegt. Wir müssen nur noch lernen, wie man landet. Und das muss nach bestem Wissen und Gewissen fehlerfrei sein", erklärte Sreedhara Panicker Somanath vor einem Jahr dem Nachrichtensender NewsX. Somanath ist der Vorsitzende der indischen Raumfahrtbehörde Isro.
Die Mission soll am 14. Juli 2023 um 11:05 Uhr (MESZ) vom indischen Raumhafen Satish Dhawan Space Centre aus starten. Er befindet sich auf der südindischen Insel Sriharikota. Eine Rakete des Typs LVM3 (Launch Vehicle Mark 3, vormals GSLV Mk III) soll die Raumsonde in den Weltraum befördern. Den Mond soll das Raumfahrzeug nicht vor dem 23. August 2023 erreichen.
Wie bei der Vorgängermission soll auch diesmal ein polnahes Landegebiet angesteuert werden. Die Landestelle befindet sich auf der erdzugewandten Seite des Mondes zwischen den beiden Kratern Manzinus C und Simpelius N. Sie sind östlich des Mondsüdpols zu finden.
Die Missionsdauer soll einen Mondtag andauern – also 14 Erdentage -, da die Geräte des Landefahrzeugs nicht dafür ausgelegt sind. Während einer Mondnacht herrschen Temperaturen von -160 Grad Celsius auf der Oberfläche des Trabanten.
Bereits bei der Vorgängermission kam ein Vikram-Lander zum Einsatz, nur wurden diesmal einige Verbesserungen vorgenommen. Das Fahrzeug verfügt nun über mehrere redundante Instrumente für die Messung des Abstands zum Boden. Zudem kann das Fahrzeug in seiner letzten Abstiegsphase besser Hindernissen ausweichen. Neben der verbesserten Software wurden auch die Landebeine der Sonde verstärkt. Die Isro möchte ein erneutes Scheitern so gut wie möglich verhindern.
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