Chandrayaan 3: Indiens Mondmission verschiebt sich auf 2023

Eigentlich wollte die indische Weltraumbehörde dieses Jahr auf der Mondoberfläche landen. Die Raumfahrt-Mission verzögert sich nun aber.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine künstlerische Darstellung des Landemoduls der Chandrayaan-3-Mission, die auf der Mondoberfläche landen soll.
Eine künstlerische Darstellung des Landemoduls der Chandrayaan-3-Mission, die auf der Mondoberfläche landen soll. (Bild: Indian Space Research Organisation)

Indiens nächste Mondmission verschiebt sich. Mit der Chandrayaan-2-Mission der indischen Weltraumforschungsorganisation ISRO sollte 2019 das erste indische Landefahrzeug auf der Mondoberfläche landen. Der Versuch scheiterte letztendlich auf den letzten Metern, als man die Kontrolle über die Schubkraft des Raumfahrtzeuges verloren hatte.

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Mit der Chandrayaan-3-Mission sollte im August 2022 einen neuer Versuch gestartet werden. Doch der Start verschiebt sich nun auf voraussichtlich 2023, wie der Leiter der indischen Raumfahrtbehörde mitteilte. Gegenüber dem indischen Nachrichtensender NewsX erklärte Sreedhara Panicker Somanath, dass sich die Mondlandefähre Chandrayaan 3 in der Montagephase befinde.

Änderungen im Antriebssystem

"Derzeit testen wir das Antriebssystem, weil wir beim letzten Mal ein Problem damit hatten", so Somanath gegenüber dem Nachrichtensender. Dabei bezieht er sich auf den Vikram Lander der Chandrayaan-2-Mission. Für die aktuelle Mission habe man das Antriebssystem überarbeitet und nun werde es im Flüssigkeitsantriebszentrum in Mahendragiri getestet: "Die Teams testen die Integration der Antriebs-, Computer- und Sensorsysteme."

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Die bisherigen Tests verliefen zwar gut, dennoch wolle man bei ISRO sichergehen: "Wir wissen, wie man zum Mond fliegt", so Somanath und fügt hinzu: "Wir müssen nur noch lernen, wie man landet. Und das muss nach bestem Wissen und Gewissen fehlerfrei sein."

Wenn der Start dann tatsächlich in 2023 erfolgt, soll Chandrayaan 3 wie sein Vorgänger ein polnahes Landegebiet ansteuern. Anschließend soll die Mission einen vollen Mondtag auf der Mondoberfläche operieren - das entspricht vierzehn Erdentagen. Für die ungefähr -160 Grad Celsius während der Mondnächte seien das Landefahrzeug sowie der Mondrover nicht konzipiert, so Somanath. Einen Orbiter soll es während dieser Mission nicht geben.

Mondlandungen über Mondlandungen

Wenn Indien die Mondlandung im nächsten Jahr gelingt, wäre es das vierte Land, das erfolgreich auf der Mondoberfläche landet. Am 3. Februar 1966 landete die damalige Sowjetunion als erstes Land mit ihrer Luna-9-Mission erfolgreich auf dem Mond. Am 2. Juni desselben Jahres setzten die Vereinigten Staaten ihre Sirveyor-1-Mission sicher und sanft auf der Mondoberfläche auf. Erst 2013 erfolgte die sichere Landung der chinesischen Chang'e-3-Mission.

Doch bevor Indiens Raumfahrtbehörde zum Trabanten aufbricht, könnten die ersten privaten Raumfahrtunternehmen auf unserem Nachbarn landen. Astrobotic oder auch Intuitive Machines planen ebenfalls Missionen zum Mond.

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