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Chancenlos: Roboter trickst noch schneller bei Schere, Stein, Papier

Dieser Roboter lässt dem Menschen keine Chance: Er erkennt beim Spiel Schere, Stein, Papier die Geste, noch während der Mensch sie formt.
/ Werner Pluta
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Janken-Roboter: Beispiel für Mensch-Maschine-Kooperationssysteme (Bild: Ishikawa-Oku-Labor)
Janken-Roboter: Beispiel für Mensch-Maschine-Kooperationssysteme Bild: Ishikawa-Oku-Labor

Dieser Roboter schummelt schneller: Die Wissenschaftler vom Ishikawa-Oku-Labor(öffnet im neuen Fenster) an der Tokioter Universität haben einen neuen Roboter entwickelt, der noch schneller bei Schere, Stein, Papier ist als sein Vorgänger.

Roboter gewinnt immer bei Stein Schere Papier
Roboter gewinnt immer bei Stein Schere Papier (00:57)

Der Janken-Roboter(öffnet im neuen Fenster) – die Bezeichnung kommt von Jan-ken-pon, wie Schere, Stein, Papier(öffnet im neuen Fenster) in Japan heißt – besteht aus einer Roboterhand mit drei Fingern und einer Hochgeschwindigkeitskamera. Mit der erkennt der Roboter in Bruchteilen von Sekunden, welche der drei Gesten die menschliche Hand formt und kann entsprechend darauf reagieren.

Schon gegen den ersten Janken-Roboter, den die Japaner im vergangenen Jahr vorgestellt haben, hatte der Mensch praktisch keine Chance. Der neue ist noch einmal deutlich schneller.

Zu schnell für das Auge

Der erste Roboter war noch auf die Schwäche der menschlichen Wahrnehmung angewiesen: Er erkannte die menschliche Hand, analysierte sie und formte dann seine Geste. Das dauerte etwa 20 Millisekunden. Er war also 20 Millisekunden nach dem Menschen fertig. Zu schnell, als dass sein menschlicher Gegner das erkennen konnte: Unser Sehapparat braucht etwa 30 bis 60 Millisekunden.

Erster Janken-Roboter aus dem Jahr 2012
Erster Janken-Roboter aus dem Jahr 2012 (01:00)

Der neue Janken-Roboter reagiert noch schneller: Er erkennt schon während des Formens der menschlichen Hand, was etwa 60 Millisekunden dauert, die Geste und kann reagieren. Er ist damit "fast zur gleichen Zeit" wie der Mensch fertig.

Hundertprozentige Gewinnquote

Der Mensch hat jetzt also nicht einmal mehr die theoretische Chance, zu erkennen, dass der Roboter schummelt. Damit haben die Japaner ihr Ziel erreicht: Sie wollten, schrieben sie 2012(öffnet im neuen Fenster) , einen Schere-Stein-Papier-Roboter "mit einer hundertprozentigen Gewinnquote als ein Beispiel für Mensch-Maschine-Kooperationssysteme" entwickeln.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Systems zur Steuerung der Kooperation mit einer sehr kurzen Reaktionszeit. Es könnte eine Zusammenarbeit von Mensch und Roboter ermöglichen.


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