Abo
  • Services:
Anzeige
Zwischensequenz von Champions of Anteria
Zwischensequenz von Champions of Anteria (Bild: Golem.de)

Champions of Anteria im Kurztest: Witzige Helden statt wuselige Siedler

Zwischensequenz von Champions of Anteria
Zwischensequenz von Champions of Anteria (Bild: Golem.de)

Es sollte das nächste Spiel in der Siedler-Reihe werden - doch nun ist Champions of Anteria ein etwas wirrer Mix aus Aufbau-, Echtzeit- und Rundenstrategie für PC-Einzelspieler. Immerhin: Das Programm von Blue Byte zeigt Humor und nimmt sich selbst nicht allzu ernst.

Manchmal läuft es anders als erwartet. Dann steht man im Pranger am Dorfplatz - wie der Erzähler in Champions of Anteria. Aber auch für das Strategiespiel selbst ist die Sache anders gelaufen als ursprünglich vom Entwickler Blue Byte geplant. 2014 wurde es als Die Siedler: Königreiche von Anteria angekündigt. Was genau dann während der Produktion passiert ist, kann nur spekuliert werden. Jetzt ist Champions of Anteria jedenfalls ganz ohne Bezug zu den Siedlern erschienen.

Anzeige

Stattdessen stehen fünf Helden im Mittelpunkt, die im Verlauf der Einzelspielerkampagne das Königreich Anteria erobern und den Supermagier Kalen Daark besiegen müssen. Die Handlung wird in gezeichneten und mit der Stimme des Manns im Pranger unterlegten Zwischensequenzen erzählt. Das Ganze ist rustikal-lustig aufbereitet: Unterdrückte Dorfbewohner drohen schon mal mit ihrem Boss oder dem großen Bruder, dazu kommen immer wieder Anspielungen auf Bier - damit macht man im Grunde ja nie was falsch.

Das eigentliche Gameplay findet auf zwei Ebenen statt. Eine davon ist eine Weltkarte, auf der Spieler das nächste zu erobernde oder zu verteidigende Gebiet auswählen - und zwar rundenweise, denn die Helden können pro Tag nur eine Mission absolvieren. Über die Weltkarte baut der Spieler außerdem sein Städtchen aus.

  • Die Echtzeit-Kämpfe lassen sich jederzeit pausieren. (Screenshot: Golem.de)
  • Auf der wunderschönen Weltkarte sieht der Spieler das Königreich Anteria. (Screenshot: Golem.de)
  • Wie Ihr seht, sitzt der Erzähler ziemlich in der Klemme. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch bei Schnee und Eis wird gegen Monster gekämpft. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Gebiet mit dem Schloss des Spielers wird nach und nach erweitert. (Screenshot: Golem.de)
  • Maximal drei Helden kämpfen mit ihren Elementen gegen die Feinde. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei der Apothekerin lassen sich Heiltränke und anderen hilfreiche Extras herstellen. (Screenshot: Golem.de)
  • Vor dem Einsatz wählt der Spieler seine drei Helden. (Screenshot: Golem.de)
  • Kämpfe gegen Riesenspinnen sind besonders herausfordernd. (Screenshot: Golem.de)
Die Echtzeit-Kämpfe lassen sich jederzeit pausieren. (Screenshot: Golem.de)

Wer jetzt an Siedler denkt: Der Bau in Anteria bietet nur wenige Optionen. Spieler müssen die Steinmerzhütte oder das Haus des Wasserträgers an eine von mehreren vorgegebenen Stellen platzieren - möglichst so, dass die Arbeiter ihre jeweiligen Ressourcen schnell erreichen. Sehr viel mehr ist nicht zu tun, einen komplexen Wirtschaftskreislauf oder Ähnliches gibt es nicht.

Die meiste Zeit verbringt der Spieler allerdings mit den Helden in Echtzeit-Kämpfen. Schön: Die Gefechte sind jederzeit per Leertaste pausierbar, so dass man in Ruhe die nächsten Befehle erteilen kann. Nicht so schön: Manchmal hakelt die Pausenfunktion, dann werden Kommandos offenbar zu früh oder gar nicht ausgeführt. Vermutlich sind das Bugs, aber ganz sicher sind wir da nicht, denn das Kampfsystem wirkt merkwürdig überkompliziert. So können die drei aktiven Helden bestimmte Befehle aneinanderreihen, dazu noch Extras wie magische Selbstschussanlagen bauen.

Zu allem Übel muss der Spieler auch noch auf Elemente achten. Jeder der insgesamt fünf Helden steht für eines: Der Krieger Vargus etwa für Metall, der Priester Anslem für Blitz. Die meisten etwas größeren Gegner sind für ein Element besonders anfällig und gegen ein anderes fast immun. In der Praxis führt das unter anderem dazu, dass Gefechte gegen wenige Gegner viel zu einfach sind, während es in größeren Schlachten unübersichtlich zugeht, zumal Feinde in dichtem Getümmel auch bei gedrückter Pausentaste oft schwierig zu erkennen sind.

Verfügbarkeit

Plattform: Windows-PC - Kopierschutz Uplay (Handelsversion), Steam und Uplay (Downloadversion Steam). Preis: 30 Euro. Sprache: Deutsch. USK: Freigabe ab 12 Jahren.

Fazit: Plus und Minus

+ stimmige Grafik und sehr schöne Animationen
+ interessante, originell erzählte Handlung
+ Humor und Selbstironie
+ eigentlich interessantes Genremix-Konzept

- Kampf, Welt und Aufbau unübersichtlich verbunden
- Kämpfe unübersichtlich
- Elemente-System nervt
- Aufbaupart spielerisch ziemlich uninteressant
- kleine, aber ärgerliche Bugs


eye home zur Startseite
ibsi 01. Sep 2016

Spellforce war super. Da kommen Erinnerungen hoch :D

Milber 01. Sep 2016

... als "witzige" Figuren in Computerspielen oder Filmen. Nein, ich habe nichts gegen...

Unix_Linux 01. Sep 2016

.... Mal was anderes als der, ego Shooting, rpg grinding, 3rd Person deckungschooter...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. UCM AG, Rheineck (Schweiz)
  2. ETAS GmbH & Co. KG, Stuttgart
  3. Stadtwerke München GmbH, München
  4. Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt am Main


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-80%) 4,99€

Folgen Sie uns
       


  1. A350-1000

    Airbus' größter zweistrahliger Jet wird ausgeliefert

  2. Flightsim Labs

    Flugsimulator-Addon klaut bei illegalen Kopien Passwörter

  3. Entdeckertour angespielt

    Assassin's Creed Origins und die Spur der Geschichte

  4. Abwehr

    Qualcomm erhöht Gebot für NXP um 5 Milliarden US-Dollar

  5. Rockpro64

    Bastelplatine kommt mit USB-C, PCIe und Sechskernprozessor

  6. Jameda

    Ärztin setzt Löschung aus Bewertungsportal durch

  7. Autonomes Fahren

    Forscher täuschen Straßenschilderkennung mit KFC-Schild

  8. Fernsehstreaming

    Magine TV zeigt RTL-Sender in HD-Auflösung

  9. TV

    SD-Abschaltung bei Satellitenfernsehen steht jetzt fest

  10. PM1643

    Samsung liefert SSD mit 31 TByte aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Black Panther: Spezialeffekte für Hollywood aus Berlin
Black Panther
Spezialeffekte für Hollywood aus Berlin
  1. Portal Facebook plant zwei smarte Lautsprecher mit Display
  2. Roli Blocks im Test Wenn der Kollege die Geige jaulen lässt
  3. Kaputtes Lizenzmodell MPEG-Gründer sieht Videocodecs in Gefahr

Flexispy: Wir lassen uns Spyware installieren
Flexispy
Wir lassen uns Spyware installieren
  1. Router und Switches Kritische Sicherheitslücke in Cisco ASA wird ausgenutzt
  2. Olympia 2018 Mutmaßlicher Crackerangriff bei Eröffnung in Pyeongchang
  3. Schweiz 800.000 Kundendaten von Swisscom kopiert

Toshiba-Notebooks: Reverse-Engineering mit Lötkolben und Pseudocode
Toshiba-Notebooks
Reverse-Engineering mit Lötkolben und Pseudocode
  1. Staatstrojaner Finspy vom Innenministerium freigegeben
  2. Adobe Zero-Day in Flash wird ausgenutzt
  3. Shodan + Metasploit Autosploit macht Hacken kinderleicht und gefährlich

  1. Re: Das Produkt ist tot!

    stschindler | 03:20

  2. Re: Recht von Jameda

    bentol | 02:59

  3. Re: Damit man die Pimmelpickel erkennt ?

    wire-less | 02:57

  4. CPU Temp bei 93°C? Standart bei HP...

    Emoticons | 02:15

  5. Re: Airbus für mich ein NoGo

    masel99 | 02:00


  1. 23:10

  2. 17:41

  3. 17:09

  4. 16:32

  5. 15:52

  6. 15:14

  7. 14:13

  8. 13:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel