CHA-Prozessor: Benchmarks von Centaurs letzter CPU

Vor der Übernahme durch Intel hatte Centaur am CHA-Design gearbeitet. Die Benchmarks eines versteigerten CPU-Prototyps sind aufschlussreich.

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Der CHA-Prozessor von Centatur
Der CHA-Prozessor von Centatur (Bild: @brutuscat2)

Centaur Technology ist nicht mehr - der Prozessorentwickler wurde im November 2021 vom Mutterkonzern Via Technologies an Intel verkauft. Im Zuge dessen wurde das Equipment am Austin-Standort versteigert, darunter auch CPU-Prototypen. Was ein solcher zu leisten imstande ist, zeigen Benchmarks des Prozessors.

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Ein Vorserienmodell des CHA-Chips wurde von @brutuscat2 erworben, das SoC läuft mit 2,2 GHz etwas unter den einst von Centaur anvisierten 2,5 GHz. Das CHA-Design umfasst acht x86-Kerne mit CNS-Technik und einen Ncore genannten AI-Beschleuniger. Es wurde im 16FFC-Verfahren (Finfet Compact) von TSMC produziert.

Der Prozessor saß für die Tests in einer LGA-Fassung auf einer Platine mit 64 GByte DDR4-Speicher, er unterstützt ein Quadchannel-Interface. Die Leistung eines einzelnen x86-CNS-Kerns bei 2,2 GHz fällt gering aus, sie bewegt sich im Cinebench R23 und im Geekbench 5 nur auf dem Niveau eines alten FX-8150 Bulldozer. Rechnen alle acht Kerne, schneidet der Centaur-Octacore (8C/8T) ebenfalls mäßig ab: Er ist dann vergleichbar mit einem Ryzen 3 3200G oder einem Core i5-6600, beide haben 4C/4T.

Via Technologies verkaufte auch IP an China

Allerdings muss man dem CHA-Modell zugutehalten, dass es vermutlich energieeffizienter als diese beiden Prozessoren ist und vor allem ein sehr großer Anteil des Chips für den Ncore-AI-Block genutzt wird. Dieser bleibt beim Cinebench R23 und beim Geekbench 5 inaktiv, der eigentliche Clou des Centaur-Designs liegt somit brach.

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Neben der Übernahme des Centaur-Teams in Austin hatte der Mutterkonzern Via Technologies im Oktober 2020 auch geistiges Eigentum (IP) an Zhaoxin veräußert, einen chinesischen Anbieter von x86-Prozessoren wie dem KX-U6780A (Test).

Möglich werden solche Chips durch ein Joint Venture zwischen Via und der Shanghai Alliance Investment Corporation, die zur Lokalregierung Shanghais gehört. Für 2022 sind neue Prozessoren seitens des staatlich unterstützten CPU-Herstellers angekündigt, Details nannte Zhaoxin keine.

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