CGI in Filmen: Disney will Deep Fakes gegen den Uncanny Valley nutzen

Ein Forscherteam bei Disney arbeitet an einer Kombination aus KI und traditioneller CGI. Gesichter sollen dadurch realistischer wirken.

Artikel veröffentlicht am ,
Disneys Forschungsprojekt kombiniert CGI mit KI-Software.
Disneys Forschungsprojekt kombiniert CGI mit KI-Software. (Bild: Disney)

Schon im Sommer 2021 wurde klar: Mit computergenerierten Gesichtstexturen mittels Deep Fakes will Disney weiter experimentieren. Die KI-Forschungsabteilung im Konzern hat nun eine Hybrid-Lösung vorgestellt. Diese soll mittels Deep Fakes und per Motion Capturing und manuell erstellter CGI wesentlich realistischer wirkende Gesichter erschaffen. Das System soll etwa auch existierende Gesichter mit künstlich erzeugter Mimik verändern können.

Der Deep-Fakes-Ansatz generiert dabei laut dem Magazin Unite.ai vor allem die Augen und Mundpartien von computeranimierten Gesichtern. Das Magazin bezieht sich auf ein Video von Disney. Besagte Partien gehören aktuell noch zu den großen Schwachstellen manueller CGI und müssen in teils langwieriger Arbeit von Künstlern Frame für Frame angepasst werden.

Dabei wird eine Hauttextur aus klassischer CGI generiert, die das Gesicht darstellen soll. Diese Textur verbindet Disney mit Nvidias StyleGAN2, einem auf Tensorflow basierendem Bildmodellierer. Das System generiert dann aus der Gesichtsmaske automatisiert zufällige passende Köpfe auf Basis diverser Parameter und aus einer vorgegebenen Datenbank an Bildern.

Weniger Uncanny Valley bei Augen und Mund

Beide Systeme kombiniert sollen vor allem den Effekt des Uncanny Valley minimieren, der computeranimierte und fotorealistische Menschen fast echt aussehen lässt. Das menschliche Gehirn erkennt aber weiterhin künstliche Merkmale in Gesichtern von CGI-Personen, was als unheimlich (englisch uncanny) wahrgenommen wird.

Dass Personen unecht erscheinen, erkennen Zuschauer wohl vor allem an Augen- und Mundpartien - inklusive Gebiss, Zunge und anderen Merkmalen. Aus diesem Grund fokussiert sich Disney auf diese Bereiche besonders.

Generative Adversarial Networks (GANs) wie Nvidias StyleGAN2 können allerdings auch sich ändernde Beleuchtungseffekte automatisch generieren. Gleiches gilt für Köpfe bei sich ändernder Kameraperspektive. Gerade in diesem Bereich treten die meisten Artefakte auf: Haare werden teils nicht konsistent generiert und verändern sich deshalb je nach Kameraposition merklich.

Das System ist deshalb auch noch lange nicht fertig entwickelt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Hotohori 01. Dez 2021

Das DeepFakes erstaunliche Resultate liefern und in kurzer Zeit immer besser und besser...

Dr. Nutella 01. Dez 2021

Hier ist der Typ, der das selber per Deekfakes gemacht hat: https://www.golem.de/news/cgi...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Programmiersprache
Das ändert sich in Go 1.20

Im Februar erscheint Go in der Version 1.20. Wir geben eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen.
Von Tim Scheuermann

Programmiersprache: Das ändert sich in Go 1.20
Artikel
  1. Kunst von der KI: MusicLM erzeugt ganze Songs nach Textvorgaben
    Kunst von der KI
    MusicLM erzeugt ganze Songs nach Textvorgaben

    Forscher von Google haben ein KI-Tool entwickelt, das Songs nach Wunsch produzieren soll. Die Öffentlichkeit darf es vorerst nicht benutzen.

  2. Arbeit im Support: Von der Kunst, Menschen und Technik zu jonglieren
    Arbeit im Support
    Von der Kunst, Menschen und Technik zu jonglieren

    Geht nicht, gibt's oft - und dann klingelt das Telefon beim Support. Das Spektrum der Probleme ist gewaltig und die Ansprüche an einen guten Support auch. Ein Leitfaden für (angehende) Supportmitarbeiter.
    Ein Ratgebertext von Lutz Olav Däumling

  3. Lara Croft im Fernsehen: Amazon plant Serie zu Tomb Raider
    Lara Croft im Fernsehen
    Amazon plant Serie zu Tomb Raider

    Lara Croft könnte nach mehreren Spieleverfilmungen zur Fernsehheldin werden. Das Drehbuch dazu soll Phoebe Waller-Bridge schreiben.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung 980 PRO 1TB Heatsink 111€ • Patriot Viper VPN100 2TB 123,89€ • Corsair Ironclaw RGB Wireless 54€ • Alternate: Weekend Sale • WSV bei MediaMarkt • MindStar: XFX RX 6950 XT 799€, MSI RTX 4090 1.889€ • Epos Sennheiser Game One -55% • RAM-/Graka-Preisrutsch [Werbung]
    •  /