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CF-AX2 im Test: Dünnes Toughbook mit Notfallakku und nerviger Tastatur

Ein Toughbook mit nur 1,1 kg und guter Ausstattung: Wir wären gern von Panasonics robustem Ultrabook CF-AX2 begeistert gewesen. Im Test haben wir uns aber über vermeidbare Fehler geärgert. Vor allem die Tastatur trieb uns fast in den Wahnsinn.
/ Andreas Sebayang
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Panasonics kleines Toughbook ist sowohl ein Notebook als auch ein Windows-Tablet. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
Panasonics kleines Toughbook ist sowohl ein Notebook als auch ein Windows-Tablet. Bild: Nina Sebayang/Golem.de

Toughbooks gelten als robust, sind in der Regel aber unhandlich. Panasonics CF-AX2 ist anders: Es fällt sogar unter die Ultrabooks und gehört damit zu den wenigen robusten Notebooks, die dünn sind und gleichzeitig den Ansprüchen von Geschäftskunden genügen, die häufig unterwegs sind. Mit einer besonderen Akkukonstruktion, der Tabletfähigkeit, die Lenovos Ideapad Yoga ähnelt , und vielen Detailelementen macht Panasonic einiges anders als die meisten Konkurrenten.

Panasonic Toughbook CF-AX2 – Test
Panasonic Toughbook CF-AX2 – Test (02:38)

Die Hardware ist wie für Geschäftskundengeräte typisch nicht ganz aktuell. Die Innenausstattung entspricht beim hier getesteten CF-AX2 also dem älterer Ivy-Bridge-Ultrabooks: Es stecken ein Core i5-3427U(öffnet im neuen Fenster) mit 1,8 und via Turboboost 2,8 GHz im Gehäuse. Das Display hat eine Diagonale von 11,6 Zoll und besitzt 1.366 x 768 Pixel. Für Japan hat Panasonic bereits das Toughbook CF-AX3 mit Haswell-Prozessor und verbesserter Ausstattung angekündigt, das hierzulande wohl erst zum Jahresende auf den Markt kommt.

Anders als in Japan ist Panasonic auf dem deutschen Markt kaum noch mit regulären Notebooks vertreten. Das Hauptgeschäft sind in Deutschland Notebooks in der Ausführung Fully- und Semi-Ruggedized. Mit dem in ein Tablet verwandelbaren Notebook CF-AX2 will Panasonic nun auch hier wieder ein leichtes Notebook für die Aktentasche anbieten – eine Ausnahme in seinem Produktportfolio.

Stabile und widerstandsfähige Konstruktion

Die Konstruktion des AX2 macht einen äußerst robusten Eindruck. Panasonic setzt überwiegend auf Härte und verfolgt damit einen ganz anderen Ansatz als andere Hersteller, die ihre Geräte absichtlich flexibel machen, damit sie Stöße besser abfangen können. Die Basis des Ultrabooks lässt sich kaum verbiegen. Nur das Display gibt ein wenig nach. Dadurch soll es nicht so empfindlich auf punktuellen Druck reagieren wie flexible Geräte.

Das CF-AX2 ist dennoch nicht das, was gemeinhin unter einem Toughbook verstanden wird. Es hat keine zentimeterdicken Schutzschichten, keine hässlichen Gummipuffer und kein Design, das eher in einen Baumarkt gehört als in die Tasche eines Anwenders. Zudem haben sogenannte Fully Ruggedized Notebooks ein enormes Gewicht, was für dieses Gerät ebenfalls nicht gilt.

Stabil und trotzdem flach

Panasonics CF-AX2 ist einigermaßen dünn (21 mm mit Füßen, 18 mm ohne), leicht (1,14 kg) und handlich. Trotzdem ist die Konstruktion so stabil, dass der Anwender das Notebook an der Ecke des Displaydeckels mit Zeigefinger und Daumen greifen und schwungvoll durch die Gegend tragen kann. Mit anderen Notebooks wie dem von uns getesteten Sony Vaio Pro 11 und dem ebenfalls als robust geltenden Toshiba Portégé Z830/Z930, die wir beide als Arbeitsgeräte in der Redaktion haben, sollte man das lieber nicht machen. Diese Notebooks folgen dem Ansatz: Robustheit durch Flexibilität, was allerdings die Bruchgefahr erhöht.

Doch auch Panasonics Ansatz hat Grenzen. Das ganze Notebook-Gewicht in der Waagerechten auf einer Ecke zwischen zwei Fingern lasten zu lassen, haben wir uns dann doch nicht getraut. Das ist aber auch nicht nötig, denn es ist nicht nur anstrengend, sondern es macht in der Praxis auch niemand. Der Anwender nutzt in so einem Fall automatisch die ganze Hand, um die Last zu verteilen, was den Bildschirm wiederum entlastet. Den Namen Toughbook trägt das Gerät unserem Eindruck nach zurecht, auch wenn ein destruktiver Test bei dem Gerät keine gute Idee ist. Die großen Toughbooks können und müssen viel mehr aushalten.

Die Lautsprecherposition in der Konstruktion ist nicht ideal und die Tonerzeugung an sich nicht zum Abspielen von Musik geeignet. Zudem hat der Lüfter bei unserem Gerät recht heiße Luft ausgeblasen und ratterte in einigen Positionen. Wer das Gerät anhebt, stellt zudem fest, dass der Lüfter während einer Bewegung langsamer dreht und erst bei Ruhe wieder beschleunigt. Vermutlich soll so bei Stürzen eine Beschädigung des Lüfters vermieden werden.

Ein Ultrabook mit umfassender Ausstattung

Die Ausstattung des Notebooks ist umfassend. Auffällig sind die vielen externen Bedienungselemente. Es gibt beispielsweise einen Flugmodus-Schiebeschalter, der viel schneller bedient werden kann als die Funktion unter Windows 8. Für die Lautstärke gibt es zwei Tasten, und der An- und Ausschalter ist nicht einfach ein Knopf, sondern ein Schiebeschalter. Trotz Außenposition wird damit die Fehlbedienung minimiert. Ein Druck in der Tasche schaltet das Notebook nicht ein. Der Hold-Knopf, der die gesamte Tastatur deaktiviert, ist zudem leicht versenkt. Er ist wichtig, wenn das Notebook nicht komplett in eine Tabletposition gebracht wird. Zwar erkennt das Notebook die Tabletposition des Gelenks, aber einige Zwischenstufen, die etwa für Präsentationen praktisch sind, arbeiten sonst mit aktiver Tastatur.

Bei den Anschlüssen ist Panasonic erfreulich gut. Externe Bildschirme können per HDMI angeschlossen werden. Bei Geschäftskundengeräten sind aber Displayport-Anschlüsse häufiger zu finden. Da der Analogausgang separat ist, ist das aber kein großer Nachteil. Projektoren mit langen Kabelwegen schließt der Anwender nämlich per VGA an der linken Seite an. Dazu hat das Gerät eine Gigabit-Ethernet-Buchse (RJ45, Intel), die bei Ultrabooks selten ist. Der SDXC-Kartenleser hat sogar eine Zugriffs-LED. Das ist sehr praktisch, um zu beurteilen, ob ein Datentransfer wirklich abgeschlossen wurde.

Fürs Projektgeschäft gibt es noch einen Platz für einen Smartcard-Reader, der bei unserem Testmuster fest mit einem Spacer verschlossen war. Zwei USB-3.0-Anschlüsse auf der rechten Seite gehören ebenfalls zur Ausstattung. Einer davon kann als Aufladeanschluss in den Systemeinstellungen (Panasonic Dashboard) definiert werden. Auch wenn es ausgeschaltet ist, lädt das Notebook dann beispielsweise ein Smartphone auf. Einen Headset-Anschluss gibt es leider nicht. Es gibt dafür je einen separaten Mikrofoneingang und Stereoaudioausgang.

Mobilfunkmodem mit guter Frequenzabdeckung

Im Inneren setzt sich die gute Ausstattung meist fort. Dual-Band-WLAN (Intel 6205) ist vorhanden. Für Peripherie hat das Notebook Bluetooth 4.0. Es gelang uns allerdings nicht, eine Low-Energy-Maus zu koppeln. Unter dem Akkuschacht befindet sich ein kleiner Schacht für die SIM-Karten der 2. Generation (2FF), die derzeit am weitesten verbreitet sind. Der Schacht ist sehr unscheinbar. Eine kleine Beschriftung, wie herum die Karte eingelegt werden muss, fehlt. Das wäre insbesondere deswegen hilfreich, weil die SIM-Karte bei uns erst nach einem Neustart erkannt wurde.

Das Modem ist ein Sierra Wireless MC8305. Laut Datenblatt beherrscht es HSPA+ bis 14 MBit/s und auch EV-DO (CDMA) mit 3 MBit/s, was für Reisen in die USA oder Japan wichtig ist, will man sich nicht nur auf AT&T und den AWS-Band-Betreiber T-Mobile USA verlassen. Das MC8305 gehört zudem laut Datenblatt(öffnet im neuen Fenster) zu den wenigen Modems, die das AWS-Band beherrschen, bei dem zwei weit voneinander entfernte Frequenzen benötigt werden. Neben AWS werden im W-CDMA-Bereich auch 850, 900, 1.900 und 2.100 MHz unterstützt. Zusammen mit CDMA und Quadband-GSM lässt sich das Modem damit in sehr vielen Bereichen der Erde einsetzen.

Trotz der guten Ausstattung hat Panasonic an einigen Stellen zuviel gespart. Der Arbeitsspeicher mit 4 GByte ist für ein 2.000-Euro-Gerät knapp bemessen. Dasselbe gilt für die nur 128 GByte fassende SSD. Mit der Tastatur und dem Bildschirm waren wir im Test besonders unzufrieden, denn die machen das eigentlich vorbildliche Konzept zunichte.

Tastatur und Bildschirm gehören zum Schlechtesten auf dem Markt

Die Tastatur gehört zu den schlechtesten, die wir kennen. Vielschreiber müssen sich stark umgewöhnen. Schon die ersten Sätze nach dem Auspacken fallen extrem schwer, insbesondere Blindschreiben. Das wird mit der Zeit leider nicht besser. Wir haben uns nur mit Mühe an die zu kleine Umschalttaste auf der rechten Seite gewöhnt. Viel zu oft trafen wir stattdessen die Cursor-Taste nach oben. Besonders nervig sind zudem die kleine Leertaste und die allgemein zu kleinen Tasten. Obendrein folgt die Tastatur eher einem typischen US-Layout mit einer verkleinerten Enter-Taste und darüberliegenden Tasten. Manche Tasten sind schlicht an der falschen Stelle. Dazu gehören etwa die spitzen Klammern, die neben der Leertaste liegen. Beim Markieren von Text und dem anschließenden Versuch, Alt-Tab zu drücken löschten wir regelmäßig den gerade markierten Text und ersetzten ihn durch eine spitze Klammer.

Dabei ist diese Minitastatur anscheinend gar nicht nötig, weil rechts und links und auch nach unten genug Platz für eine größere Tastatur ist. Laut Panasonic wird dieser Platz aber für die Stabilität benötigt. Es ist offenbar ein Kompromiss, den Panasonic eingehen musste. Wir hoffen, dass der Nachfolger für Europa eine deutlich bessere Tastatur bekommt.

Schreiben ist ermüdend

Auch beim Schreiben dieses Tests inklusive der Einbindung einiger Kommandos für unser Redaktionssystem mussten wir ständig auf die Tastatur schauen und griffen mit schöner Regelmäßigkeit daneben, was ungewöhnlich viel Frust beim Tippen erzeugte. Wir können mit der Touchscreen-Tastatur des CF-AX2 deutlich besser und ermüdungsfreier tippen als mit der physischen Tastatur. Selbst einige gewöhnungsbedürftige Netbook-Tastaturen, wie die des Dell Linux-Netbooks Inspiron Mini sind einfacher in der Handhabung. Zwei Seiten dieses Tests sind auf dem CF-AX2 in mühsamer Kleinarbeit entstanden und mussten im Nachgang trotzdem auf einem anderen Rechner korrigiert werden. Irgendwann nervte uns die Tastatur so sehr, dass wir die Probleme einfach hinnahmen und Schreibfehler nicht mehr korrigierten, denn auch die Korrektur ist wegen der seltsam positionierten Entfernen-Taste anstrengend.

Das Touchpad gehört dafür zu den besseren. Es hat separate Mausersatztasten und eine schön große Fläche. Leider gibt es bei den Windows-8-Gesten wie auch schon beim Vaio Pro keine ordentliche Fehlerkennung. Der versehentlich ausgelöste Taskwechsel gehört auch bei diesem Windows-8-Notebook zum Alltag. Trotz separater Maustasten ermöglicht auch Panasonics Touchpad nicht das Drücken zweier Maustasten gleichzeitig. Einige Gesten des Opera-Browsers setzen darauf. Das ist das erste Mal, dass wir diese sonst nur von tastenlosen Touchpads bekannte Einschränkung bei einem klassischen Touchpad sehen. Zugegebenermaßen ist das nur für wenige Nutzer ein Problem. Für Spieler ist das Notebook ohnehin nicht geeignet und Opera-Nutzer, die gleichzeitig die erweiterte Steuerung verwenden, sind eine sehr kleine Minderheit.

Display wie beim Billigtablet

Wer sich den Werbeprospekt des CF-AX2 anschaut, sieht auf dem Foto ein richtig schönes Display. Dort ist es blickwinkelstabil, bietet gute Schwarzwerte und Kontraste sowie kräftige Farben. Als wir das Gerät auspackten, wollten wir unseren Augen nicht trauen. Beim Nachstellen der in dem Prospekt dargestellten Winkel zeigt sich, wie schlecht der Bildschirm ist. Sogar innerhalb des TN-Bildschirmangebots gehört es zu den besonders schlechten Exemplaren. TN-Panel können durchaus vernünftige Farben wiedergeben. Panasonics TN-Panel kann das nicht.

Die Entscheidung für ein TN-Panel ist bei diesem Gerät an sich zu kritisieren. Das mag bei Arbeitsnotebooks noch in Ordnung sein, schließlich ist der Einblickwinkel halbwegs konstant. Doch für ein Convertible ist diese Displaytechnik absolut ungeeignet und auch ungewöhnlich. Fast alle Convertibles, die wir kennen, haben ein IPS-Panel, und der Nachfolger CF-AX3 bekommt tatsächlich auch eins, sogar mit höherer Auflösung als beim hier getesteten CF-AX2. Bei unserem Testmuster kann das Display nur hochkant halbwegs angenehm benutzt werden. Im Querformat muss der Nutzer, je nach Einblickseite, entweder mit sehr schwachen oder invertierten Farben arbeiten. Beides nervt beim Arbeiten und ist für ein 2.000-Euro-Tablet sehr verwunderlich.

Selbst bei idealem Einblickwinkel sind die Farben so schlecht, dass der Anwender lieber gar nicht versucht, Fotos zu begutachten. Es macht schlicht keinen Spaß, mit dem blassen Display zu arbeiten. Immerhin ist es entspiegelt. Doch richtig matt ist das Bild nicht und der Bildschirm ist nicht hell genug. Wer im Büro im Rücken ein helles Fenster hat, muss sich umsetzen, um Reflexionen zu vermeiden.

Akkulaufzeiten und Tausch des Akkus im laufenden Betrieb

Für ein Ultrabook ist die Akkukonstruktion in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich. Das CF-AX2 gehört zu den wenigen Ultrabooks mit austauschbarem Akku. Panasonic beweist hierbei, dass auch mit einem Tauschakku ein schlankes Design möglich ist. Der Austauschakku wird vorne eingesetzt. Dafür verzichtet Panasonic auf eine Keilform, die meist nur ein dünnes Notebook suggeriert. Der Akku ist vergleichsweise klein und leicht und bietet nur 30 Wattstunden. Im Notebook befindet sich außerdem ein fest verbauter Akku mit weiteren 15 Wattstunden. Laut Panasonic kann er nicht vom Anwender ersetzt werden, im Rahmen der immerhin dreijährigen Garantie wird aber getauscht.

Mit diesem 15-Wattstunden-Miniakku ermöglicht der Hersteller das Hot-Swapping der Batterie. Der Anwender tauscht also mitten im Betrieb den 30-Wh-Akku aus, ohne das System herunterzufahren, einen Upload zu unterbrechen oder irgendetwas speichern zu müssen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Anwender einen leeren Primärakku rechtzeitig bemerkt und nicht auch den Sekundärakku leerlaufen lässt. Da die Akkus 188 Gramm leicht und schön flach sind, kann der Anwender locker ein Paar davon mitnehmen. Er spart dann immer noch Gewicht, denn das 80-Watt-Netzteil wiegt mit 450 Gramm fast halb so viel wie das Ultrabook selbst.

Im Unterschied zu Kondensatoren kann der Notakku durchaus einige Zeit, selbst unter Last, überbrücken. Ohne den Hauptakku konnten wir immerhin zwei Stunden normal arbeiten. Das ist deutlich mehr, als für reinen Reservestrom zum Akkuwechsel notwendig wäre. Selbst wer die Notwendigkeit des Wechsels trotz rotleuchtender Warn-LED zunächst übersieht, hat viel Zeit für einen Austausch. Beim reinen Idle und niedriger Displaybeleuchtung reicht der Reserveakku für immerhin 3 Stunden und 27 Minuten.

Insgesamt kommt das System mit beiden Akkus ohne Last (niedrige Helligkeit, WLAN an) auf Laufzeiten von über 9 Stunden. Der Powermark 1.2 schätzt im Performance-Test 7 Stunden und 24 Minuten nach einer 81-Prozent-Messung mit mittlerer Helligkeit und aktivem WLAN. Wir mussten auf den Powermark 1.2 wechseln, da der Vorgänger keine Multiakkusysteme beherrscht. Die Ergebnisse sollen aber vergleichbar sein. Uns interessierte zusätzlich, welche Auswirkungen WWAN und volle Displayhelligkeit auf die Laufzeit haben. Hier kamen wir im Powermark-Test auf gute 6 Stunden und 21 Minuten. Das schlechte Display hat offenbar seine Vorteile. Unter Last mit Diablo 3, maximaler Helligkeit und einer zusätzlich angeschlossenen Maus reduziert sich der Wert auf die Ultrabook-typischen 2 Stunden (1:58). Der Anwender kann also durchaus mal ein Video rendern, wenn es trotz des schlechten Displays notwendig ist.

USB-Ladegerät für Ersatzakkus

Beim Entladen und Laden verhält sich das System so, wie wir es von Geschäftskundennotebooks gewohnt sind. Zuerst wird der austauschbare Hauptakku entladen und beim Laden wird der interne Notakku zuerst gefüllt. Zwei gut sichtbare LEDs an der Frontseite informieren über den Status der beiden Akkus.

Da das Aufladen mehrerer Akkus ziemlich umständlich mit nur einem Notebook ist, gibt es ein externes Ladegerät (CF-VCBAX11EA), das sogar per USB angeschlossen werden kann und dann einen Ersatzakku auflädt. Laut der Anleitung lädt das Ladegerät am Battery-Charge-Anschluss den Akku innerhalb von 6 Stunden auf. Über den normalen USB 3.0 dauert es 9 Stunden. Das ist damit eine ziemlich langwierige Prozedur.

Bei den Benchmarks gab es wenige Auffälligkeiten. Im Cinebench R11.5 (x64) erreichten wir im 3D-Test 15,53 BpS und im CPU-Test 2,57 Punkte. Für Diablo 3 reichte das nicht, das Spiel ruckelte ab und an. Allerdings ist das Toughbook CF-AX2 wegen des schlechten Displays ohnehin nicht zum Spielen geeignet. Die SSD ist mit 260 MByte/s beim Schreiben schnell genug für die meisten USB-3-Sticks. Daten werden mit maximal 450 MByte/s ausgelesen.

Überschaubare Konkurrenz für Panasonics Toughbook

Der Markt der robusten Notebooks ist eigentlich recht übersichtlich. Vor allem Panasonic bietet hier viele Geräte an, die sehr viel aushalten, aber auch nicht gerade als transportable Geräte gelten. Das Toughbook CF-AX2 ist eine Ausnahme im Programm der Japaner. Neben Panasonic sind im Markt für robuste Notebooks auch die Mitac-Tochter Getac sowie Dell mit einigen modifizierten Latitude-Notebooks vertreten.

Doch viele Notebooks auf dem Markt sind durchaus robuste Geräte. Im Geschäftskundenbereich haben vor allem HP, Lenovo und Dell einige Geräte im Angebot, die als robust gelten und unserer Erfahrung nach auch einiges aushalten.

Bei Lenovo ist das vor allem die X-Serie der Thinkpads, die ein ähnliches Format haben und mit etwa 1,5 kg vergleichsweise leicht sind. Allerdings ist ein Thinkpad der X-Serie deutlich dicker als Panasonics CF-AX2. Auch die T-Serie hält viel aus. Aufgrund des hohen Gewichts von über 2 kg ist aber vor allem das Halten am Display keine gute Idee. Dass ein Thinkpad grundsätzlich viel aushält, lässt sich leider nicht sagen. Dazu hat Lenovo in den letzten Jahren die Marke zu sehr in die unteren Preisbereiche ausgebaut.

Ebenfalls sehr robust sind die Elitebooks von HP, die vor allem durch ihren dicken Displaydeckel und ein hohes Gewicht auffallen. Schon die 12-Zoll-Geräte können um die 1,7 kg wiegen. Auch Dells Latitudes, selbst wenn es nicht die Ruggedized-Spezialversionen sind, können viel aushalten. Allerdings ist die Marke, wie beim Thinkpad, nicht so klar abgegrenzt. Eine Zeitlang gab es beispielsweise Latitude-Notebooks, die nur umgelabelte Vostro V13x-Notebooks waren.

Fazit und Verfügbarkeit von Panasonics Toughbook-Ultrabook

Toughbooks werden nur von wenigen Händlern gelistet und sind sehr teuer. Das ist beim Ulltrabook von Panasonic nicht anders. Wer eines haben will, zahlt für den Einstieg etwa 2.100 Euro mit Windows 8 Pro und einer dreijährigen Garantie.

Fazit

Es ist wirklich schade um das Gerät, aber mit der nervigen Tastatur und dem minderwertigen Bildschirm hat Panasonic sein eigentlich sehr gutes Konzept wieder zunichtegemacht. Zum ersten Mal haben wir entnervt wegen einer Tastatur aufgegeben und sogar lieber den Touchscreen zum Tippen genutzt, weil der komfortabler ist. Über den immerhin matten, aber trotzdem arg winkelabhängigen Bildschirm könnten wir noch hinwegsehen, denn die Vorteile von Panasonics Toughbook wiegen das durchaus auf, über die Tastatur leider nicht. Panasonic verteidigt die Konstruktion zwar und begründet sie mit der notwendigen Stabilität an der Seite, in der Praxis hilft das aber nicht weiter.

In fast allen anderen Bereichen empfinden wir die Idee eines Toughbooks im Ultrabook-Format als sehr gut. Es ist leicht, sehr gut ausgestattet, robust und damit genau das Richtige für den Geschäftskundenalltag und den ruppigen Umgang, wenn es gerade eilt. Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass Notebooks in zeitkritischen Situationen nicht gerade liebevoll behandelt werden. Allerdings verleitet eine stabile Konstruktion auch ein wenig zur Nachlässigkeit.

Begeistert sind wir von der Hot-Swap-Funktion des Akkus. Wir kennen das sonst nur in der 2-Kilo-Klasse und dabei ist der Zweitakku noch nicht eingerechnet. Es spricht nichts dagegen, für jeweils 188 Gramm nochmal 4 bis 5 Stunden Akkulaufzeit in die Tasche mit hineinzupacken und dafür das Netzteil zu Hause zu lassen. Auch die Ausstattung ist vorbildlich mit VGA und HDMI, Gigabit-Ethernet sowie dem Mobilfunkmodem. Das alles kostet zwar viel Geld und kommt leider mit einer sparsamen Speicherausstattung, doch dieses Geld wäre Panasonics Toughbook wert, wäre da nicht die unbrauchbare Tastatur.


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