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CES 2026: LG kündigt Haushaltsroboter mit Greifhänden an

LG will auf der CES 2026 einen Haushaltsroboter mit zwei beweglichen Armen und fünf Fingern pro Hand präsentieren.
/ Andreas Donath
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Der CLOiD-Roboter (Bild: LG)
Der CLOiD-Roboter Bild: LG

LG hat angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , seinen CLOiD-Roboter auf der Consumer Electronics Show im Januar 2026 vorzustellen. Bisher veröffentlichte das Unternehmen lediglich spärliches Bildmaterial, das die Hände des Roboters beim Greifen eines Handtuchs zeigt. Weitere Details will LG erst bei der offiziellen Präsentation nennen.

Was kann der Roboter? – Arme mit sieben Freiheitsgraden

Der CLOiD verfügt über motorisierte Arme mit jeweils sieben Freiheitsgraden. Diese Spezifikation deutet auf einen Bewegungsumfang hin, der menschlichen Armen ähnelt. Jede Hand besitzt fünf einzeln steuerbare Finger, was deutlich komplexere Objektmanipulation ermöglicht als einfache Greifer-Konstruktionen.

LG spricht von einem "breiten Spektrum" möglicher Haushaltsaufgaben. Konkrete Beispiele oder Demonstrationen tatsächlicher Arbeitsabläufe fehlen bislang. Die beiden veröffentlichten Bilder zeigen ausschließlich die Hände beim Umgang mit Stoff, was nahelegt, dass das Gerät Kleidungsstücke falten kann.

Das Design unterscheidet sich deutlich von LGs vorherigem Roboter-Modell aus dem Jahr 2024. Jenes frühere Modell hatte zwei Räder zur Fortbewegung und einen Griff am Kopf. Der neue CLOiD scheint hingegen mit seinen Händen mehr Fähigkeiten zu bieten.

Wie kommuniziert er? – Sprachsteuerung und Kamerasensoren

Im Kopf des Roboters befinden sich ein Prozessor-Chip sowie ein Display. Kamera, Sensoren und Lautsprecher ermöglichen Sprachinteraktion und Navigation. LG beschreibt diese Komponenten als Basis für "ausdrucksstarke Kommunikation" mit Nutzern.

Das Gerät nutzt LGs sogenannte "Affectionate Intelligence"-Technologie. Das Unternehmen bezeichnete diese zuvor als KI-gestützte Systeme, die Kundenbedürfnisse verstehen und darauf reagieren sollen. Eine praktische Umsetzung dieser Technologie im CLOiD wurde öffentlich noch nicht gezeigt.

Der Roboter kann sich vermutlich durch Wohnräume bewegen, um verschiedene Arbeitsbereiche zu erreichen. LG hat das Mobilitätssystem oder die Art der Fortbewegung bisher nicht gezeigt.

Warum ist das relevant? – Robotikfirmen wollen in den Haushalt

Mehrere Unternehmen entwickeln Roboter für den Haushalt. Boston Dynamics, Tesla und verschiedene Start-ups haben in den vergangenen Jahren humanoide Roboter angekündigt oder vorgeführt. Der Markt für Haushaltsroboter bleibt trotz jahrzehntelanger Forschung weitgehend unbearbeitet.

Frühere Versuche mit Haushaltsrobotern scheiterten an mangelnder Zuverlässigkeit, hohen Kosten und begrenzter Funktionalität. Viele als Haushaltshelfer vermarktete Geräte erledigen nur simple Aufgaben wie Staubsaugen oder Rasenmähen. Komplexere Manipulationsaufgaben erwiesen sich als schwer zuverlässig zu automatisieren.

Neben dem LG-Gerät soll auch ein weiterer Haushaltsroboter namens 1X Neo auf den Markt kommen – für 20.000 US-Dollar. Der Roboter soll irgendwann einmal den Geschirrspüler ein- und ausräumen können, den Nutzern Dinge aus dem Kühlschrank bringen und einen Lichtschalter betätigen können. Auch soll er Wäsche aufhängen, zusammenlegen und wegräumen, staubsaugen, Blumen gießen und ein Zimmer aufräumen können. Der Roboter muss allerdings erst trainiert werden. Anfangs werden Mitarbeiter des Unternehmens ihn aus der Ferne bedienen, um die zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen.


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