Unkrautbekämpfung: John Deere verbessert neue Maschinen für mehr Umweltschutz

Das Landwirtschafts- und Schwermaschinen-Unternehmen John Deere hat auf der Consumer Electronics Show 2023 (CES 2023) neue Technologien wie Exact Shot und See and Spray Ultimate präsentiert.
Damit sollen weniger Dünger und Unkrautbekämpfungsmittel versprüht werden. Auf der CES 2022 stellte John Deere bereits autonome Traktoren vor.
Unkrautvernichtung mit weniger Herbiziden
Im vergangenen Jahr wurde ein Update der See-and-Spray-Technologie (deutsch: Sehen und Sprühen) angekündigt. Dabei handelt es sich um einen Unkrautvernichter, bei dem künstliche Intelligenz eingesetzt wird, um zu erkennen, wann Unkraut gespritzt werden muss, und wann die Pflanzen nicht mit Herbiziden genannten Unkrautbekämpfungsmitteln besprüht werden sollten.
Die Maschine ist mit rund 126 Kameras ausgestattet, damit sie nicht über Menschen oder Tiere fährt, die sich eventuell auf den Mais-, Sojabohnen- und Baumwollfeldern aufhalten. Durch den präziseren Einsatz können in den USA bald statt 23 Millionen Litern Unkrautbekämpfungsmitteln nur acht Millionen Liter versprüht werden.
Intelligenter und umweltschützender düngen
Exact Shot soll 34 Millionen Samen pro Tag düngen können. Den Dünger soll die Maschine mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 Kilometern pro Stunde verteilen. Dadurch wird eine größere Fläche abgedeckt, und das Saatgut kann schneller und präziser gedüngt werden.
Laut dem Unternehmen muss die Nahrungsmittelproduktion um 60 bis 70 Prozent gesteigert werden, um die wachsende Weltbevölkerung ernähren zu können. Die Maschine soll den Dünger so präzise verteilen, dass sie alleine in den USA 93 Millionen Gallonen an Dünger einsparen könnte. Das entsprich in etwa 352 Millionen Litern. Dadurch könnten auch die Auswirkungen von auslaufendem Dünger auf die Grünflächen und die Wasserversorgung verringert werden, sagte Jahmy Hindman, Technischer Direktor (CTO) von John Deere.
Elektrische Zukunft
Die Landwirtschaftsmaschinen fahren mehr als zwölf Stunden pro Tag auf den Feldern. Dafür wird einiges an Treibstoff benötigt. Das Unternehmen will dem mit elektrischen Antrieben entgegenwirken. Doch laut Hindman wird die vollständige Elektrifizierung aller Fahrzeuge und schweren Maschinen andererseits zu mehr technischen Problemen und geringerer Zuverlässigkeit führen.
Deswegen setzt das Unternehmen auf eine Hybridlösung mit erneuerbaren Diesel- und Biokraftstoffen wie Ethanol. So sollen auch auch die Treibhausgasemissionen gesenkt werden. Die Netto-Null-Emission-Grenze bis 2030 oder 2050 wird damit zwar nicht erreicht, aber es ist ein Anfang. Unternehmen wie das US-Startup Amogy statteten einen John-Deere-Traktor mit einer alternativen Brennstoffzelle aus . Es gibt also auch andere Möglichkeiten, Diesel einzusparen.