Abo
  • Services:

Cern: Verlässlichkeit und Spaß mit freier Hardware

Hardware-Hersteller, die mit dem Cern zusammen arbeiten wollen, sollten besser umdenken: Um für mehr Sicherheit und Verlässlichkeit zu sorgen, setzt das europäische Kernforschungszentrum auf offene Hardware. Die Abkehr von geschlossener Hardware vor allem in kritischen Bereichen wie der Netzwerkinfrastruktur hat laut Cern-Mitarbeiterin Evangelia Gousiou nur Vorteile.

Artikel veröffentlicht am ,
Cern-Mitarbeiterin Evangelia Gousiou sprach auf der EHSM über Open Hardware
Cern-Mitarbeiterin Evangelia Gousiou sprach auf der EHSM über Open Hardware (Bild: Christian Klaß/Golem.de)

Das europäische Kernforschungszentrum Cern arbeitet gemeinsam mit Herstellern und der IEEE an einer Ethernet-basierten Netzwerktechnik mit der sich über 1.000 Geräte mit einer Genauigkeit von unter einer Nanosekunde über bis zu 10 Kilometer lange Glasfaserkabel synchronisieren lassen. Das alleine wäre schon etwas besonderes, wenn die White Rabbit getaufte Technik nicht auch noch auf offener Hardware basieren würde. Dabei arbeiten mehrere wissenschaftliche Institute und Unternehmen, darunter auch große Halbleiterhersteller zusammen - unter der Leitung des Cern.

  • Open Hardware - laut Cern-Mitarbeiterin Evangelia Gousiou gibt es viele Gründe bei kritischen Infrastrukturen auf geschlossene Hardware zu verzichten (Bild: ck/Golem.de)
Open Hardware - laut Cern-Mitarbeiterin Evangelia Gousiou gibt es viele Gründe bei kritischen Infrastrukturen auf geschlossene Hardware zu verzichten (Bild: ck/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Verlag C.H.BECK, München-Schwabing
  2. BWI GmbH, Hannover

Die Unternehmen vom Design und der Produktion offener Hardware zu überzeugen ist laut Cern-Mitarbeitern Evangelia Gousiou nicht immer einfach. Nicht nur kleine, auch große Hersteller würden das für sie noch neue Konzept mittlerweile interessant finden. Gousiou bot in ihrem Vortrag auf der noch jungen Tüftler-Veranstaltung Exceptionally Hard & Soft Meeting (ESHM) einen kleinen Überblick über die Open-Hardware-Bemühungen des Cern. Doch gerade bei Langzeitprojekten wie dem Large Hadron Collider (LHC) sei es wichtig, verlässliche und auch Jahrzehnte lang ersetzbare Hardware-Komponenten einzusetzen.

Zukunftssicherer

Mit offener Hardware sei es beispielsweise weniger problematisch, wenn ein Hersteller pleite gehe, Produkte aus dem Programm nehme oder die Preise deutlich anhebe. Zudem wirke sich das offene Design positiv auf die Qualität der Hardware aus. Die Hersteller würden für ihre Arbeit gut bezahlt, so dass sich laut Gousiou für alle Seiten eine Win-Win-Situation ergebe. Und oben drauf noch das gute Gefühl entstehe, gemeinsam etwas zu bewirken - es macht Spaß, so Gousiou.

Das Open Hardware Repository (OHWR) des Cern umfasst mittlerweile 100 aktive Projekte, 70 davon wurden vom Cern initiiert, 30 von anderen Organisationen. Insgesamt 60 Hardware-Designs werden dort bereits gepflegt. Mit seiner eigenen Open-Hardware-Lizenz, der Cern OHL, will das Cern seit 2011 den notwendigen juristischen Rahmen dafür bieten, um Hardwarespezifikationen und die dazugehörende Dokumentation als Open Source zu veröffentlichen.

In einem weiteren Vortrag auf EHSM wird Gousiou am Samstag, dem 29. Dezember 2012 auf das Open-Hardware-Projekt White Rabbit eingehen. Der Vortrag startet um 10:15 Uhr, dauert eine halbe Stunde und wird live gestreamt. Die EHSM findet vom 28. bis zum 30. Dezember 2012 im Mathematikgebäude der Technischen Universität Berlin statt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 359,00€ (Preis-Leistungs-Award von PCGH erhalten!)
  2. (u. a. Assassins Creed Odyssey 36,99€, Dark Souls III 12,99€, Rainbow Six Siege 12,99€)
  3. (u. a. TP-Link Switch 15,99€)
  4. 139,99€

Neuro-Chef 09. Jun 2013

Nach dem 3. Weltkrieg war alles im Eimer. Nachdem anschließend noch die Existenz...

Hotohori 29. Dez 2012

Was heißt den relativ günstig? Wo gehen denn da die Preise los? Nur um mal so einen...

snob 29. Dez 2012

"Die Abkehr von geschlossener Hardware vor allem in kritischen Bereichen wie der...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad X1 Extreme - Test

Das X1 Extreme zeigt, dass auch größere Thinkpads gute Geräte sind. Es ist gerade in produktiven Anwendungen sehr flott und bringt die gewohnte Tastatur-Trackpoint-Kombination mit. Einziger Kritikpunkt: die träge Kühlleistung.

Lenovo Thinkpad X1 Extreme - Test Video aufrufen
Interview Alienware: Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!
Interview Alienware
"Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"

Selbst bauen oder Komplettsystem kaufen, die Zukunft von Raytracing und was E-Sport-Profis über Hardware denken: Golem.de hat im Interview mit Frank Azor, dem Chef von Alienware, über PC-Gaming gesprochen.
Von Peter Steinlechner

  1. Dell Alienware M15 wird schlanker und läuft 17 Stunden
  2. Dell Intel Core i9 in neuen Alienware-Laptops ab Werk übertaktet

Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
Battlefield 5 im Test
Klasse Kämpfe unter Freunden

Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

  1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
  2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
  3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

Dark Rock Pro TR4 im Test: Be Quiet macht den Threadripper still
Dark Rock Pro TR4 im Test
Be Quiet macht den Threadripper still

Mit dem Dark Rock Pro TR4 hat Be Quiet einen tiefschwarzen CPU-Kühler für AMDs Threadripper im Angebot. Er überzeugt durch Leistung und den leisen Betrieb, bei Montage und Speicherkompatiblität liegt die Konkurrenz vorne. Die ist aber optisch teils deutlich weniger zurückhaltend.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Dark Rock Pro TR4 Be Quiets schwarzer Doppelturm kühlt 32 Threadripper-Kerne

    •  /