Abo
  • Services:

Cern: LHC-Forscher finden Hinweise auf Photonenkollisionen

Können sich Photonen gegenseitig ablenken, also kann Licht Licht streuen? Nein, sagt die klassische Physik, ja, sagt die Quantenphysik. Neue Ergebnisse der Physiker vom LHC legen nahe, dass die Quantenphysik Recht hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Ultra-periphere Kollision im Experiment Atlas: statistische Sicherheit von 4,4
Ultra-periphere Kollision im Experiment Atlas: statistische Sicherheit von 4,4 (Bild: Atlas/Cern)

Was passiert, wenn zwei Lichtstrahlen aufeinander treffen? Forschern am Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) des Cern in Genf haben erstmals Hinweise gefunden, dass Photonen miteinander interagieren und ihre Richtung ändern können. Dieses Ergebnis bestätigt eine alte Annahme der Quantenelektrodynamik.

Stellenmarkt
  1. T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Berlin, Dresden, Jena, Leipzig oder Rostock
  2. DAN Produkte GmbH, Raum Schleswig-Holstein, Niedersachen, Hamburg, Bremen (Home-Office)

Bei den Experimenten im Jahr 2015 hatten die Forscher am LHC Blei-Ionen kollidieren lassen. Im Experiment Atlas treffen die Bündel der Schwerionen aufeinander. Dabei kommt es zu einigen wenigen ultra-peripheren Kollisionen.

Die klassische Elektrodynamik verbietet Licht-Licht-Streuung

Bei einer solchen ultra-peripheren Kollision strahlen die Blei-Ionen Photonen ab und es entsteht ein starkes elektromagnetisches Feld, das zu einer Wechselwirkung der Photonen führt; die Ionen selbst bleiben bei dem Ereignis intakt. Die Detektoren des Atlas-Experiments erfassen die zwei Photonen. Aus den Daten konnten die Forscher schließen, dass die Photonen sich gegenseitig abgelenkt und dadurch ihre Richtung geändert hatten.

"Gemäß der klassischen Elektrodynamik können sich zwei Lichtstrahlen nicht gegenseitig streuen. In der Quantenphysik ist es jedoch durchaus möglich, dass Licht durch Licht gestreut wird, auch wenn es scheinbar nur sehr selten vorkommt", sagte Mateusz Dyndal Anfang des Jahres, als die Ergebnisse bekannt geworden sind. Dyndal gehört zur Atlas-Kollaboration und hat große Teile der Datenanalyse durchgeführt.

13 aus 4 Milliarden

Die Atlas-Forscher hatten über vier Milliarden Kollisionen untersucht und dabei 13 Kandidaten für eine Ablenkung von Licht durch Licht gefunden. Die Ergebnisse haben eine statistische Sicherheit von 4,4. Ab einem Wert von 4 Sigma gilt ein Ergebnis als vielversprechend. Um als neue Entdeckung anerkannt zu werden, muss es aber 5 Sigma haben. Die nächsten Experimente mit Blei-Ionen sind für Ende kommenden Jahres geplant. Dann wollen die Forscher weitere Daten sammeln, um ihre Ergebnisse weiter zu belegen.

Diese hatten die Forscher der Atlas-Kollaboration im Februar eingereicht. Nach Prüfung durch andere Wissenschaftler hat die Fachzeitschrift Nature Physics sie jetzt veröffentlicht.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 58,99€
  2. 169,90€ + Versand
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de
  4. ab 225€

bombinho 10. Sep 2017

Habe es mal grob geschaetzt, bei einer zufaelligen Richtungsaenderung sollte die...

MFG 16. Aug 2017

Das frei zugängliche Paper sagt es schon am Anfang: "One of the key features of Maxwell...

Arsenal 16. Aug 2017

Auch wenn ich deinen Text nicht verstehe wage ich die Aussage, dass uns die Quantenphysik...

honna1612 16. Aug 2017

Es gibt keine Schwerkraft. Das ist nur ein mathematisches Konstrukt oh wait... Es gibt...


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Test

5fach-Teleobjektiv und lichtstarker Sensor - das Huawei P30 Pro hat im Moment die beste Smartphone-Kamera.

Huawei P30 Pro - Test Video aufrufen
Echo Wall Clock im Test: Ach du liebe Zeit, Amazon!
Echo Wall Clock im Test
Ach du liebe Zeit, Amazon!

Die Echo Wall Clock hat fast keine Funktionen und die funktionieren auch noch schlecht: Amazons Wanduhr ist schon vielen US-Nutzern auf den Zeiger gegangen - im Test auch uns.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Amazon Echo Link und Echo Link Amp kommen mit Beschränkungen
  2. Echo Wall Clock Amazon verkauft die Alexa-Wanduhr wieder
  3. Echo Wall Clock Amazon stoppt Verkauf der Alexa-Wanduhr wegen Technikfehler

Days Gone angespielt: Zombies, Bikes und die Sache mit der Benzinpumpe
Days Gone angespielt
Zombies, Bikes und die Sache mit der Benzinpumpe

Mit dem nettesten Biker seit Full Throttle: Das Actionspiel Days Gone schickt uns auf der PS4 ins ebenso große wie offene Abenteuer. Trotz brutaler Elemente ist die Atmosphäre erstaunlich positiv - beim Ausprobieren wären wir am liebsten in der Welt geblieben.
Von Peter Steinlechner


    Swobbee: Der Wechselakku kommt wieder
    Swobbee
    Der Wechselakku kommt wieder

    Mieten statt kaufen, wechseln statt laden: Das Berliner Startup Swobbee baut eine Infrastruktur mit Lade- und Tauschstationen für Akkus auf. Ein ähnliches Geschäftsmodell ist schon einmal gescheitert. Dieses kann jedoch aufgehen.
    Eine Analyse von Werner Pluta

    1. Elektromobilität Seoul will Zweirad-Kraftfahrzeuge und Minibusse austauschen
    2. Rechtsanspruch auf Wallboxen Wohnungswirtschaft warnt vor "Schnellschuss" bei WEG-Reform
    3. Innolith Energy Battery Schweizer Unternehmen entwickelt sehr leistungsfähigen Akku

      •  /