Abo
  • Services:

Cern: Forscher vermessen Antimaterie

Forscher am Cern haben erste Messungen mit Antiwasserstoff durchgeführt. Die Forscher hoffen auf Erkenntnisse, die Aufschluss darüber geben, warum das Universum Materie gegenüber Antimaterie bevorzugt.

Artikel veröffentlicht am ,
Jeffrey Hangst untersucht Antiwasserstoff.
Jeffrey Hangst untersucht Antiwasserstoff. (Bild: Cern)

Nachdem es Cern-Forschern im Juni 2011 gelang, Antiwasserstoff in einer Art Langzeitfalle für rund 1.000 Sekunden festzusetzen, konnten sie nun erste Messungen an den Antiwasserstoffatomen vornehmen. Es gilt herauszufinden, wie sich Antimaterie verhält, um besser zu verstehen, wie das Universum entstand.

Rätsel Antimaterie

Stellenmarkt
  1. Deloitte, verschiedene Standorte
  2. BG-Phoenics GmbH, München, Frankfurt

Antimaterie ist das Spiegelbild der Materie: Beide sind identisch aufgebaut, haben aber entgegengesetzte Ladung. Ein Wasserstoffatom besteht aus einem Proton und einem Elektron, ein Antiwasserstoff hingegen aus einem Antiproton und einem Positron. Treffen beide aufeinander, löschen sie sich gegenseitig aus.

Antimaterie stellt Wissenschaftler noch immer vor ein Rätsel. Theoretisch müsste es genauso viel Antimaterie geben wie Materie, da beide beim Urknall in gleicher Menge entstanden sein müssten. Da das Universum aus Materie besteht, zieht die Natur Materie offensichtlich vor. Es sind jedenfalls bisher noch keine Himmelskörper entdeckt worden, die aus Antimaterie bestehen. Die Forscher wollen herausfinden, warum die Antimaterie verschwunden ist.

Untersuchungsobjekt Antiwasserstoff

Dabei ist Antiwasserstoff ein guter Ansatzpunkt, denn Wassertoffatome sind sehr einfach aufgebaut - sie haben nur ein Elektron, das um einen Kern kreist - und gut erforscht. Wasserstoffatome können zudem mit Licht angeregt werden, wodurch die Elektronen auf höhere Orbits wechseln. Beim Sprung zurück in den Normalzustand emittieren die Atome Licht mit einer bestimmten Frequenz, die leicht messbar ist. Nach den Prinzipien der Physik sollte sich Antiwasserstoff genauso verhalten wie Wasserstoff, so dass die Forscher hoffen, letztendlich die gleiche Lichtfrequenz messen zu können.

  • Das Alpha-Experiment am Cern, in dem Antimaterie untersucht wird
  • Das Alpha-Experiment am Cern, in dem Antimaterie untersucht wird
  • Das Alpha-Experiment am Cern, in dem Antimaterie untersucht wird
  • Jeffrey Hangst untersucht Antiwasserstoff.
  • Die Antimeteriefalle des Cern
  • Der Antiproton Decelerator des Cern
  • Der Antiproton Decelerator des Cern
  • Der Antiproton Decelerator des Cern
  • Der Antiproton Decelerator des Cern
Jeffrey Hangst untersucht Antiwasserstoff.

So weit sind die Cern-Forscher aber noch nicht. In einem in Nature veröffentlichten Aufsatz beschreiben sie aktuell erste Messungen. Dabei wurde der Elektronenspin der Antiwasserstoffatome mit Mikrowellen umgedreht, so dass sie ihre magnetische Orientierung wechseln. Die durch magnetische Felder gefangenen Antiwasserstoffatome entfleuchen so ihrer Falle, stoßen mit Materie zusammen und werden ausgelöscht. Dabei hinterlassen sie charakteristische Muster in den sie umgebenden Partikeldetektoren.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 4,25€

cyzz 08. Jun 2012

netter Gedanke. 4% meine Damen und Herren ;) 96% ist eben dunkel. In diesem Fall steht...

omo 08. Mär 2012

dieser strings - aber die damit bei Ruhemasse bewirkte Raumzeitkrümmung bleibt univers...


Folgen Sie uns
       


Das Abschlussgespräch zur E3 2018 (Analyse, Einordnung, Zuschauerfragen) - Live

Im Abschlussgespräch zur E3 2018 berichten die Golem.de-Redakteure Peter Steinlechner und Michael Wieczorek von ihren Eindrücken der Messe, analysieren die Auswirkungen auf die Branche und beantworten die Fragen der Zuschauer.

Das Abschlussgespräch zur E3 2018 (Analyse, Einordnung, Zuschauerfragen) - Live Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa-Teleskop Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
  2. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  3. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen

    •  /