So will Niantic die Privatsphäre schützen und neue Kunden erreichen

Golem.de: Standortdaten gehören zu den sensibelsten Daten, die es geben kann. Wie stellen Sie sicher, dass die Privatsphäre ihrer Nutzer geschützt ist, wenn sie diesen teilen?

John Hanke: Für die Daten, die beim Spielen von Pokemon Go oder Pikmin Bloom entstehen, haben wir einen DSGVO-konformen Prozess. Wir verkaufen diese Daten nicht an Dritte, sie werden nur innerhalb von Niantic für diese Spiele verwendet.

Es gibt eine Menge großartiger Anwendungsfälle für die Ortungstechnologie, zum Beispiel wenn ich zu Veranstaltungen wie dem Pokemon-Go-Fest komme. Mit Campfire kann man seinen Freunden eine Nachricht schicken: Hey, wir treffen uns um 15 Uhr an diesem Ort. Das ist doch superhilfreich, oder?

Solange Nutzer wissen, was andere Leute sehen werden. Wir wollen nicht, dass jemand versehentlich Informationen preisgibt. Wenn du also in einer Pokemon-Arena antrittst und dein Pokemon dort zurücklässt, dann zeigt das Spiel an, dass du dort gewesen bist. Das ist Teil des Spiels, und wir wollen sicherstellen, dass die Leute das verstehen. Das ist etwas anderes als ein Spiel, das die ganze Zeit den Standort eines jeden auf der Karte anzeigt.

Golem.de: Jeder hat die Geschichte über die Entstehung von Pokemon Go als Spielerei in Google Maps gelesen. Das ergibt intuitiver Sinn als NBA All-World. Wie kam es zu dieser Idee?

John Hanke: In den USA ist die NBA Popkultur wie die Kardashians. NBA-Spieler sind Berühmtheiten, auf die gleiche Weise wie Fußballspieler hier. Wenn Sie in ein großes Einzelhandelsgeschäft in den USA gehen würden, gibt es einen Bereich, in dem neben Pokemon-Karten auch Sammelkarten von NBA-Spielern verkauft werden.

Das ist die eigentliche Verbindung. Die Leute haben Lieblingsmannschaften, sie sammeln ihre Lieblingsspieler. In NBA All-World begegnet man ihnen an verschiedenen Orten, und man kann auch, genau wie man gegen Pokemon kämpfen kann, mit den Spielern spielen.

Golem.de: Nur ist der Kampf dann ein Basketballspiel?

John Hanke: Dann ist es ein Eins-gegen-eins.

Golem.de: Habt ihr die NBA kontaktiert oder sie euch?

John Hanke: Das waren wir. Sie liebten die Idee, weil die NBA inzwischen über die Sportfans hinausgeht. Früher waren vielleicht nur Jungs daran interessiert. Jetzt sind die Spieler berühmt, sie haben Bekleidungsmarken, sie arbeiten mit Musikern zusammen. Es ist Teil der Popkultur.

Wir haben noch einen Partner, der Schuhe herstellt. In unserem Spiel wirst du verschiedene Arten von Garderobe für deine Spieler erwerben können. Du kannst Steph Curry und einen wirklich coolen Streetwear-Kapuzenpulli und coole Schuhe für ihn bekommen.

Golem.de: Wie wichtig ist es für Niantic, über das bestehende Publikum hinauszugehen?

John Hanke: Es gibt auch viele NBA-Spieler, die Pokemon Go spielen. Wir wollen nicht, dass alle unsere Spiele genau dieselben Leute ansprechen. Es ist eine Herausforderung: Wie können wir kreativ etwas anders machen? Manche Unternehmen würden vielleicht einfach versuchen, Pokemon Go zu klonen und zehn Versionen desselben Spiels zu machen, wie Candy Crush, X, Y, Z. Sie werden in Bezug auf die anderen Projekte, an denen wir arbeiten, noch weitere Dinge von uns sehen, die anders sind.

Golem.de: Es gab eine Menge Pokemon-Go-Klone, aber keines hat die Langlebigkeit des Originals erreicht. Im Moment sieht es so aus, als wäre Niantic das einzige Unternehmen, das es wieder schafft.

John Hanke: Ich denke, dass es viele Spiele geben wird, die die Leute im Freien spielen. Die Technologie ist gerade erst dabei, das möglich zu machen. Als wir Ingress entwickelt haben, war es schon schwer, nur das GPS zum Laufen zu bringen. Bei Pokemon war das einfacher, und jetzt gibt es bessere AR in den Handys. Sobald es eine AR-Brille gibt, wird man das bei allen großen Spielefirmen sehen. Stellen Sie sich vor, wie cool es sein wird, wenn man riesige Roboter in der Luft fliegen und kämpfen sieht. Wir werden sicher nicht das einzige Unternehmen sein, das so etwas baut. Ich mache mir da keine Illusionen. Aber ich hoffe, wir werden das beste Unternehmen sein.

Golem.de: Sie denken also, dass AR-Brillen die Zukunft sind? Denn gerade scheint es so, als wäre der Hype um Google Glass abgeflaut und alle konzentrieren sich auf VR-Headsets.

John Hanke: Man muss sich daran erinnern, dass VR schon einmal sehr angesagt war, dann nicht mehr und jetzt ist es wieder im Kommen. Auch AR durchläuft einen Zyklus. Die Frage ist, wohin die langfristige Entwicklung geht. Und für mich weist das den Weg zu AR-Brillen, nicht zu VR. Ich denke, die großen Unternehmen wie Apple und Facebook glauben das auch. Ich meine, an einem sonnigen Tag wie heute, würden Sie da in VR sein wollen? Hier ist es viel schöner. Egal, wie viele Pixel man hat.

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 Das sind Niantics Pläne für Web3, NFTs und Blockchain
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Dwalinn 14. Jul 2022

Also selbst mit der genannten Primax hast du nur 4k (pro Auge) bei einer Virtuellen...

MakiMotora 13. Jul 2022

Das liegt vielleicht auch daran, das die Zielgruppe kaum an passende Grafikkarten...

MakiMotora 13. Jul 2022

...während alle anderen Menschen nur für das Wohl der Mitmenschen arbeiten, oder wie? :D

Michael H. 11. Jul 2022

Seh ich ähnlich. Zocken ist für mich "weg vom alltag". Einfach in eine andere Welt...



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