Centriq 2400: Qualcomms Server-CPU ist günstiger und effizienter als Xeon

Die 48-Kern-ARM-Chips für Server von Qualcomm sind verfügbar. Das Unternehmen greift damit Intels Xeon-Sparte über den Preis und die Effizienz an. Unterstützt wird das von Cloud-Anbietern wie Microsoft und Google oder auch HPE.

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Der bei Qualcomm für Rechenzentren zuständige Anand Chandrasekher zeigt einen Centriq 2400.
Der bei Qualcomm für Rechenzentren zuständige Anand Chandrasekher zeigt einen Centriq 2400. (Bild: Qualcomm)

Die erste Server-CPU mit 10-nm-Fertigung von Qualcomm, die Reihe Centriq 2400, ist kommerziell verfügbar, wie das Unternehmen bekanntgibt. Der größte Chip in der Reihe, der Centriq 2460, bietet 48 Kerne der Falkor-Architektur, und soll für einen Listenpreis von 1.995 US-Dollar verkauft werden. Das ist deutlich günstiger als aktuelle Prozessoren von Intels Xeon Scalable Performance, alias Xeon-SP, von denen der teuerste Xeon Platinum 8180 mit 28 Kernen und 56 Threads rund 10.000 US-Dollar kostet.

  • Benchmark-Ergebnisse von Qualcomm. (Bild: Qualcomm)
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Qualcomms CPUs nutzen die ARMv8-Architektur mit je 1 Thread pro Kern und sind wegen dieser Architektur-Unterschiede natürlich nicht direkt vergleichbar mit den Xeons von Intel. Laut Ergebnissen der SPEC-Benchmarks, die Hersteller Qualcomm veröffentlicht hat, liefert die Centriq-CPU 2460 eine vierfach bessere Leistung pro US-Dollar sowie eine um 45 Prozent höhere Leistung pro Watt als der Xeon Platinum 8180. Darüber hinaus schneide der Centriq 2460 in den Benchmarks bei einer geringeren thermischen Verlustleistung (TDP 120 Watt) besser ab, als die mehr als doppelt so teure CPU Xeon Platinum 8160, (TDP 150 Watt), die bei 24 Kernen ebenfalls 48 Threads nutzen kann.

Zusätzlich zum 48-Kern-Chip Centriq 2460 bietet Qualcomm außerdem noch die Centriq 2452 mit 46 Kernen und 46 Threads bei einem Listenpreis von 1.383 US-Dollar sowie die Centriq 2434 mit 40 Kernen und 40 Threads bei einem Listenpreis von 888 US-Dollar.

Eine ARM-Server-CPU für die Cloud

Die Centriq 2400 werden in einem 10-nm-Verfahren von Samsung hergestellt. Die Chips laufen mit einem Basistakt von 2,2 GHz und einem Maximaltakt von 2,6 GHz auf allen Kernen bei dem Centriq 2460 und dem Centriq 2452. Die Prozessoren nutzen sechs ECC-Speicherkanäle für DDR4-2667 und können zwei Riegel pro Channel ansprechen, eine Kompression erhöht die effektive Bandbreite. Möglich sind damit maximal 768 GByte RAM bei einer aggregierten Bandbreite von 128 GByte/s. Peripherie wird über 32 PCIe-Gen3-Lanes mit sechs Controllern angebunden.

  • Centriq 2400 mit Falkor-Kernen (Bild: Qualcomm)
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Centriq 2400 mit Falkor-Kernen (Bild: Qualcomm)
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Die in den Centriq genutzten Falkor-Kerne selbst bestehen aus einem Dualcore-Pärchen mit 24 KByte L0-Instruktionen-Buffer sowie L1D/L1I (32+64 KByte) und teilen sich 512 KByte L2-Cache. Die Kerne und der Puffer können unabhängig voneinander in ihre Schlafmodi versetzt werden. Die Kern-Blöcke sind mit dem RAM-Controller, dem PCIe-Root-Complex, den DMA-Engines, dem gemeinsamen 60 MByte L3-Cache (Centriq 2460) und einer Southbridge (GPIO, Sata, USB, etc) per kohärentem Ring verknüpft. Die Ringbandbreite soll über 250GByte/s betragen. Mit im Chip steckt eine Hardware-Beschleunigung für AES, SHA1 und SHA2-256.

Qualcomm zielt mit der Centriq-Serie klar auf die Cloud-Betreiber und Anbieter. Der Hersteller weist etwa darauf hin, dass typische Anwendungen in diesem Bereich wie Datenbankserver, Programme zur Datenanalyse und typische Cloud-Software wie Container und -Orchestrierung, Openstack sowie virtualisierte Netzwerkfunktionen (NFV) alle auf der ARMv8-Architektur betrieben werden können.

Als Partner werden deshalb in der Ankündigung unter anderem Google, Microsoft und Alibaba genannt, die den Centriq 2400 offenbar als brauchbare Alternative zu Intels Xeon-SP sehen. Ebenso will HP Enterprise Anfang kommenden Jahres seinen Kunden Server-Systeme mit den Centriq 2400 anbieten.

Als Nachfolger der Centriq-Serie plant Qualcomm die Firetail-Serie, die auf den Saphira-Kernen basieren sollen. Bis auf einige Compiler-Patches gibt es jedoch noch keine öffentlichen Informationen zu den Saphira-Kernen.

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