Centripetal Networks: Cisco Systems soll 1,9 Milliarden Dollar Strafe zahlen

Cisco will sich gegen die Rekordstrafe wehren.

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Rulegate 2000 Gateway von Centripetal Networks
Rulegate 2000 Gateway von Centripetal Networks (Bild: Centripetal Networks)

Cisco Systems ist in einem Patentrechtsstreit mit Centripetal Networks zur Zahlung von 1,9 Milliarden US-Dollar verurteilt worden. Richter Henry Morgan entschied in Norfolk, dass der Netzwerkausrüster Cisco die Rechte des Sicherheitsunternehmens Centripetal Network auf "vorsätzliche und ungeheuerliche" Weise verletzt habe.

Das Privatunternehmen Centripetal Networks wurde im Jahr 2009 in Herndon im US-Bundestaat Virginia gegründet und bietet Threat Intelligence und Security-Hardware. Bei Threat Intelligence kommen zu bloßen Informationen wie Datenfeeds mit schädlichen IP-Adressen auch Analysen und Kontext wie Kenntnisse zu Verhalten, Technologien und auch kulturelle Besonderheiten der Angreifer.

Nach der über einen Monat laufenden Untersuchung stellte der Bezirksrichter am Montag in dem 167 Seiten umfassenden Urteil fest, dass Cisco vier von fünf strittigen Patenten des Klägers verletzt habe. Der tatsächliche Schaden von 755,8 Millionen US-Dollar wurde "wegen des vorsätzlichen und ungeheuerlichen" Verhaltens Ciscos mit 2,5 multipliziert. "Die patentverletzende Funktionalität wurde nach dem 20. Juni 2017 zu den strittigen Produkten hinzugefügt, was zu einer dramatischen Umsatzsteigerung für Cisco führte".

Cisco will Berufung

Cisco erklärte, man sei enttäuscht über die Entscheidung, "angesichts der erheblichen Beweise für Nichtverletzung, Ungültigkeit und der Tatsache, dass die Innovationen von Cisco viele Jahre vor den Patenten liegen". Das in San Jose, Kalifornien, ansässige Unternehmen plant, beim US-Bundesberufungsgericht Berufung einzulegen.

Cisco erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 11,2 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 49,3 Milliarden US-Dollar.

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