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Celestron Origin: Der modulare Porsche unter den Smart-Teleskopen

Das Celestron Origin ist größer, schwerer, schneller und teurer als alle anderen Smart-Teleskope. Dafür schneidet es im Test überraschend durchwachsen ab.
/ Mario Keller
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Das Smart-Teleskop Celestron Origin (Bild: Mario Keller)
Das Smart-Teleskop Celestron Origin Bild: Mario Keller
Inhalt
  1. Celestron Origin: Der modulare Porsche unter den Smart-Teleskopen
  2. Raspberry Pi macht klassisches Teleskop smart
  3. Eine Palette voller Astronomie
  4. Viele Optionen, wenig Übersicht
  5. Die ersten Bilder
  6. Der EQ-Umbau
  7. Neue Kamera und ein Autoguider
  8. Die Plus- und Minuspunkte des Origin
  9. Celestron Origin: Verfügbarkeit und Fazit

Bei dem Begriff Porsche denkt man meist an zwei Dinge: schnell und teuer. Und diese Eigenschaften gelten auch für das Origin der Traditionsfirma Celestron, die seit Jahrzehnten Teleskope herstellt. Es ist, bezogen auf das Öffnungsverhältnis von f/2.2, das im Moment schnellste und damit lichtempfindlichste Smart-Teleskop. Und mit gut 7.000 Euro in der Vollausstattung ist es auch das teuerste Gerät auf dem Markt.

Celestron geht mit seinem ersten Smart-Teleskop neue Wege mit einem modularen Konzept und greift dabei geschickterweise auf Teile zurück, die sich bei Kunden seit vielen Jahren bewährt haben. Im ausgiebigen Test überzeugt es aufgrund seiner Komplexität, der unausgereiften Software und wegen des ambitionierten Preises allerdings weder Einsteiger noch Profis vollständig.

Der Teleskopbaukasten

Während alle anderen Smart-Teleskope auf dem Markt monolithische Geräte sind, besteht das Origin aus verschiedenen Komponenten, die Nutzer selbst zusammenbauen müssen. Das liegt zum einen daran, dass etwa die Montierung, das Stativ oder die Polhöhenwiege auch bei anderen Celestron-Teleskopen zum Einsatz kommen. Zum anderen machen es allein die Größe und das Gewicht notwendig, die Teile einzeln zu transportieren und zu lagern.

Diese Modularität bietet allerdings den großen Vorteil, dass Komponenten einfach ausgetauscht werden können und somit das Set-up einfach erweitert werden kann.

Unterteilen lässt sich der Aufbau in drei wesentliche Baugruppen.

  • Die Montierung: Sie besteht aus einem massiven Edelstahl-Stativ, der Nexstar Evolution Montierung und einer optionalen Polhöhenwiege. Hier kommen schon knapp 22 kg an Gewicht zusammen.
  • Das Teleskop: Es ist ein 6 Zoll Spiegelteleskop im RASA-Design. Die spezielle Bauform ermöglicht es, eine große Teleskopöffnung mit relativ kurzen Brennweiten zu kombinieren. Das resultiert in einem optischen Gerät mit einem sehr kleinen Öffnungsverhältnis von f/2.2 bei 152 mm Öffnung und 335 mm Brennweite. Das Teleskop ist auch der smarte Teil des Systems. Bauartbedingt sitzt bei RASA-Teleskopen die Kamera am vorderen Ende des Tubus. Das ermöglicht es, dass Nutzerinnen selbst die Kamera austauschen, sehr einfach Filter montieren und den Aufnahmewinkel der Kamera verändern können.
  • Das Zubehör: Als dritte Baugruppe kann man optionales Zubehör betrachten, wie z. B. den Starsense Autoguider – ein eigenständiges System aus einem kleinen Fernrohr mit Kamera. Dieses sendet Informationen an das Hauptgerät, um die Stabilität der Nachführung zu verbessern. Wie das funktioniert, schauen wir uns im Praxistest genauer an.

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