Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Neue Kamera und ein Autoguider

Das modulare Konzept der Origins ermöglicht es dem Nutzer auch nachträglich Komponenten wie die Kamera zu tauschen. Der Hauptunterschied zwischen dem Sony IMX178 und dem IMX678 der neuen Kamera liegt im verarbeiteten Spektrum: Der IMX678 bietet eine bessere Leistung im roten und infraroten Bereich des Lichts, während der IMX178 in den sichtbaren Wellenlängen um 480 nm empfindlicher ist.

Der IMX678 ist ein Nachfolger und gehört zu Sonys Starvis-2-Serie. Die Pixel sind mit 2.0 µm gegenüber vorher 2.4 µm etwas kleiner und die Auflösung mit 8.3 MP gegenüber 6.3 MP etwas größer. Das passt ganz gut zum Origin, denn durch die schnelle Optik wird genug Licht trotz der kleineren Pixel gesammelt.

Was etwas stört, ist das 16:9-Bildfeld des Sensors. Hier wird auf der kurzen Seite wertvolles Bildfeld verschenkt. Ein quadratischer Sensor wie der IMX676 wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen. Eine höhere Auflösung von 12.6 MP und ein deutlich besser genutztes Bildfeld wäre hier der Vorteil. Aber wer weiß, vielleicht kommt dieser Sensor ja auch noch irgendwann als zusätzliche Kameraoption.

Austausch der Kamera

Der Austausch der Kamera ist relativ einfach. Das Kameragehäuse ist mit einer Überwurfmutter am Teleskop befestigt. Diese muss man lösen und dann den Adapter von der alten Kamera abschrauben, auf das Gehäuse der neuen Kamera inklusive der gummierten Schutzkappe übertragen, das neue Gehäuse wieder an das Teleskop schrauben und das USB-Kabel anschließen.

Das Teleskop erkennt die neue Kamera und die App fordert dazu auf, neue Kalibrierungsbilder (Darkframes) aufzunehmen, da diese kameraspezifisch sind. Das dauert ca. 20 Minuten, in denen der Objektivdeckel geschlossen bleibt und das Teleskop so dunkel wie möglich gehalten werden muss. Danach kann das Teleskop wie gewohnt genutzt werden.

Wenn ich schon einmal am Bauen bin, dann montiere ich auch gleich den Starsense Autoguider.

Dieses zusätzliche kleine autarke Teleskop hat seine eigene Kamera fest verbaut. Ist es mit dem Origin verbunden, wird es mit Strom versorgt und liefert im Gegenzug Daten an den Steuercomputer des Teleskops. Der Autoguider nimmt ein Weitfeld-Bild des Himmels auf und verfolgt dort möglichst exakt die Bewegung bestimmter Sterne. Dadurch werden Ungenauigkeiten bei der Nachführung erkannt und können korrigiert werden. Das ermöglicht sehr genau geführte Langzeitbelichtungen.

Die Integration in die Origin App ist extrem einfach, denn das System erkennt den Autoguider und nutzt ihn automatisch.


Relevante Themen