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Die ersten Bilder

Ist das Objekt angefahren, wechselt die App in den Kameramodus, zeigt einen Live-Feed der Kamera und führt einen Autofokus aus. Auch das Kameramenü hat wieder ein eigenes kleines Untermenü. Hier können alle Einstellungen auf Automatik gelassen werden oder selbst die Belichtungszeit und den ISO-Wert für die Kamera eingestellt werden.

Positiv für erfahrene Nutzer ist, dass sich zum einen der Fokus von Hand nachstellen lässt, falls der Autofokus mal nicht hundertprozentig trifft. Auch kann der Bildausschnitt noch leicht verschoben werden. Damit positioniert sich das Teleskop minimal neu. In Verbindung mit der Möglichkeit, die Kamera rotieren zu können, lässt sich so sehr genau der gewünschte Bildausschnitt einstellen.

Die Funktion Schnappschuss macht genau ein Bild mit den aktuellen Einstellungen, das man gut zur Kontrolle nutzen kann. Über "Bildaufnahmen starten" wird dann eine Aufnahmeserie gestartet. Diese läuft so lange, bis sie abgebrochen wird. Alle Aufnahmen werden dabei automatisch miteinander verrechnet, um über die Zeit ein immer besseres und rauschärmeres Bild zu erzeugen.

Ist die entsprechende Einstellung in den Optionen gesetzt, speichert das Teleskop auch alle Einzelaufnahmen auf dem internen 64 GByte großen Speicher. Somit können die Rohdaten auch am eigenen Rechner verarbeitet werden.

Das Teleskop ist sehr lichtstark

Bei den ersten Aufnahmen einer Serie zeigt sich gut, wie lichtstark das Teleskop ist; selbst dunklere Objekte werden sehr schnell im Bild sichtbar. Allerdings brennen helle Sterne dabei auch schnell aus und werden überbelichtet. Selbst der Nebel- bzw. Schmalbandfilter hilft hier nur bedingt.

Die Bildqualität ist gut, aber nicht überragend. Hier ist kein großer Unterschied zu preiswerteren Geräten wie dem Vaonis Vespera II oder Pro zu erkennen. Besser sind beim Origin aber die Einstellungen zur automatischen Bildbearbeitung. Von automatischem Entrauschen über KI-Bearbeitung, Dekonvolution und Gradientenentfernung reichen die Optionen. Wer das Celestron Origin für die elektronisch unterstützte Astronomie (EAA, kurz Electronic Assisted Astronomy) nutzt, ist hier gut aufgehoben.

Wer nicht die ganze Nacht sein Teleskop betreuen möchte, kann einen Zeitplan mit verschiedenen Objekten und Zeiten definieren, den das Origin dann automatisch abarbeitet.


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