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Eine Palette voller Astronomie

Die Lieferung des Celestron Origin erfolgt per Spedition auf einer Palette. Spätestens hier zeigt sich, dass das Origin anders als alle anderen Smart-Teleskope ist.

Muss man sonst nur das Stativ mit dem Teleskop verbinden und kann loslegen, ist beim Celestron erst einmal Zusammenbauen angesagt. Das erfolgt in der Basisausstattung ohne die optionale Polhöhenwiege allerdings werkzeuglos und ist ziemlich schnell erledigt. Für den Transport ist es auch gut und sinnvoll, die doch recht großen und schweren Komponenten getrennt bewegen zu können.

Trotzdem dauert der Auf- und Abbau deutlich länger als bei einfacheren Geräten auf dem Markt. Und auch die Portabilität ist durch die Größe und das Gewicht eingeschränkt.

Im klassischen Alt-AZ Betrieb wird die Montierung direkt auf das Stativ geschraubt. Diese kann sich dann auf ihrer Basis horizontal drehen und die Aufnahme für das Teleskop vertikal nach oben und unten bewegen. Somit kann jeder Punkt am Himmel mit dem Teleskop angefahren werden.

Dieser Aufbau hat den Nachteil, dass durch die Bildfeldrotation die maximale Belichtungszeit begrenzt ist. Vorteile sind aber der schnellere Aufbau und dass keine genaue Ausrichtung der Montierung auf den Himmelspol notwendig ist.

Das Teleskop wird mit einer Prismenschiene an der Montierung befestigt. Hier muss man allerdings sehr aufpassen, das Teleskop wirklich genau in der Aufnahme der Montierung zu platzieren, damit es sich auch sicher festklemmen lässt. Das klappt leider nicht immer beim ersten Versuch.

Das zweite Problem ist die Richtung, in der das Teleskop montiert werden muss. Setzt man es falsch herum ein, stimmt die Altitude-Bewegungsrichtung nicht und das Gerät kann sich nicht initialisieren. Hier wäre es gut, wenn an der Teleskopaufnahme ein Pfeil oder Hinweis angebracht wäre – gerade wenn das Gerät auch für Einsteiger oder unerfahrene Nutzer gedacht ist.

Die Kamera ist bereits montiert und muss nur noch mit dem entsprechenden USB-Kabel verbunden werden. Ein optionaler Filter kann noch am entsprechenden Halter am Kameraflansch angebracht werden.

Der erste Aufbau

Um einen Eindruck von der Bildqualität und Bedienbarkeit des Teleskops zu bekommen, starte ich meinen Test mit der Zusammenstellung, in der das Origin beim Marktstart ausgeliefert wurde, also mit der alten Kamera und ohne zusätzliche Erweiterungen. Lediglich der Nebelfilter kommt bereits zum Einsatz, da dieser auch beim Start schon verfügbar war.

Das Teleskop sollte am besten direkt am Beobachtungsort zusammengebaut werden. Komplett aufgebaut, ist es nicht nur schwer, sondern durch die Größe auch nur umständlich zu bewegen.

Der interne Akku, den man nicht einfach wechseln kann, wird über ein 12V-Netzteil geladen, welches das Teleskop auch während des Betriebs mit Strom versorgen kann. Da das Gerät keine Lagesensoren hat und sich beim Einschalten versucht, am Himmel zu orientieren und zu initialisieren, sollte man den Teleskoptubus schon vor dem Einschalten auf ein freies Stück Himmel ausrichten. Das geht einfach durch Lösen der Alt- und AZ-Klemmung und händisches Bewegen des Teleskops.

Ist das Teleskop eingeschaltet und per WLAN mit der Origin-App auf dem Tablet oder Telefon verbunden, startet es die Initialisierung. Dabei werden mehrere Bilder des Himmels gemacht und mit einer internen Sternendatenbank verglichen. In Verbindung mit der aktuellen Uhrzeit und den GPS-Koordinaten des Standorts kann das Teleskop die genaue Ausrichtung am Himmel ermitteln und ist dann in der Lage, beliebige Objekte am Himmel anzufahren und zu fotografieren.


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