Raspberry Pi macht klassisches Teleskop smart
RASA-Teleskope (Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph) gibt es seit etwa 2014 – lange vor den ersten Smart-Teleskopen. Bisher gab es diese mit Öffnungsgrößen von 8, 11 und 14 Zoll. Mit dem Start des Celestron Origin wurde die Baureihe um ein deutlich kleineres und leichteres Teleskop mit 6-Zoll-Öffnung ergänzt – zunächst nur exklusiv im Origin Smart Teleskop, etwas später aber auch als reines OTA (Optical Tube Assembly).
Smart wird das Origin durch einen Raspberry Pi, der direkt im Teleskoptubus verbaut ist. An diesem ist die Kamera per USB-Kabel angeschlossen, das im Tubus verlegt ist und am oberen Ende des Teleskops in einem USB-C Stecker für die Kamera mündet.
Zwei Kameras für das Origin
Es gibt aktuell zwei Kameras für das Origin. Die ab der Markteinführung 2024 ausgelieferte Kamera hat einen Sony-IMX178-Farbsensor und ist damit auf dem Stand des Vaonis Stellina, das wir im Januar 2022 getestet haben .
Im Oktober 2025 kam eine neue Kamera auf den Markt, die Next-Generation 678C. Diese nutzt den Sony-IMX678-Farbsensor mit einer 4K-Auflösung und 16:9-Bildformat. Der gleiche Sensor kommt auch im sehr viel kleineren und preiswerteren Dwarflab DWARF III zum Einsatz.
Besitzer der ersten Kamerageneration können die neue Kamera für 650 Euro nachkaufen. Wer das als Celestron Origin Mark II bezeichnete Bundle kauft, bekommt sein Origin mit der neuen Kamera.
Die Verbindung zur Montierung und zusätzlichen Geräten wie dem Starsense Autoguider erfolgt über serielle Kabel, die an den jeweiligen mit "AUX1" und "AUX2" bezeichneten Anschlüssen am Teleskop und der Nexstar Montierung eingesteckt werden.
Die Verbindung zur Außenwelt erfolgt per WLAN. Das Origin erzeugt ein eigenes Netz, kann sich aber auch mit vorhandenen Netzwerken verbinden. Die Verbindung kann über 5 GHz und 2.4 GHz erfolgen. Praktisch ist hier der Fallbackmodus. Wird keines der bekannten WLAN-Netzwerke erkannt, wird der interne Accesspoint aktiviert. Somit ist der Zugriff auch gewährleistet, wenn das Origin mal unterwegs auf dem Feld aufgebaut wird.
Die Steuerung erfolgt über eine App auf einem Mobilgerät wie einem Smartphone oder Tablet. Sie ist für Android und iOS verfügbar.
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- Neue Kamera und ein Autoguider
- Die Plus- und Minuspunkte des Origin
- Celestron Origin: Verfügbarkeit und Fazit
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