Ceconomy: Media Markt/Saturn will Amazon-Preise unterbieten
Mit einer neuen Preisstrategie reagiert der Betreiber von Media Markt und Saturn, Ceconomy, auf den Konkurrenzdruck von Amazon. Das berichtet das Onlinemagazin Business Insider(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung Ceconomy-Finanzvorständin Karin Sonnenmoser. Ab Sommer 2019 werde die Handelskette in Deutschland eine auf Datenanalyse und künstlicher Intelligenz basierte zentrale Preisgestaltung einführen.
"So wollen wir unseren Wettbewerbern stets einen Schritt voraus sein", sagte Sonnenmoser.
Ceconomy betreibt Media Markt und Saturn und ist eine Ausgründung aus der Metro vom Juli 2017. Im zweiten Quartal erwirtschaftete Ceconomy einen Gewinn von 14 Millionen Euro, im Vorquartal lag der Verlust bei 109 Millionen Euro. Der Umsatz ist im im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 um 2 Prozent auf 5 Milliarden Euro gesunken.
Smartphone Service braucht mehr Personal
In Deutschland entwickelte sich der Umsatz stabil. Das Online-Geschäft wuchs im zweiten Quartal 2018/19 um 13,4 Prozent auf 699 Millionen Euro, was einem Umsatzanteil von 13,9 Prozent entspricht (Q2 2017/18: 12 Prozent).
Auch das Geschäft mit Dienstleistungen wächst. Der Services & Solutions-Umsatz stieg um 4,2 Prozent auf 333 Millionen Euro. Dies entspricht einem Umsatzanteil von 6,6 Prozent. Hier sind Serviceangebote wie Smartphone-Datenübertragung, -Reparatur und Garantieverlängerung für Fernseher gemeint. In der Praxis sind laut Tests von Golem.de aber selbst in großen Media- Märkten die Stationen, die Smartphonekäufern die Nutzerdaten und Apps übertragen, oft stark unterbesetzt, was zu sehr langen Wartezeiten führt.
Ceconomy baut laut einem Medienbericht 500 Stellen ab, um Kosten einzusparen. Die Sparmaßnahmen sollen sich vor allem auf die Konzernzentralen von Ceconomy in Düsseldorf und den Hauptsitz von Media-Saturn in Ingolstadt beziehen und auch viele Leitungspositionen betreffen.


