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Ceconomy: Konzernchef von Media Markt und Saturn geht vorzeitig

Nach jahrelangen Querelen mit Alt- und Neueignern bei Media Markt und Saturn sollte die Dachgesellschaft Ceconomy für mehr Stabilität sorgen - aber nach Gewinnwarnungen verlässt der Vorstandsvorsitzende Pieter Haas das Unternehmen mit sofortiger Wirkung.

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Die Marken der Metro-Saturn-Holding GmbH.
Die Marken der Metro-Saturn-Holding GmbH. (Bild: Metro-Saturn-Holding GmbH)

Die Ceconomy AG aus Düsseldorf muss einen neuen Vorstandsvorsitzenden suchen. Der bisherige Chef Pieter Haas hat das Unternehmen nach einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung zum 13. Oktober 2018 verlassen. Auch ein neuer Finanzvorstand wird gesucht - bis der gefunden ist, bleibt der aktuelle CFO Mark Frese allerdings im Amt. Frese übernimmt zusammen mit einem weiteren Vorstandsmitglied kommissarisch die Aufgaben von Haas, bis dessen Nachfolger im Amt ist.

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Die börsennotierte Firma Ceconomy gibt es in der jetzigen Form seit Mitte 2017, sie hat vom Handelskonzern Metro die Anteile an den Elektronikmärkten Media Markt und Saturn - also an der Metro-Saturn-Holding GmbH - übernommen. Davor hatte es jahrelangen Streit zwischen Metro und weiteren Eignern und Gründern unter anderem um die strategische Ausrichtung im Onlinegeschäft gegeben.

Ein Auslöser für die Abberufung von Pieter Haas dürften Kursverluste der Ceconomy-Aktie sein, die seit Januar 2018 rund die Hälfte ihres Werts verloren hat, nachdem Umsatz- und Profitziele mehrfach verfehlt wurden. Erst am 8. Oktober 2018 hatte es eine Gewinnwarnung gegeben.

Das Unternehmen rechnet nun für das im September 2018 abgeschlossene Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von rund 630 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2016/17: 714 Millionen Euro) und mit einem operativen Gewinn von 400 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 494 Millionen Euro).

Als Grund nannte Ceconomy "die deutlich unter den Erwartungen gebliebenen operativen Ergebnisbeiträge" bei Media Markt und Saturn. Warum die Ziele nicht erreicht wurden, sagte das Unternehmen nicht. Angesichts der insgesamt guten derzeitigen Verfassung des Handels liegt die Vermutung nahe, dass unter anderem der Konkurrenzkampf mit Amazon hinter den Problemen stecken könnte. Dazu kommt, dass sich mit dem Zusammenschluss von Medimax und Notebooksbilliger.de Ende September 2018 ein weiterer Wettbewerber neu aufgestellt hat.



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gunterkoenigsmann 16. Okt 2018

Ich gebe mir etwas zurück, wenn mich der Verkäufer dsvor etwas zu dreist angelogen hat...

gunterkoenigsmann 15. Okt 2018

Gibt Läden, die Beratung ambieten. Bei denen kaufe ich dann auch. Falls ich Zeit habe...

chewbacca0815 15. Okt 2018

Ganz einfach, lass die Finger weg von Produkten, deren Verkaufspreis auf 5 endet...

friespeace 15. Okt 2018

Wäre echt schön, wenn Leute auch nur Grundzüge von Wirtschaft (gleiches gilt leider auch...

ps (Golem.de) 15. Okt 2018

Danke für die Hinweise! Ist geändert.


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