CDN und DDOS-Schutz: Cloudflare will an die Börse

Der Netzwerkdienstleister Cloudflare will als NET. an die New Yorker Börse. Das Unternehmen preist in den offiziellen Dokumenten vor allem sein schnelles Netzwerk an und listet die öffentliche Wahrnehmung als Risiko für sein Geschäft.

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Die Cloudflare-Gründer Matthew Prince und Michelle Zatlyn im Jahr 2015
Die Cloudflare-Gründer Matthew Prince und Michelle Zatlyn im Jahr 2015 (Bild: Steve Jennings/Getty Images for TechCrunch/CC-BY 2.0)

Rund zehn Jahre nach seiner Gründung hat der Netzwerkdienstleister Cloudflare seinen Börsengang bei der Aufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) offiziell angemeldet. Der wohl vor allem für sein CDN und seinen DDOS-Schutz bekannte Anbieter soll mit dem Tickersymbol NET. an der New Yorker Börse (NYSE) gehandelt werden.

Schnelles und großes Netz

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In der Mitteilung an die Börsenaufsicht hebt Cloudflare insbesondere sein großes und schnelles Netzwerk hervor. Demnach sei das Unternehmen in 193 Städten in 90 Ländern präsent und betreibe ein Peering mit insgesamt 8.000 anderen Netzwerken.

Cloudflare schätzt eigenen Angaben zufolge, dass 98 Prozent der Internet-Nutzer in der entwickelten Welt die Dienste des Unternehmens in nur 100 ms erreichen könne. Genutzt werden die Dienste derzeit außerdem von rund 20 Millionen einzelnen Objekten wie Domains, Webseiten, APIs oder Mobile-Apps.

Massives Wachstum bei gleichbleibendem Verlust

In den vergangenen zwei Jahren machte Cloudflare 135 Millionen US-Dollar (2017) sowie 193 Millionen US-Dollar (2018) Umsatz bei einem Verlust von 11 Millionen US-Dollar (2017) und 87 Millionen US-Dollar 2018. Im vergangenen Halbjahr lag der Umsatz bereits bei 126 Millionen US-Dollar, im Vergleich dazu waren es 87 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Verlust ist dabei im Vergleich zu 33 Millionen US-Dollar (H1 2018) mit 37 Millionen (H1 2019) nahezu gleich geblieben.

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Das Unternehmen verfügt derzeit über rund 75.000 zahlende Kunden. Darunter seien 408 Kunden mit einem Jahresumsatz von über 100.000 US-Dollar. Sie sind für mindestens ein Drittel der Gesamteinnahmen verantwortlich.

Cloudflare stand in der Vergangenheit immer wieder für seine Nutzer und Kunden in der Kritik. So nutzte etwa im Jahr 2017 die Neo-Nazi-Webseite The Daily Stormer Cloudflare und zuletzt auch das Portal 8chan. Die damit verbundene "erhebliche negative öffentliche Wahrnehmung" listet Cloudflare explizit als Risikofaktor für sein Geschäft. Offenbar hat das Unternehmen aber auch Angst, weitere Kunden zu verlieren, sollten, wie in den genannten Fällen, einige Nutzer oder Kunden dauerhaft von den Diensten Cloudflares ausgeschlossen werden.

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