CDN: Baut sich Apple sein eigenes Streaming-Netzwerk?
Bereits seit über einem Jahr soll sich Apple in Form von Rechenzentren und festen Leitungskapazitäten ein eigenes Content Delivery Network (CDN) aufbauen. Darauf weist das Streamingmediablog(öffnet im neuen Fenster) hin, das bereits früher über das angebliche Projekt berichtet hat. Mehrere US-Medien greifen das Thema auf, auch wenn es dafür von dem stets um Geheimhaltung bemühten Konzern Apple keine Bestätigung gibt.
Dem Bericht zufolge plant Apple im Rahmen seines CDN auch Verträge mit Providern, um seine Inhalte mit garantierten Bandbreiten den Nutzern zur Verfügung zu stellen. Schon längst ist Apple mit Streaming-Angeboten für Musik und Videos einer der größten Inhaltsverteiler im Internet. Nach Untersuchungen von Sandvine macht das Unternehmen im Durchschnitt 2 Prozent des Datenaufkommens in den USA aus. Bei der Veröffentlichung von iOS 7 sollen es aber zeitweise bis zu 40 Prozent gewesen sein.
Damit die Nutzer solche Updates, aber auch Videostreams zu Spitzenzeiten – etwa bei der Veröffentlichung einer neuen Serienstaffel – zuverlässig und ohne Wartezeiten erhalten, könnte Apple dem Bericht zufolge die bevorzugte Behandlung seiner Daten bei Providern vereinbaren. Dies würde eine Aufweichung der Netzneutralität bedeuten, was derzeit auch in den USA ein vieldiskutiertes Thema ist.
Dabei hat bereits Netflix eine Vereinbarung mit dem Provider Comcast geschlossen. Darin ist aber nicht vorgesehen, dass Netflix-Daten bevorzugt transportiert werden, die ISPs wollen sich vor allem die Belastung ihrer Netze durch Streaming bezahlen lassen.
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