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CD Projekt Red: Strahlende Augen und scharfer Stahl in Cyberpunk 2077

Ballern oder friedlich vorgehen? In Köln hat CD Projekt Red neue Szenen aus Cyberpunk 2077 gezeigt und Golem.de hat mit einem Questdesigner über Unterschiede zu The Witcher 3 gesprochen.

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Artwork von Cyberpunk 2077
Artwork von Cyberpunk 2077 (Bild: CD Projekt Red)

Mann oder Frau? Auf der Gamescom darf das Publikum bei der Präsentation von Cyberpunk 2077 abstimmen, ob das Entwicklerstudio CD Projekt Red mit einem Helden oder einer Heldin namens V antritt. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Stimme, die wir hören, und auf den Protagonisten, den wir in Zwischensequenzen sehen. Nach dem ersten gezeigten Einsatz belohnt sich der Held oder die Heldin aber auf jeden Fall mit einem Callboy, der nach einer offenbar langen Nacht unbekleidet aus dem Bett ins Bad stolpert.

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CD Projekt Red zeigt fast, aber nicht ganz die gleichen Szenen wie auf der Spieleentwicklermesse E3 im Juni 2018 in Los Angeles (unser Messebericht). Die Zuschauer dürfen sich nicht nur für das Geschlecht von V entscheiden, wir bekommen in Köln auch einen Eindruck vom Charaktereditor, in dem Spieler das Aussehen des Gesichts ebenso wie Details über Tätowierungen und vor allem über die Implantate bestimmen können. Das hat direkte Folgen: In der Gamescom-Präsentation glühen die künstlichen Hightech-Augen der Hauptfigur - was ebenso schick wie unheimlich aussieht.

Es gibt noch weitere Entscheidungen, die auf Zuruf des Publikums getroffen werden. Während etwa die Hauptfigur auf der E3 bei der Übergabe eines manipulierten Geld-Datenspeichers trickst und es danach zu einem erbitterten Kampf kommt, können wir in der Gamescom-Version unsere Geschäftspartner selbst auf das Problem hinweisen, und die Lage bleibt friedlich.

Beim Verlassen des Schauplatzes, bei dem wir einen Roboterkampfhund für 50.000 Geldeinheiten gekauft haben, dürfen wir dann sogar noch mal entscheiden: Gilt die Transaktion oder holen wir uns das Geld? Auf der Gamescom wählen V und sein bulliger Begleiter Jackie den Weg des Kampfes. Das hat den Vorteil, dass wir so eine neue Waffe zu sehen bekommen: ein für Nahkämpfe gedachtes Schwert - genauer: ein Katana -, das auf Knopfdruck eine Energiebarriere generiert, die V kurzzeitig vor Schaden bewahrt.

Es wäre aber auch möglich gewesen, ein bisschen ärmer, aber dafür friedlich von dannen zu ziehen. Für diese vielfältig lösbaren Aufgaben ist bei CD Projekt Red das gleiche Team zuständig, das schon die zu Recht gelobten Quests von unter anderem The Witcher 3 geschaffen hat. "Wir haben ein paar Sachen bei The Witcher 3 gelernt, zum Beispiel wie man eine Außenwelt mit Entscheidungen und Konsequenzen macht", sagt uns Senior Quest Designer Philipp Weber. "Für Cyberpunk 2077 wollen wir einfach noch mal ein bisschen wilder werden. Das, was gut war, wollen wir noch besser machen."

Ein Unterschied zu The Witcher 3: Der Hexer Geralt erledigt dort seine Aufgaben im Normallfall auf seine typische Art. "In Cyberpunk gibt es ein flexibleres Klassensystem, man kann seinen Charakter deutlich freier zusammenstellen", sagt uns Weber. "Das heißt für die Quests, dass es mehr Möglichkeiten geben muss." Entscheidungen sollen auch langfristig große Auswirkungen auf die Hauptgeschichte haben, die sich dann ganz unterschiedlich entwickeln können.

Die Quests von Cyberpunk 2077 greifen bewusst auch sehr ernste und teilweise politische Themen auf, wie Weber sagt - etwa den Kampf der kleinen Leute gegen übermächtige Konzerne. Ein weiteres großes Thema sei, dass Menschen zu Objekten werden. "In der Demo gibt es die Szene, in der man in der Badewanne zwei Menschen findet", erzählt Weber. "Einen toten Mann und eine Frau, die man retten muss. Aber nicht, weil sie so ein toller Mensch ist, sondern weil sie wertvoll ist" - gemeint sind ihre Implantate.

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Neuro-Chef 23. Aug 2018

Bei Fallout 3 und später ist es ähnlich.


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