CD Projekt Red: Für Cyberpunk 2077 gibt's nun doch Crunch

Das polnische Entwicklerstudio CD Projekt Red hat am 28. September 2020 entgegen früheren Plänen doch Überstunden für die letzte Produktionsphase von Cyberpunk 2077 angeordnet. Der Crunch – so heißt das in der Spielebranche – sei für das Feintuning und das Beheben der letzten Fehler nötig.
Laut Studiochef Adam Badowski müssen alle Angestellten bis zur Veröffentlichung des Actionspiels, oder zumindest bis kurz davor, auch an einem Tag am Wochenende arbeiten.
Cyberpunk 2077 soll am 19. November 2020 erscheinen, so dass Crunch an maximal sieben zusätzlichen Tagen nötig wäre. Die Überstunden sollen bezahlt werden.
Crunch ist bei Cyberpunk 2077 vor allem deshalb ein Thema, weil sich CD Projekt Red bei früheren Gelegenheiten mehrfach strikt gegen die bei vielen anderen Studios üblichen Überstunden ausgesprochen und diese indirekt kritisiert hatte.
Allerdings sind die sieben Tage bedeutend weniger als das, was in der Branche zeitweise Alltag war und teils immer noch ist – nämlich massiver Crunch über Monate, teils über Jahre.
In einer von Bloomberg veröffentlichten internen E-Mail(öffnet im neuen Fenster) an die Belegschaft schreibt Badowski: "Ich weiß, dass diese Entscheidung in direktem Widerspruch zu dem steht, was wir über Crunch gesagt haben. Aber wir haben alle anderen Möglichkeiten ausgereizt, durch diese Situation zu kommen."

Eine Vorabversion des Titels wurde laut Bloomberg gerade an Sony und Microsoft für die Zertifizierung auf der Playstation 4 und der Xbox One geschickt. Neben der Konsolenfassung erscheint auch eine Ausgabe für Windows-PC.
Bei Jugendschutzstellen wie der deutschen Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) dürfte sogar schon etwas länger jemand sitzen, der Cyberpunk 2077 durchgespielt hat. Hierzulande erscheint das Game ohne inhaltliche Schnitte mit einer Freigabe ab 18 Jahren.
In der Kampagne sind die Spieler als Hauptfigur V im dystopischen Night City unterwegs. Über die Handlung ist noch nicht viel bekannt, unter anderem soll es um einen mysteriösen Chip der Unsterblichkeit gehen. Sowohl das eigentliche Gameplay als auch die meisten Zwischensequenzen sehen die Spieler aus dem Blickwinkel der Hauptfigur, also aus der Ich-Perspektive.



