CD Projekt: Ransomware-Attacke auf Cyberpunk 2077-Entwickler

Die Quellcodes von Cyberpunk 2077 und The Witcher 3 könnten veröffentlicht werden: CD Projekt meldet einen Cyberangriff.

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Artwork von Cyberpunk 2077
Artwork von Cyberpunk 2077 (Bild: CD Projekt Red)

"Gestern haben wir entdeckt, dass wir Opfer einer gezielten Cyberattacke geworden sind": Das hat CD Projekt am Morgen des 9. Februar 2021 auf Twitter bekanntgegeben. Gleichzeitig hat das Unternehmen eine kurze Botschaft veröffentlicht, die von den Angreifern auf den Servern hinterlassen wurde.

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Die Angreifer schreiben darin, dass sie vollständige Kopien des Quellcodes von Cyberpunk 2077, The Witcher 3, des Sammelkartenspiels Gwent und einer noch nicht veröffentlichten Version von The Witcher 3 von den Perforce-Servern gezogen hätten.

Perforce-Server sind Entwicklungsserver, bei denen etwa eine Versionsverwaltung mitläuft.

Zusätzlich seien interne Dokumente unter anderem aus der Personal- und der Finanzabteilung kopiert worden. Außerdem habe man die Server von CD Projekt verschlüsselt. Allerdings gehen die Angreifer selbst davon aus, dass recht schnell Backups freigeschaltet werden könnten.

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Bei dem Angriff geht es vermutlich um Geld. Jedenfalls drohen die Angreifer: "Wenn wir nicht zu einer Vereinbarung" kommen, würde der Quellcode veröffentlicht werden, und die internen Dokumente gingen an die Spielepresse.

Die Tatsache, dass bei der Attacke eine Botschaft hinterlassen wurde und dass CD Projekt (die Firma hinter dem Entwicklerstudio CD Projekt Red) die Sache öffentlich macht, dürfte vorerst ausreichend Beleg dafür sein, dass es sich um keinen Scherz handelt.

CD Projekt kündigt an, auf die Forderungen nicht eingehen zu wollen. Damit würde das Unternehmen der oft gegebenen Empfehlung folgen, Erpresser mit ihrem per Ransomware aufgebauten Druck nach Möglichkeit nicht für andere Angriffe zu ermutigen.

CYBERPUNK 2077 - DAY 1 Standard Edition

Laut CD Projekt gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass persönliche Daten von Spielern oder Nutzern der firmeneigenen Dienste (zu denen auch der Onlineshop Gog.com gehört) abgegriffen wurden.

In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Ransomware-Angriffe auf Spielefirmen. Betroffen war unter anderem Ubisoft Crytek. Der Quellcode von Watch Dogs Legion soll nach Drohungen veröffentlicht worden sein - möglicherweise, weil auch Ubisoft nicht auf Forderungen eingegangen ist.

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