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CD Projekt: Millionenförderung für lebendige Städte

Rund 6,8 Millionen Euro bekommt das Entwicklerstudio CD Projekt ( The Witcher 3 ) vom Staat Polen für mehrere Projekte, darunter für die Darstellung von Städten – vermutlich in Cyberpunk 2077. Auch andere polnische Studios erhalten Summen, bei denen deutsche Entwickler weinen dürften.
/ Peter Steinlechner
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Cyberpunk 2077 könnte besonders lebendige Städte bieten. (Bild: CD Projekt Red)
Cyberpunk 2077 könnte besonders lebendige Städte bieten. Bild: CD Projekt Red

Polen verfügt über eine international konkurrenzfähige Spieleentwicklerszene, und das dürfte in den nächsten Jahren so bleiben – auch dank massiver staatlicher Förderung. Das zuständige Ministerium hat nun bekanntgegeben, wie die Mittel der nächsten Jahre verteilt werden. Besonders viele Millionen gibt es für das in Warschau ansässige Studio CD Projekt(öffnet im neuen Fenster) . Es erhält 30 Millionen Zloty (rund 6,8 Millionen Euro) von den insgesamt 116 Millionen Zloty (51,2 Millionen Euro) an Fördergeldern, wie Firmenchef Adam Kicinski (öffnet im neuen Fenster) bestätigt hat.

Cyberpunk 2077 von CD Projekt Red – Teaser
Cyberpunk 2077 von CD Projekt Red – Teaser (02:20)

Die finanziellen Mittel sind projektbezogen. CD Projekt kann an der Darstellung großer, lebendig wirkender Städte in Games arbeiten, die unter anderem mithilfe künstlicher Intelligenz bevölkert werden sollen – was sehr nach etwas klingt, was zum Rollenspiel Cyberpunk 2077 passen würde, an dem das Studio derzeit arbeitet.

Außerdem kann CD Projekt dank der Förderung an der Verbesserung von nahtlos in Spiele integrierten Multiplayermodi forschen, sich mit dem Erzählen von filmreifen Geschichten sowie mit neuen Animationstechnologien beschäftigen. Die Tochter Gog.com kann außerdem versuchen, herauszufinden, wie sie mit ihrem auf PC-Spiele fokussierten Portal künftig auch andere Plattformen mit einbezieht.

Dying Light – Trailer (Launch)
Dying Light – Trailer (Launch) (01:50)

Weitere Millionen an Fördergeldern gehen über die nächsten Jahre an Firmen wie CI Games, Flying Wild Hog und Farm 51. Unter den etwas kleineren Studios geht besonders viel an Techland (Dying Light), das 4,5 Millionen Zloty (rund 1 Million Euro) für das etwas nebulöse Vorhaben bekommt, innovative Technologien in AAA-Games zu integrieren sowie für die Produktion eines Fantasy-Rollenspiels in einer offenen Welt.

Deutsche Entwickler dürften bei derartigen Zahlen leise in ihre Tastatur weinen. Die meisten von ihnen können froh sein, wenn sie ein paar zehntausend Euro für die Produktion von Prototypen bekommen. Die bereits verkündete Erhöhung der Preisgelder beim Deutschen Computerspielpreis – einem Förderpreis – hat der Haushaltsausschuss des Bundestages Ende November 2016 sogar kurzfristig wieder gestoppt. Die Höhe der polnischen Förderung hätten die Gelder aber sowieso nicht einmal annähernd erreicht.


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