Zum Hauptinhalt Zur Navigation

CD Projekt: Cyberpunk-Macher wollen nicht gekauft werden

Das Entwicklerstudio hinter The Witcher und Cyberpunk 2077 gilt immer wieder als Übernahmekandidat – es will aber unabhängig bleiben.
/ Peter Steinlechner
18 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Artwork von Cyberpunk 2077 (Bild: CD Projekt Red)
Artwork von Cyberpunk 2077 Bild: CD Projekt Red

Egal ob Microsoft, Sony oder Tencent: So gut wie alle großen Spielepublisher wurden schon als mögliche Käufer des polnischen Entwicklerstudios CD Projekt genannt. Nun hat Adam Kicinski, einer der Gründer und Chefs, im Gespräch mit der Zeitung Parkiet gesagt(öffnet im neuen Fenster) , dass sein Unternehmen unabhängig bleiben soll.

"Wir schätzen Unabhängigkeit" , sagte Kicinski. "Wir haben unser ganzes Leben lang darauf hingearbeitet, in die Position zu kommen, die wir jetzt haben. Und wir glauben, dass wir in ein paar Jahren noch größer und stärker sein werden. Wir haben ehrgeizige Pläne und sind leidenschaftlich bei dem, was wir tun."

In den Gesellschaftsstatuen von CD Projekt sei dafür gesorgt, dass eine feindliche Übernahme nicht ohne Weiteres möglich sei. Das Unternehmen ist börsennotiert, derzeit liegt die Marktkapitalisierung bei rund 2,7 Milliarden Euro.

Kicinski sagt auch, dass CD Projekt derzeit selbst keine Übernahmen in Planung habe – aber natürlich sei das nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

The Witcher: Mehrere Projekte in Entwicklung

Derzeit arbeitet CD Projekt Red in Warschau an einer neuen Trilogie auf Basis von The Witcher, technische Grundlage ist die Unreal Engine 5. Alle drei Titel werden momentan Projekt Polaris genannt. Dazu kommt ein Remake des ersten The Witcher, das erst nach The Witcher 4 erscheinen soll.

Das Remake heißt firmenintern Projekt Canis Majoris. Für die Produktion ist das polnische Studio Fool's Theory zuständig. CD Projekt Red hat die kreative Aufsicht.

Außerdem entsteht bei dem zu CD Projekt Red gehörenden Entwicklerstudio The Molasses Flood in Boston ein weiteres Spiel auf Grundlage von The Witcher. Es trägt den Arbeitstitel Sirius, und soll einen ungewöhnlichen Ansatz verfolgen – mehr ist nicht bekannt.

The Witcher 3 – Fazit
The Witcher 3 – Fazit (02:14)

Auch die Arbeit am nächsten Cyberpunk 2077 (Arbeitstitel: Orion) hat begonnen. Ein Teil des Teams steht offenbar schon: Gabriel Amatangelo, der Game Director des ersten Teils, ist ebenso wieder dabei wie Narrative Director Igor Sarinski und Sarah Gruemmer als Expert Quest Designer. Pawel Sasko ist als Lead Quest Designer vorgesehen.

Das Team zieht derzeit um, nämlich von Polen nach Boston. Das zweite Cyberpunk 2077 soll an beiden Standorten entstehen, die Federführung liegt aber wohl in Boston.

Wann kommt das zweite Cyberpunk 2077?

Laut früheren Aussagen von CD Projekt Red sollen bis Ende 2024 mehrere Dutzend Entwickler an Project Orion arbeiten. Wann das Spiel dann fertig ist, ist nicht absehbar. Vermutlich müssen Spieler noch mindestens zwei bis drei Jahre warten – eher länger.

Cyberpunk 2077 – Fazit
Cyberpunk 2077 – Fazit (02:25)

Neben einem Nachfolger wird es außerdem einen Film oder eine TV-Serie geben, und zwar Live Action – also mit echten Schauspielern. Was es genau wird, sagt CD Projekt noch nicht, stattdessen ist schlicht von einem "Projekt" die Rede. Es entsteht in Zusammenarbeit mit der Filmproduktionsgesellschaft Anonymous Content.


Relevante Themen