CCS-Technologie: Heidelberg Cement plant Fabrik mit Kohlendioxidabscheidung

Der Zementhersteller will in einer Fabrik in Norwegen Kohlendioxid-Emissionen abfangen und unterirdisch speichern.

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In dieser Zementfabrik im norwegischen Brevik soll die CCS-Technologie zum Einsatz kommen.
In dieser Zementfabrik im norwegischen Brevik soll die CCS-Technologie zum Einsatz kommen. (Bild: Vetle Houg, Wikimedia Commons/CC-BY-SA 3.0)

Heidelberg Cement hat angekündigt, eine Fabrik im norwegischen Brevik mit der Carbon-Capture-and-Storage-Technologie (CCS) auszustatten. Dabei soll das bei der Zementherstellung entstehende Kohlendioxid abgefangen und langfristig in unterirdischen Gesteinsschichten gespeichert werden. Das Projekt wird von der norwegischen Regierung finanziell unterstützt.

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Die Zementproduktion gehört zu den klimaschädlichsten Industrien überhaupt. Etwa acht Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen gehen auf die Herstellung von Zement zurück. Besonders problematisch ist dabei, dass es sich zum Großteil um sogenannte Prozessemissionen handelt. Bei der Zementherstellung wird Kalziumkarbonat in Kalziumoxid umgewandelt, bei der chemischen Reaktion entsteht Kohlendioxid. Da diese Prozessemissionen aus der chemischen Reaktion der Zementherstellung selbst stammen, helfen hier erneuerbare Energien nicht.

CCS-Technologie ist umstritten

Die Idee, Kohlendioxid-Emissionen abzufangen und unterirdisch einzulagern, wird schon länger diskutiert. Doch insbesondere unter Umweltschützern ist die CCS-Technik umstritten. Das hängt auch damit zusammen, dass CCS ursprünglich vor allem von der fossilen Industrie vorangetrieben wurde. In Deutschland wurde vor einem Jahrzehnt heftig über CCS und Kohlekraftwerke diskutiert, gegen Testprojekte gab es viel Widerstand.

Doch für die Zementindustrie gibt es kaum Alternativen zu CCS, wenn die Branche langfristig klimaneutral werden soll. Es gibt Ansätze, wie die Produktion von Zement etwas klimafreundlicher gestaltet werden können. So arbeitet etwa ein am Karlsruher Institute of Technology (KIT) gegründetes Startup namens Celitement an einer alternativen Produktionstechnologie, die den Energieverbrauch deutlich reduzieren würde. Eine Pilotanlage wurde vor kurzem eingeweiht. Doch auch das würde die Prozessemissionen nicht verhindern.

Auch CCS wird absehbar keine perfekte Lösung sein. Eine vollständige Abscheidung des Kohlendioxids wird wohl nicht möglich sein. Allerdings sind Abscheidungsraten über 90 Prozent durchaus vorstellbar.

Heidelberg Cement plant in Norwegen zunächst eine Anlage, die 50 Prozent der Emissionen vermeiden soll. Langfristig hat der Konzern aber ambitioniertere Pläne: "Wir werden bis spätestens 2050 über unser gesamtes Produktportfolio hinweg CO2-neutralen Beton anbieten."

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