CCS: CO2-Speicherung weiterhin zu teuer und ineffizient
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Eine Recherche des Spiegels(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) in Zusammenarbeit mit vier internationalen Medien beschreibt die Probleme, die eine der weltweit ersten Abscheidungsanlagen für CO2 hat. Gleichzeitig wird vor bisher wenig beachteten Risiken gewarnt.
Es geht um ein Zementwerk im norwegischen Brevik, betrieben von Heidelberg Materials(öffnet im neuen Fenster), einem der größten Baustoffunternehmen und damit auch einem der größten CO2-Emittenten der Welt. In diesem Werk wurde im Sommer 2025 eine 400 Millionen Euro teure Abscheidungsanlage für Kohlenstoffdioxid installiert.
Sie hätte, wenn alles nach Plan verlaufen wäre, mehr als 350.000 Tonnen des Treibhausgases gefiltert, was knapp der Hälfte des Jahresausstoßes entspricht. Zusammengekommen sind bis jetzt laut der Recherche 77.000 Tonnen, also kaum ein Viertel.
Technische Probleme und gigantische Kosten
Zum einen soll die Anlage laut Betreiber weniger effizient CO2 abscheiden können als ursprünglich erwartet. Zum anderen musste das komplette System mindestens ein Drittel der Zeit repariert und gewartet werden. Außerdem soll es zu mindestens einem Unfall gekommen sein, als ein Arbeiter in Kontakt mit einer zu hohen CO2-Konzentration kurzzeitig das Bewusstsein verloren hat.
Noch ist es natürlich eine Pilotanlage, bei der ein technisch reibungsloser Betrieb ohnehin unwahrscheinlich war. Aber der Ausblick auf die Kosten verheißt auch so wenig Gutes, denn mit der Abscheidung in der Anlage hat der Weg des Kohlenstoffdioxids erst begonnen.
Anschließend wird es verflüssigt auf Tanker geladen, die 500 km weit zu einer Zwischenstation an der norwegischen Nordseeküste fahren. Von dort wird das Gas schließlich per Pipeline in den Meeresgrund gepumpt. Selbst wenn die Anlage mit voller Auslastung störungsfrei laufen würde, lägen die Kosten pro Tonne CO2 wohl im dreistelligen Bereich.
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