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Gefahren könnten unterschätzt worden sein

Zudem zeigt der glimpflich verlaufene Unfall, dass CO2 keineswegs ungefährlich ist. Es ist im Grunde nicht giftig, blockiert aber die Atmung bereits ab einer Konzentration von 5 Prozent.

Wird es bei einem Unfall in großen Mengen freigesetzt, verbleibt es zumindest für kurze Zeit konzentriert am Boden, da es schwerer ist als Luft. Und nur eine einzige Tonne CO2 besitzt ein Volumen von 500 Kubikmetern, was zeigt, dass eine unkontrollierte Freisetzung in bewohntem Gebiet beträchtliche Folgen haben könnte.

Alternativen vorhanden

Nicht vergessen werden darf, dass Hunderte dieser Anlagen allein in Europa nötig wären, um den Ausstoß von Treibhausgasen in Zementwerken wie in Brevik, in Müllverbrennungsanlagen oder Eisenhütten zu minimieren. All das sind Anlagen, in denen die Freisetzung von CO2 nicht einfach vermieden werden kann.

Investitionen in Milliardenhöhe wären nötig und hätten über alle Industrien hinweg trotzdem nur eine eingeschränkte Wirkung. Selbst ein fast komplett klimaneutrales Deutschland würde noch immer 40 bis 50 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen, dessen Einlagerung wie in Norwegen mindestens 5 Milliarden Euro kosten würde – jedes Jahr.

Das entspricht ziemlich genau der Menge(öffnet im neuen Fenster), die alle Moore in Deutschland(öffnet im neuen Fenster) mit einer Gesamtfläche von 18.000 Quadratkilometern nach dem Stand der Forschung pro Jahr aufnehmen könnten. Wälder, Wiesen und ökologische Landwirtschaft noch gar nicht einberechnet.

Am Ende könnte die Frage der CO2-Einlagerung darauf hinauslaufen, ob das nötige Geld besser in Renaturierungsmaßnahmen oder in einem neuen Industriezweig angelegt ist.


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