CCP Games: Entwickler kaufen Eve Online mit Millionengewinn zurück
Gerade hat der südkoreanische Spielepublisher Pearl Abyss mit großen Erfolg sein Action-Rollenspiel Crimson Desert veröffentlicht. Nun trennt sich das Unternehmen vom isländischen Entwicklerstudio CCP Games mitsamt dessen Weltraum-MMO Eve Online.
Das Besondere: Käufer sind laut Invenglobal(öffnet im neuen Fenster) die ehemaligen Verkäufer, und sie machen einen mehr als nur ordentlichen Gewinn.
Konkret: Die früher für CCP Games Verantwortlichen kaufen das Studio inklusive Eve Online für rund 120 Millionen US-Dollar zurück. Hinter dem Deal stecken das ursprüngliche Management rund um den Firmengründer und langjährigen Chef Hilmar Veigar Petursson.
2018 hatte Pearl Abyss noch bis zu 425 Millionen US-Dollar für CCP Games in Aussicht gestellt, letztlich flossen mindestens 225 Millionen US-Dollar. Der jetzige Verkauf bedeutet damit einen deutlichen finanziellen Verlust – auch wenn ein Teil der Summe an Leistungsziele geknüpft war.
Eve Online: Vorerst wohl keine spürbaren Auswirkungen
CCP Games soll über Jahre hinweg die Bilanz von Pearl Abyss belastet haben, unter anderem durch operative Verluste und gescheiterte Nebenprojekte im Eve-Universum. Pearl Abyss spricht davon, mit dem Verkauf die eigene finanzielle Stabilität zu stärken und sich stärker auf interne Produktionen zu konzentrieren.
Eve Online läuft seit 2003, gilt als eines der komplexesten Onlinespiele überhaupt und wird weiterhin aktiv betrieben. Die Umsätze zeigen sich phasenweise stabil, gleichzeitig hängt das Geschäft stark an diesem einen Titel; mehrere Ableger waren kein großer Erfolg und wurden wieder eingestellt.
Für Spieler dürfte sich kurzfristig wenig ändern. CCP Games soll unabhängig weiterarbeiten, nun wieder unter alter Führung. Mittel- bis langfristig könnte diese Rückkehr neue Freiheiten bringen – oder verdeutlichen, wie schwierig es ist, ein einzelnes, über 20 Jahre altes Onlinespiel wirtschaftlich weiter zu skalieren.