Abo
  • Services:

Ccleaner: Avast verteilt Malware mit Optimierungsprogramm

So hatten sich Nutzer die Optimierung des PCs sicher nicht vorgestellt: Eine Version von Ccleaner wurde für rund einen Monat mit Malware ausgeliefert.

Artikel veröffentlicht am ,
Ccleaner kam für einen Monat mit Malware.
Ccleaner kam für einen Monat mit Malware. (Bild: Ccleaner)

Der Antivirenhersteller Avast hat mit einer ordentlich signierten Version des Optimierungsprogramms Ccleaner Malware verteilt. Wie das zu Cisco gehörende Talos-Team in einem Blogbeitrag schreibt, war in dem Installationspaket eine Zeit lang ein Schadprogramm enthalten.

Stellenmarkt
  1. VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V., Frankfurt am Main
  2. macmon secure GmbH, Berlin

Die betroffene Version 5.33 für 32-Bit-Architektur wurde am 15. August erstmals auf die Seite gestellt, mit Version 5.34 wurde das Problem behoben. Diese ist am 12. September veröffentlicht worden. Die Malware-Version von Ccleaner war nach Angaben von Talos direkt auf dem offiziellen Server gehostet. Frühere, nicht betroffene Versionen sind weiterhin verfügbar, Version 5.33 hingegen nicht mehr.

Malware war ordentlich signiert

Für Nutzer gab es dem Blogpost zufolge keine Möglichkeit, die verseuchte Version zu erkennen. Sie war mit einem gültigen Zertifikat für Piriform Ltd. signiert. Piriform ist der ursprüngliche Hersteller von Ccleaner und wurde von Avast übernommen. Nach Angaben von Cisco habe es "erheblichen" Traffic zu den in der Malware enthaltenen Domains gegeben, nachdem die infizierte Datei hochgeladen wurde.

Talos geht davon aus, dass sich ein externer Täter Zugang zum Entwicklungsprozess von Ccleaner verschaffen konnte, um die entsprechenden Dateien zu verteilen. Die Malware selbst sammelt zunächst Informationen über das befallene System, um dann weitere Module nachzuladen. Wie viel die Malware selbst anstellen kann, hängt auch von den Berechtigungen des ausführenden Nutzers ab. Bislang gibt es keine Bestätigung, dass der erweiterte Zugang des Programms zur Installation weiterer Schadsoftware wie zum Beispiel Keylogger verwendet wurde.

Nutzer sollten umgehend die neue Version des Programms installieren. Da die kostenfreie Version von Ccleaner keinen automatischen Updatemechanismus besitzt, muss die Vorversion manuell deinstalliert werden. Cisco empfiehlt darüber hinaus ein Rollback des Rechners oder gar eine komplette Neuinstallation.

Nachtrag vom 19. September 2017, 15:04 Uhr

Avast hat sich in einem Blogbeitrag zu dem Vorfall geäußert. Nach Darstellung des Unternehmens sind insgesamt rund 2,7 Millionen Nutzer betroffen gewesen. Dank einer hohen Patchrate hätten aktuell noch etwa 700.000 eine verwundbare Version der Software auf dem Rechner. Die Command-und-Control-Server seien in Zusammenarbeit mit Sicherheitsfirmen und den Behörden stillgelegt worden.

Avast geht davon aus, dass die zweite Stufe der Malware zu keinem Zeitpunkt aktiviert wurde. Dies begründet Avast mit einer Datenanalyse von Kunden, die neben Ccleaner auch Avasts Virenscanner verwenden. Ein Zurücksetzen des Systems ist daher nach Ansicht des Unternehmens unnötig.

Avast gibt außerdem an, nicht von Cisco zuerst über den Vorfall informiert worden zu sein, sondern von der Sicherheitsfirma Morphisec. Das Unternehmen bedankt sich für die Hinweise und will dafür sorgen, dass entsprechende Angriffe in Zukunft nicht mehr möglich sind.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 45,99€
  2. 119,90€
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

bombinho 22. Sep 2017

Ich muss zugeben, ich hatte einen Dualcore :) bis Win10 uns schied, mangels Treiber...

Der Held vom... 21. Sep 2017

Einiges, aber es würde mich wundern, wenn nicht auch auf die von Windows...

ecv 20. Sep 2017

Geht das nur mir so? Sollte doch entweder verteilt malware durch optimierungsprogramm...

DoMeLe 20. Sep 2017

hi dies ist kzrz im text zu lesen ; in der kostenlosen Version ist kein updater...

Rulf 20. Sep 2017

nunja... leider ist ein modernes windows ohne so tools wie ooshutup und wie sie alle hei...


Folgen Sie uns
       


VR-Brille Varjo VR-1 ausprobiert

Das VR-Headset VR-1 von Varjo stellt den zentralen Bereich des Displays sehr scharf dar, wodurch auch feine Details erkennbar sind.

VR-Brille Varjo VR-1 ausprobiert Video aufrufen
XPS 13 (9380) im Test: Dell macht's ohne Frosch und Spiegel
XPS 13 (9380) im Test
Dell macht's ohne Frosch und Spiegel

Und wir dachten, die Kamera wandert nach oben und das war es - aber nein: Dell hat uns überrascht und das XPS 13 (9380) dort verbessert, wo wir es nicht erwartet hätten, wohl aber erhofft haben.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Mit Ubuntu Dell XPS 13 mit Whiskey Lake als Developer Edition verfügbar
  2. XPS 13 (9380) Dell verabschiedet sich von Froschkamera

Galaxy S10e im Test: Samsungs kleines feines Top-Smartphone
Galaxy S10e im Test
Samsungs kleines feines Top-Smartphone

Mit dem Galaxy S10e bietet Samsung auch ein kompaktes Modell seiner neuen Oberklasse-Smartphone-Serie an. Beim Gerät gibt es zwar ein paar Abstriche bei der Hardware, es liegt aber fantastisch in der Hand und macht super Fotos - für uns der klare Geheimtipp der neuen Reihe.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Samsungs LPDDR4X-Speicher fasst 12 GByte
  2. Non-Volatile Memory Samsung liefert eMRAM aus
  3. Faltbare Smartphones Samsung soll gratis Display-Ersatz für Galaxy Fold erwägen

Display-Technik: So funktionieren Micro-LEDs
Display-Technik
So funktionieren Micro-LEDs

Nach Flüssigkristallanzeigen (LCD) mit Hintergrundbeleuchtung und OLED-Bildschirmen sind Micro-LEDs der nächste Schritt: Apple arbeitet daran für Smartwatches und Samsung hat bereits einen Fernseher vorgestellt. Die Technik hat viele Vorteile, ist aber aufwendig in der Fertigung.
Von Mike Wobker

  1. AU Optronics Apple soll Wechsel von OLEDs zu Micro-LEDs vorbereiten

    •  /