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CCC: BMW erhält erstes Zertifikat für digitalen Schlüssel

Das Car Connectivity Consortium hat ein Zertifikat für den digitalen Fahrzeugzugang entwickelt. BMW erfüllt nun die Bedingungen.
/ Friedhelm Greis
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Mit einem digitalen Schlüssel lassen sich Autos per Smartphone öffnen. (Bild: BMW)
Mit einem digitalen Schlüssel lassen sich Autos per Smartphone öffnen. Bild: BMW

Der Autokonzern BMW erfüllt mit seinem digitalen Fahrzeugzugang als erster Hersteller einen neuen Branchenstandard. Das hat das Münchner Unternehmen am 16. Juli 2024 mitgeteilt. Die Zertifizierung nach dem CCC Digital Key (öffnet im neuen Fenster) des Car Connectivity Consortium basiere "auf den höchsten Anforderungen des CCC an einen sicheren und interoperablen Fahrzeug-zu-Gerät-Zugriff" , heißt es in der Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) .

Das Konsortium entwickelte zunächst den Standard Mirrorlink , um Smartphones an die Fahrzeugelektronik anzubinden. 2018 folgte die erste Spezifikation für den digitalen Schlüssel . Zu den CCC-Mitgliedsunternehmen gehören neben zahlreichen Automobilherstellern wie BMW, Mercedes-Benz, General Motors oder Hyundai auch Smartphone-Hersteller wie Apple, Samsung und Google oder Halbleiterproduzenten wie NXP oder Infineon. Nur Mitglieder des CCC können das Zertifikat erwerben.

"Die Zertifizierung digitaler Schlüssellösungen an jeder Stelle des Fahrzeug-zu-Gerät-Ökosystems ist enorm wichtig, um die Akzeptanz der Technologie zu erhöhen und das Vertrauen der Verbraucher sowie der Branche insgesamt zu stärken" , sagte CCC-Präsidentin Alysia Johnson der Mitteilung zufolge.

UWB soll Relay-Angriffe verhindern

BMW-Pkw können seit April 2023 über die Funktion Digital Key Plus sowohl mit Apple-Geräten als auch mit Smartphones auf Android-Basis entriegelt und gestartet werden. Die Nutzung des Ultrabreitbandstandards (Ultra-Wideband, UWB) soll den schlüssellosen Zugang zum Auto sicherer und komfortabler machen. Das System arbeitet mit einer Laufzeitmessung statt wie zuvor mit einer Messung der Signalstärke.

Die Präzision von UWB stellt laut BMW sicher, dass Relay-Angriffe, bei denen das Funksignal gestört oder abgefangen wird, nahezu ausgeschlossen sind. "Die entsprechende Spezifikation wurde von der BMW Group federführend mit ihren Partnern erarbeitet und über das Car Connectivity Consortium (CCC) als globaler Standard für die Automobilindustrie etabliert" , schrieb das Unternehmen damals.

Das CCC wiederum teilte im Mai 2024 mit(öffnet im neuen Fenster) , für sein "Digital Key Applet Protection Profile" eine Zertifizierung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhalten zu haben. Dies solle garantieren, "dass dieses Element der größeren CCC Digital-Key-Architektur die höchsten Sicherheitsanforderungen erfüllt, so dass Geräte- und Fahrzeughersteller sicherstellen können, dass ihre Nutzer sicher auf ihre Fahrzeuge zugreifen, digitale Schlüssel erstellen und löschen, einen digitalen Schlüssel mit anderen teilen und ihr Fahrzeug starten können" .


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