Cavium ThunderX: Gigabyte quetscht 384 ARM-Kerne in zwei Höheneinheiten
Gigabyte hat das Server-Mainboard MT70-HD0 angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , auf dem zwei ThunderX-Prozessoren von Cavium mit je 48 CPU-Kernen verbaut sind. Vier Hautplatinen bilden ein H270-T70 genanntes System mit zwei Rack-Höheneinheiten, insgesamt rechnen also 384 Einheiten. Die ThunderX, genauer die beiden CN8890 pro Board, basieren auf ARMs Cortex-A57-Modellen mit bis zu 2,5 GHz Takt und wurden vor einem Jahr vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) .
Die vier MT70-HD0(öffnet im neuen Fenster) -Boards werden von zwei Netzteilen mit 1.600 Watt Nennleistung versorgt, beide sind mit 80-Plus-Platinum zertifiziert und müssen daher eine Effizienz von 90 bis 94 Prozent aufweisen. Folglich wird nur ein geringer Teil der aufgenommenen Leistung in Wärme umgewandelt.
Cavium verbindet die beiden 64-Bit-fähigen ThunderX CN8890 mit dem kohärenten Cavium Coherent Processor Interconnect (CCPI), jeder Chip verfügt über 16 Speichersteckplätze. Pro Slot sind bis zu 64 GByte Speicher möglich, was in 4 TByte für ein H270-T70-System mit vier Hauptplatinen resultiert. Bei Vollbestückung unterstützt das Gigabyte-Board jedoch nur DDR4-2133- statt DDR4-2400-Geschwindigkeit, es müssen UDIMMs oder RDIMMs mit Speicherfehlerkorrektur (ECC) verbaut werden.
Jedes Board bietet zwei 10-GBit-Ethernet-Anschlüsse und hat Platz für sechs Festplatten oder SSDs mit 6-GBit/s-Schnittstelle. Pro Platine sind zudem zwei USB-3.0-Ports verbaut, die Grafikausgabe übernimmt ein 2D-Chip. Die Gegenspieler zu Caviums ThunderX-Systemen sind Applied Micros erster X-Gene und AMDs Opteron A1110, beide ebenfalls mit ARM-Kernen. Intel wiederum positioniert mit den Xeon D seinerseits x86-Chips als Gegner.