Abo
  • Services:
Anzeige
Das Modell des Wohnzimmers mit 180-Grad-Beamer
Das Modell des Wohnzimmers mit 180-Grad-Beamer (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Catopsys Immersis: Das halbe Wohnzimmer als Leinwand für Spiele

Das Modell des Wohnzimmers mit 180-Grad-Beamer
Das Modell des Wohnzimmers mit 180-Grad-Beamer (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Drei Wände und die Decke sollen bald mit unverzerrter Spielegrafik bestrahlt werden können. Möglich macht das ein LED-Beamer mit einer Software, die das Bild von PCs anpasst. Dahinter steckt ein Unternehmen aus dem professionellen Bereich.

Anzeige

Die französische Firma Catopsys zeigt auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas ein Modell ihres neuen Geräts Immersis. Dabei handelt es sich um ein System aus einem Projektor mit Fischaugenlinse mit LED-Beleuchtung und Software für Windows-PCs. Auch mit nur einer Lichtquelle sollen sich damit 180-Grad-Darstellungen von Spielegrafik erreichen lassen.

Damit hat Catopsys einige Erfahrung, denn das Unternehmen stellt unter anderem sogenannte CAVEs her. Das sind begehbare Räume, die nur an einer Seite zum Betreten offen sind. Der Rest besteht aus von außen bestrahlten Projektionsflächen, mit denen sich eine virtuelle Umgebung darstellen lässt. Solche CAVEs kommen beispielsweise bei der Entwicklung von Produkten zum Einsatz, aber auch in der Wissenschaft. Am Leibniz Rechenzentrum in München befindet sich eine solche Cave, mit der unter anderem archäologische Ausgrabungsstätten nachgebildet werden, die so auch ohne Anreise und Gefahr für die Artefakte angesehen werden können.

Der Immersis ist eine für private Anwender vorgesehene Version dieser Technik. Dafür macht sich Canopsys vor allem seine Erfahrung mit der Software zunutze, denn ein flaches Bild eines Spiels muss auf vier Flächen verteilt werden: die Wand vor dem Nutzer, die beiden Seitenwände und die Decke. Das setzt freilich viel Platz voraus - und auch etwas Handarbeit: Die Abmessungen des Raumes muss der Nutzer selbst in das Programm eintragen. Für spätere Versionen der Hardware ist auch ein automatischer Scan der Umgebung vorgesehen.

  • Das Modell des Wohnzimmers, dem die ebenfalls bestrahlte Decke fehlt. (Foto: Nico Ernst)
  • Innenleben des Projektors.(Bild: Catopsys)
  • Modell des Projektors aus dem 3D-Drucker. (Foto: Nico Ernst)
  • Sitzgruppe mit Immersis-Projektor aus dem 3D-Drucker.(Foto: Nico Ernst)
Innenleben des Projektors.(Bild: Catopsys)

Für die im Vergleich mit Heimkinos deutlich größere Projektionsfläche braucht der Beamer viel Licht: 3.000 Lumen soll er erreichen, was wohl nur bei guter Abdunklung ausreichen dürfte. Das Gerät soll in der Höhe verstellbar werden und sich idealerweise hinter dem Sitzplatz des Nutzers befinden. Es wird per HDMI oder DVI angesteuert und zeigt 1.920 x 1080 Pixel. Das könnte in großen Räumen pixelig aussehen.

  • Das Modell des Wohnzimmers, dem die ebenfalls bestrahlte Decke fehlt. (Foto: Nico Ernst)
  • Innenleben des Projektors.(Bild: Catopsys)
  • Modell des Projektors aus dem 3D-Drucker. (Foto: Nico Ernst)
  • Sitzgruppe mit Immersis-Projektor aus dem 3D-Drucker.(Foto: Nico Ernst)
Sitzgruppe mit Immersis-Projektor aus dem 3D-Drucker.(Foto: Nico Ernst)

Schon anhand des Modells, bei dem sich an den Seitenwänden die korrekte Darstellung gut zeigt, wird die erreichbare Immersion gut sichtbar. Fast das gesamte Sichtfeld des Anwenders sollte sich mit dem Immersis gut ausfüllen lassen, Catopsys sieht vor allem Rennspiele aber auch Egoshooter als besonders geeignet an. Mit Konsolen arbeitet die erste Version des Systems nicht. Sie ist auf Windows-PCs angewiesen, denn nur dafür wird die nötige Software bisher entwickelt. Nach Angaben des Unternehmens ist eine Anpassung an Konsolen aber recht einfach. Dazu führt Catopsys bereits Gespräche mit Microsoft und Sony.

Im November 2015 soll der Immersis fertig sein und dann rund 2.500 Euro kosten. Demnächst will Catopsys auch eine Kampagne auf Kickstarter freischalten, bei der das System dann für einen geringeren Preis vorbestellt werden kann.

Nachtrag vom 12. Januar 2015, 17:25 Uhr

Inzwischen gibt es das Projekt bei Kickstarter, wo sich auch weitere Details finden. So kann unter anderem ein Fernseher einen Teil des Bildes darstellen, die entsprechende Stelle wird dann nicht vom Beamer angestrahlt. Das ist beispielsweise bei Flugsimulatoren nützlich, um Bedienelemente besonders hell und scharf darzustellen. Die Position eines solchen Zweitdisplays kann in der Software festgelegt werden. Zudem kann der Immersis zusammengeklappt werden, für einfachen Transport wird auch ein Koffer mitgeliefert.


eye home zur Startseite
jf (Golem.de) 10. Jan 2015

Danke für den Hinweis, ist geändert.

generalsolo 09. Jan 2015

Ja, dass war von Microsoft. Ihnen wurde es aber zu teuer.

NERO 09. Jan 2015

Das kommt ja auf das hinaus, was hier im Artikel beschrieben wird - nur eben in...

Bill S. Preston 09. Jan 2015

!!!! So wird aus dem Gamewar ein RL-War! ;-)

niemandhier 09. Jan 2015

Microsft hatte da mit Kincet schon was gebastelt was auf Möbeln funktioniert. Aber es war...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Ulm
  2. Ratbacher GmbH, Hamburg
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart
  4. Diehl Metering GmbH, Nürnberg


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 25,99€
  3. 14,49€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Business Continuity für geschäftskritische Anwendungen
  2. Data Center-Modernisierung mit Hyper Converged-Infrastruktur
  3. Verbindung zwischen traditioneller IT und Private Cloud


  1. Mobilfunk

    Leistungsfähigkeit der 5G-Luftschnittstelle wird überschätzt

  2. Drogenhandel

    Weltweit größter Darknet-Marktplatz Alphabay ausgehoben

  3. Xcom-2-Erweiterung angespielt

    Untote und unbegrenzte Schussfreigabe

  4. Niantic

    Das erste legendäre Monster schlüpft demnächst in Pokémon Go

  5. Bundestrojaner

    BKA will bald Messengerdienste hacken können

  6. IETF

    DNS wird sicher, aber erst später

  7. Dokumentation zum Tor-Netzwerk

    Unaufgeregte Töne inmitten des Geschreis

  8. Patentklage

    Qualcomm will iPhone-Importstopp in Deutschland

  9. Telekom

    Wie viele Bundesfördermittel gehen ins Vectoring?

  10. IETF

    Wie TLS abgehört werden könnte



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
Moto Z2 Play im Test
Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
  1. Modulares Smartphone Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro
  2. Lenovo Hochleistungs-Akku-Mod für Moto Z
  3. Moto Z Schiebetastatur-Mod hat Finanzierungsziel erreicht

Razer Lancehead im Test: Drahtlose Symmetrie mit Laser
Razer Lancehead im Test
Drahtlose Symmetrie mit Laser
  1. Razer Blade Stealth 13,3- statt 12,5-Zoll-Panel im gleichen Gehäuse
  2. Razer Core im Test Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
  3. Razer Lancehead Symmetrische 16.000-dpi-Maus läuft ohne Cloud-Zwang

Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

  1. Re: Und wieder eine neue Insel..

    ArcherV | 20:25

  2. Re: Lässt sich das nicht rückgängig machen?

    neokawasaki | 20:25

  3. Re: Katastrophe

    My1 | 20:25

  4. Re: Gibt nur 4 sinnvolle Zahlungsarten...

    mbirth | 20:24

  5. Re: Parity wurde doch in Rust programmiert

    neokawasaki | 20:23


  1. 19:00

  2. 18:52

  3. 18:38

  4. 18:30

  5. 17:31

  6. 17:19

  7. 16:34

  8. 15:44


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel