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CATL-Chef: Massenfertigung von Feststoffbatterien erst ab 2030

Feststoffbatterien bringen Elektroautos zahlreiche Vorteile. Der Durchbruch braucht aber noch Zeit – findet zumindest der Chef von CATL.
/ Tobias Költzsch
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Blick auf das Hauptquartier von CATL in China (Bild: GREG BAKER/AFP via Getty Images)
Blick auf das Hauptquartier von CATL in China Bild: GREG BAKER/AFP via Getty Images

Der Chef des weltgrößten Batterieherstellers CATL (Contemporary Amperex Technology Co., Limited), Robin Zeng Yuqun, hat die Erwartung nach einer baldigen Verfügbarkeit von Feststoffakkus gebremst. Ihm zufolge ist die Entwicklung momentan auf der Stufe vier von neun angelangt. Von einer industriellen Massenfertigung sei man noch entfernt.

Yuqun zufolge kann damit erst ab 2030 gerechnet werden, wie der Manager nach Berichten von Electrek(öffnet im neuen Fenster) auf der Wirtschaftsveranstaltung Annual Meeting of the New Champions des World Economic Forum in Dalian, China, mitteilte. "Selbst wenn die Produkte ausgeliefert werden, bleibt abzuwarten, ob sie gut angenommen werden und sich auf dem Markt als kommerzieller Erfolg erweisen", so Yuqun.

Feststoffbatterien verwenden anders als bisherige Lithium-Ionen-Akkus feste anstelle flüssiger Elektrolyte. Dies hat einige Vorteile: Die Energiedichte ist höher, die Autos können bei gleichem Platzbedarf also weiter fahren – oder kompakter gebaut werden und die gleichen Reichweiten wie zuvor erreichen. Reichweiten von über 1.000 km sollen mit derartigen Akkus problemlos möglich werden.

Größere Reichweite, schnellere Ladezeit

Auch die Ladezeit soll deutlich schneller sein als bei der aktuellen Akkutechnologie, zudem sei die Anzahl der Ladezyklen bis zur Herabsetzung der Leistung höher. Bei Feststoffakkus soll zudem das Risiko geringer sein, dass die Batterien im Falle einer Beschädigung Feuer fangen.

Allerdings ist die Produktion von Feststoffakkus aufwendiger, vor allem die Massenfertigung. Von dieser ist die Industrie noch weit entfernt; aktuell werden derartige Akkusysteme erst getestet.

Auf dem Markt werden bereits Autos mit Feststoffakkus verkauft. Bei diesen handelt es sich aber um eine Mischform, die als Semi Solid State bezeichnet wird. Dabei ist ein Teil des Elektrolyts noch flüssig. Diese Batterien bieten bereits einige der Vorteile von echten Feststoffbatterien, allerdings in weniger starker Ausprägung.


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